Mittwoch, 16. November 2016

Soll es so frostig werden?


Als ich gestern das aus Osnabrück mitgenommene Bleikristall 
meiner Schwiegermutter auspackte und dann zunächst mal 
gegangen, dass daraus eine leicht winterliche Landschaft 
entsteht. Dazu hatte mich dieses herbstliche Tablett aus 
einem Post inspiriert 

Doch neben etwas Weihnachtsdeko, reichlich Ostersachen, 
noch ein paar außergewöhnlich schönen maritimen Stücken 
und reichlich Accessoires, die unsere Bären ganz bestimmt 
irgendwann einmal gebrauchen können, befanden sich auch 
noch diverse Deko-Kugeln aus Terracotta, Metall und Glas 
in den letzten 3 Rettungsfuhren aus Osnabrück. Die drei 
türkisfarbenen Glaskugeln hatte ich nie zuvor bei meiner 
Schwiegermutter in der Sommerdeko gesehen. Doch wahr-
scheinlich kamen sie mal als maritime Deko zum Einsatz. 
Denn diese herrliche Reuse, hatte sie mir vor Jahren 
geschenkt, um sich kurz darauf wieder eine neue - 
leider nicht so schöne zu besorgen.

Und wie ich gestern nun so sortierte, überlegte ich, wann 
und wo die drei Glaskugeln verwendet werden könnten. 
Doch, da ich es noch nicht so recht wusste, kamen sie 
zum Haufen 'unentschlossen'. Dazu gesellten sich kleine
Zinkkränze, Efeuranken aus Zink, eine Dekokette mit Metall-
blüten und zwei Pfauen. Doch heute früh kamen diese Dinge 
ganz spontan zum Bleikristall:

Würde das Wetter jetzt so bleiben, wie es war, dann wäre 
das nun die optimale Weihnachtsdeko fürs Gartenfenster
Aber wenn es jetzt wieder wärmer wird, ist mir das wohl 
zu frostig, und diese Elemente müssen noch bis Januar 
auf ihren Auftritt warten ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Jule hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Jule hat gesagt…

Sowas.... jetzt habe ich erstmal den Kommentar gelöscht und weiter unten gelesen. Jetzt verstehe ich auch das "Platzproblem" bei euch Zuhause.

Das tut mir wirklich leid mit deiner Schwiegermama.:-(
Fühlt euch an dieser Stelle fest gedrückt.

Ich hab ehute tatsächlich einen etwas vorweihnachtlichen Post eingestellt. Bei mir gibts eher eine Sommer- als Winterstarre. Und wie jedes Jahr zu dieser Zeit muss ich an dich und deinen Zinkstern denken. Verrückt oder? Soooo lang ist das nun schon her und jedes Jahr aufs neue begleitet mich dieser schöne Gedanke :-)
Liebe Grüße, Jule

SchneiderHein hat gesagt…

@ Jule
Wenn das Ding nicht so sperrig wäre, dann würde ich ihn Dir in diesem Jahr gerne leihen, da er wohl nicht ausgepackt/benötigt wird. Allerdings musste ich gestern feststellen, dass mir Wolfgang den Zugang zum Karton mit dem Stern total verbaut hat und unsere Haus-Mitbewohnerin davor auch noch ihre leeren Kartons sammelt. Ich kann zur Zeit gar nicht zu ihm vordringen ;-(

Den Kommentar hättest Du auch stehen lassen können. Ich habe Dir schon auf Deinem Blog dazu geantwortet.

Für Wolfgangs Mutter war es besser so - sie wäre sonst ein Pflegefall geworden und ins Heim hätte sie auf keinen Fall gewollt. Und leider verweigerte sie auch häusliche Pflege. Sie starb aber schon im Mai 2014 - seitdem ist viel Zeit vergangen ...

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Liebe Silke,
ich freu mich riesig, dass ich dir etwas Inspiration liefern konnte.
Frostig schön ist deine Glassammlung.
Wie es mit dem Wetter nun weitergeht, keine Ahnung.
Im Moment sind wir hier auch vom Frost weit entfernt,
dicke Regenwolken machen sich breit.
Aber deine wunderschöne Dekoration wird ihren Auftritt bekommen,
wenn auch vielleicht etwas später.
Ich wünsche dir viel Freude weiterhin beim Dekorieren
und wünsche euch eine gute Zeit.
Liebe Grüße
Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Im Laufe des Tages konnte ich mir nochmals den Luxus erlauben etwas zu räumen. Und beim Blick auf den Wetterbericht war ich der Meinung ich sollte das Türkis lieber auf Januar verschieben. Doch dann fiel mein Blick auf den Kaufmannsladen mit den hellblauen Schubladen, und ich erinnerte mich, wie schön die weiß-blauen Flügel der Margeritenengel dazu passen. Ich glaube ein Teil unseres Wohn-/Schlafzimmers wird jetzt wirklich leicht eisig bis hellblau. Und vorhin las ich, dass es zum 1. Advent wieder kälter werden soll. Also genieße ich jetzt die Vorfreude ;-)

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Holla, das sind ja nette Sachen, wo ich das jetzt gerade noch sehe ...
Auch das Türkis. Ich hatte ja auch mal viel Türkis, das meiste habe ich allerdings weggegeben. Mich hatte es erdrückt und ich hab' die Verwaltung all dessen nicht mehr geschafft, weil ich ja so viel unterwegs bin. Mit Haushälterin und Verwalterin hätte ich es wohl behalten. - Und die Kinder wollten das Zeug auch nicht. Sie baten mich im Gegenteil schon länger, vor unserem Ableben mal alles auf einen Stand zu bringen, damit sie nicht mehr viel Arbeit mit der Auflösung unseres Haushaltes haben. Und wenn man weiß, es will niemand erben, verschenke ich es gern an jemand, wo ich weiß, es kommt noch in Hände, die diese Dinge gerne mögen.

Ansonsten kenne ich Ähnliches von unseren Verstorbenen auch. Meine Schwiegermutter hatte auch so Einiges, wovon ich noch ein paar Sachen rettete, aber wir hatten andererseits 3 Kinder und nicht unendlich Platz für den ganzen Kram, so daß wir vieles verkauften oder verschenkten. Oder die vielen wirklich schönen Dias meines Schwiegervaters. Doch den Großteil verkauften wir dann doch, denn wer guckt heute schon Dias??? Sowas wird dann für Postkarten verwendet oder einige Buchverlage suchten solche Bilder. Behalten haben wir nur einen ganz kleinen Teil wirklich besonderer Dias, z.B. von Alt-Braunschweig, wie es damals in der Innenstadt aussah - das sind zeitgeschichtliche Dokumente, die hab' ich gern behalten. Während mein Mann sogar dazu neigt, so etwas in den Müll zu geben, doch da protestiere ich dann vehement! Alles was ein anderer noch brauchen kann ist definitiv kein Fall für den Müll!
Jetzt kann ich ja bei Dir das Türkis mit-genießen. :-)



SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ja, in dem Fall macht es dann wirklich Sinn die Dinge bei Zeiten zu verschenken, die man in guten Händen wissen möchte.

Meine Schwiegermutter hatte ja schon seit vielen Jahren das Problem, dass wir das Haus nicht übernehmen wollten. Die Vorstellung, dass es nach ihr nicht in der Familie bleiben würde, hat sie sehr oft beschäftigt. Und ebenso war das mit ihrem und dem Familienschmuck, da der ihrer Meinung nach weitervererbt werden sollte. Traditionsgemäß von der Mutter an die Tochter bzw. jetzt an die Schwiegertochter. Ich trage zwar Schmuck, aber anderen Modeschmuck. Ich mag auch alten Schmuck, nur mag ich ihn nicht tragen. Aber dafür haben wir jetzt zumindest eine gute Lösung gefunden.

Zu dem Thema sich zu Lebzeiten - also rechtzeitig von vielen Dingen zu trennen, habe ich anlässlich eines Kommentars bei 'Und noch etwas für den Herbst…' meine Meinung nochmals zusammengefasst. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Es gibt dank Überflußgesellschaft so viele verschiedene Lebensmodelle und Einflüsse ...

Johanna Gehrlein hat gesagt…

Liebe Silke,
das ist eine schöne Bleikristallsammlung und das erste Mal entdecke ich den frostigen Charme des Materials. Ich habe auch ein paar Stücke, aber nicht im Einsatz. Irgendwie passt es nirgends richtig dazu. Für den Winter könnte das gut so stehen bleiben. Und dazwischen kämen ein paar Schlitten fahrende Bärchen sicher gut zur Geltung. :-)) Sieht nach dem Palast der Eiskönigin aus.
Liebe Grüße, Johanna

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Deine Schwiegermutter kann ich schon verstehen. Denn sie war ja auch Mutter und für Mütter ist es nie so ganz einfach - besonders wenn man nur Söhne hat. Die interessieren sich sehr oft nicht für den ganzen Tüddelkram und denken über Häuser auch oft rationaler. Die Frauen der Söhne haben überdies den größten Einfluß. All das ist emotional besetzt und damit auch schmerzlich, wenn man sieht, dass Kinder gar keinen Wert auf all diese Dinge legen.
Bei meiner Schwiegertochter in spé wäre das zum Teil auch so. Sie mag zwar manches von mir/uns, aber nicht alles. Zum Glück habe ich schon vieles weggegeben, dass ich eigentlich nur noch aufhob, weil die Kinder es evt. man hätten bekommen können. Doch zwei von ihnen sind ungebunden oder wieder solo und bis sich da mal die passende Schwiegertochter fände, sind wir vermutlich schon relativ alt und schon deshalb hätten wir dann keinen so großen Hausstand mehr. Denn all das will ja kontinuierlich bewältigt werden. Da sollten wir beizeiten mit dem General-Aufräumen anfangen. Meinen Kindern möchte ich jedenfalls nicht zumuten, dass sie Tonnen nach meinem oder unserem Ableben zu entsorgen hätten oder sich einen Kopf machen müssten, was sie nund amit anfangen. Das raubt ja sämtliche Energien! Zum Glück war eine meiner Großmütter vernünftig und wir hatten nicht sehr viel Arbeit nach ihrem Tode. Sie hat alles vorher schon erledigt oder erledigen lassen. Und ich habe meinen Kindern immer sehr viel Freiraum gelassen, damit sie glücklich und nicht noch zusätzlich belastet werden, schon gar nicht durch Gegenstände. Die würden dann wohl auch eher wirklich im Müll landen, denn Lust und Zeit haben meine nicht, noch lange in Sachen herumzuwühlen. Doch wegen ein paar Dingen wäre es auch für mich schon schmerzlich - und ich müßte noch zu Lebzeiten jemand finden, der diese Sachen schätzt. Denn für den Müll fände ich es wirklich zu schade und da landen viele Dinge, wenn sie niemand vom Strßaenrand holt oder sie gleich in den Container kommen..
Ich suche gerade die Töchter eine längst verstorbenen Freundin. Gar nicht so einfach. Vielleicht haben die Mädels Interesse. Aber wer weiß.
Den Schmuck wie auch die Kleidung meiner Mutter hätte ich z.B. auch nicht tragen können oder wollen, da ich ein völlig anderer Typ bin. Aber den von meinen Großmüttern. :-) Wobei ich kaum noch Schmuck benutze ... er liegt überwiegend herum. Fortgeben möchte ich die Andenken jedoch nicht, solange ich lebe. Die jungen Leuzte neigen heute dazu, Wertvolles zu Geld zu machen und der Rest kommt auf den Müll. ;-) Kostet sonst alles zu viel Zeit.

Deine Zusammenfassung lese ich noch - muß erst die Mailbenachrichtigung finden ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Johanna
Schön, dass Du nun auch wieder vorbeischaust :-) Ich hatte gestern mal kurz bei Dir durchgescrollt, hatte aber leider nicht genug Zeit, um das Vergangene nachzulesen und einen Kommentar zu hinterlassen …

Ich habe mir vorher auch noch nie Gedanken über die frostig funkelnde Wirkung von Bleikristall und die Verwendung der Vasen als Windlichter gemacht. Das ist die 'Schuld' von Kerstin, die mich in ihrem Herbstpost vom Tablett erst darauf gebracht hat auch noch das Bleikristall zu retten.
Also Bärchen gesellen sich bei uns im Gartenfenster nicht dazu. Aber an unsere Winterelfe habe ich für den Januar auch schon gedacht: http://wwwdekogeruempel.blogspot.de/2010/02/zwischen-weien-vasen.html

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich kann mir gut vorstellen, dass Dich diese Umstände bisweilen beschäftigen und bedrücken. Meine Meinung und wie ich damit zur Zeit umgehe, steht unter dem anderen Post, den Du ja erst nach Deinem Kommentar lesen wolltest ;-)

Übrigens meine ich da den Kommentar @ Ute ...

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Naja, ich kann das schon trennen - Weltliches ist Irdisches und nicht so sehr von Belang wie die spirituellen Dinge, das was eigentlich bleibt und was das Leben, den Menschen als solchen ausmacht. Ich hätte ja auch nicht allen Kram von unseren Verstorbenen haben wollen, so traurig das eigentlich ist, wenn man bedenkt, daß diese Menschen daran hingen und dann landen die Sachen womöglich irgendwann auf dem Müll...Doch Loslassen von Dingen habe ich spätestens 2009 gelernt, da ich damals nicht wußte, ob ich überlebe ... irgendwann müssen wir es alle und so fand ich es gut, es bezeiten schon einmal üben zu können. Bedrückender finde ich die Sache mit meiner Mutter ... da wir da nicht auf einen Nenner kommen (/mit meiner Schwester).
Ich hab' jetzt aber auch ein paar Sachen von meinem Bleikristall hervorgeholt - durch Dich inspiriert - und wenn ich mal dazu komme, hoffe ich, es mal nett arrangieren zu können und zu fotografieren. Oft habe ich eben auch einfach nicht die Energie für sowas auch noch. ;-) Aber das kennst Du ja inzwischen auch. Solange schaue ich mir immer gern Deine Dekorationen an.

Liebe Grüße und ich hoffe, Du/Ihr hattet einen schönen 1. Advent
Sara