Samstag, 7. Februar 2015

Wintergarten mal anders ...


Normalerweise geht man bei dem Begriff Wintergarten von einem 
geschützten, dem Haus vorgelagerten Raum aus. Er ist hell und 
eventuell im Winter auch nicht so warm wie das restliche Haus. 
Im frühen Frühjahr ist es dort meist durch das verbaute Glas 
windgeschützt, und bei Sonnenschein oftmals schon angenehm 
warm. Also ideal für Kübelpflanzen. Andererseits assoziiert man 
mit dem Begriff Wintergarten auch den winterlichen Garten 
bei frostigen Temperaturen oder vielleicht sogar mit Schnee …

Bei unserem Treppenhaus, das irrtümlich mal als Wintergarten 
bezeichnet wurde, haben wir einen Mix aus beidem: Wir haben 
Und zum Süden Oberlichter, die recht schnell im Frühling für 
angenehme Temperaturen sorgen. Dafür schützen uns im Sommer 
das begrünte Dach, und der Durchzug vom Küchenfenster bis 
zur Gartentür vor allzu heißen Temperaturen. Nur im Winter bei 
frostigem Wetter haben wir nahezu gleiche Temperaturen wie 
im Garten. Denn leider haben wir wegen des ungedämmten 
Dachs ein bauphysikalisches Tauwasser-Problem. Und während 
andere ihren Wintergarten dann zumindest temperieren, ist 
bei uns im Treppenhaus die Gartentür zumindest immer 
einen Spalt geöffnetdamit es maximal 4°C Temperatur-
unterschied zur Außenluft gibt.

Und dieses Problem bekamen heute Nacht auch mal 
die armen Schachbrettblumen in ihren Töpfen gleich 
hinter der Iso-Glasscheibe zum Garten zu spüren:

Zunächst dachte ich, dass ich mal wieder die Topfpflanzen 
vernachlässigt hätte. Aber sogar im Raum hinter der Scheibe 
war die Erde gefroren. Wir sollten also leider bei typischem 
Winterwetter einen 'Wintergarten' ganz ohne echte 
Blümchen haben ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Das wären sonst geradezu ideale Bedingungen ... vielleicht warm einpacken, die Pflänzchen. ;-) Irgendwo müssen sie ja bleiben. Aber bei -20 wird es innen sicherlich nicht ebenso kalt?

Steiniger Garten hat gesagt…

Einen Wintergarten hätte ich ja auch gerne (obwohl ich den echten Wintergarten ja hab mit Schnee und Eis). Bei uns hat es noch nicht getaut, das waren Archivfotos, die ich gezückt habe. Sonst bin ich noch lieber auf der Couch, weil draußen so ein Schneesturm ist. Dann hat dich auch ein Infekt erwischt? Ist es wieder besser?
Ich bin schon gespannt, ob meine Schachbrettblumen im Frühjahr austreiben.
Liebe Grüße, Sigrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
So kurzzeitig haben sie es ja zum Glück noch gut überstanden. Und ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass sie so schnell auf die Kälte reagieren würden. Normalerweise nehme ich solche Töpfe dann auch für die paar Tage in den Flur direkt neben die Haustür. Oder ich stelle sie ins Fenster der Kleiderkammer. Daher dürfen es auch immer nur ein paar Töpfe sein. Sonst müssten sie in den zu warmen und zu vollgestellten Keller …

Doch, ich schieb ja schon von dem Weg über den Hof zum Klo. Der einzige Vorteil ist, dass wir dabei ein Dach über dem Kopf haben und nicht sogar noch durch den Schnee laufen müssen. Dicke Socken reichen ;-(

Und für die Außenkübel auf der Betonfläche habe ich mir im letzten Herbst eine gute Iso-Idee überlegt, die aber in diesem Winter bisher noch nicht nötig war: Dank Ebay und anderer Bestellungen haben wir reichlch Schaumflocken, die ich immer noch nicht in den gelben Säcken entsorgen wollte. Wenn die Sträucher & Rosen, die in den Kübeln auf der Betonfläche und sonstwo im Garten bleiben sollen, bald mal größere Töpfe und frische Erde bekommen, dann werde ich den Zwischenraum, der noch zwischen Topf & Leichtbeton-Übertopf besteht einfach mit Schaumflocken als Isoschicht auffüllen und oben mit Shreddermaterial abdecken. Dann ist mir ganz egal wann der Winter kommt. Und wenn er mal richtig fies zuschlägt, dann kann ich immer noch ganz schnell immergrüne Zweige um die Pflanzen stecken und alle zusätzlich mit Luftpolsterfolie oder alten Decken umhüllen ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sigrun
Ja, da hast Du im Moment wirklich noch mehr Wintergarten als wir! Ahnte ich es doch. Aber Deine Konserven-Fotos versüßten mir wirklich den Sonntag ;-) Denn ich darf dem Bett und unserer Maus wohl noch etwas länger Gesellschaft leisten. Aber so mit Garten-TV, www und Wärmflasche auf der Brust lässt sich das ganz gut aushalten. Nur der Service klappt ab heute nicht mehr so gut, da Wolfgang sich inzwischen soweit von seiner fiesen Erkältung erholt hat, dass er wieder ins Büro muss.

Gestern hatte ich trotzdem mal kurz im Garten in die Beete geschaut. Meine frühen wasserblauen Scilla schauen gerade mal 2cm aus der Erde und die ersten Blättchen sind schon wieder angeknabbert. In der Nähe stehen die Schachbrettblumen ;-( Und Lilienhähnchen finden diese herrlichen Glöckchen auch ganz prima …

Meriseimorion Mosaike hat gesagt…

Oh die Armen... ich hoffe sie erholen sich schnell wieder von diesem Kälteschreck!!!
Das macht ihnen doch nichts, oder?
Ich wünsche euch, dir und deinen Blümchen schöne warme Frühlingstemperaturen!!!
Liebe Grüße
Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Als ein paar Stunden später das Tauwetter einsetze, und auch die Erde in den Töpfen allmählich taute, sahen sie schon wieder besser aus. Inzwischen sind die für sie vorgesehenen Übertöpfe auch endlich frei, und sie haben jetzt den Platz hinter der Scheibe, den schon andere Schachbrettblumen vor ihnen hatten.
Das war einfach eine unglückliche Fügung, dass ich Ende Januar beim Blümchenkauf für den Geburtstag meiner Mutter schon diese Töpfe für mich entdeckte. Normalerweise finde ich sie erst Mitte Februar in den Läden. Und dann wären auch endlich die grauen Töpfe aus der Engeldeko frei gewesen. Jetzt habe ich neben der Gartentür einen Hauch echten Frühling, denn schon bald öffnet sich das erste Blütenglöckchen. Und das wird dann hoffentlich auch nicht angeknabbert ;-)