Dienstag, 17. Dezember 2013

creme-goldene Strukturkugeln


Da ist meine Mutter fast 1 1/2 Jahre mit ihrem renovierten 
Wohnzimmer zur Straße überhaupt nicht 'warm geworden' - 
und nun fügt sich alles zu einem harmonischen Bild, als ob 
diese Dinge extra so zusammengekauft wären:

Eine Gardine für das Blumenfenster zu finden, das fiel uns 
unheimlich schwer. Denn sie sollte wie der frühere zu dunkle 
Bekleidungs-Stoff sowohl senkrecht als auch quer dekoriert 
werden. Auch die Transparenz war uns sehr wichtig. Und dann 
auch noch der Wunsch hell, aber nicht weiß. Erschwerend kam 
so gar nicht zu den aktuellen Farbpaletten der Raumausstatter 
passen wollte. Wie gut, dass meine Mutter noch ihr in die Jahre 
gekommenes aber vertrautes Wohnzimmer zum Garten hatte. 
Und im Sommer in ihren Wintergarten ausweichen konnte ...

Diesen extrem empfindlichen champagnerfarbenen Stoff 
fand ich dann nach langer Suche plötzlich im www. Ich war 
sofort begeistert und bestellte hier das Muster. Nur meine 
Mutter und ihre 'Entscheidungsfreude' verzögerte die Gardinen-
wahl noch um einige Monate. Denn diesen nur aus verwobenen 
Fäden zusammengesetzen Stoff selbst zu nähen, das würde 
eine echte Herausforderung werden. Also begann die nächste
Runde der Raumausstatter-Besuche. Es gab wunderschöne 
Textilien, aber nichts wollte so richtig zu dem alten 50er-
Jahre Blumenfenster passen. Und die Stoffe, die uns zugesagt 
hätten, die hingen zwar noch im Showroom, waren aber 
nicht mehr lieferbar. Also bestellte ich dann doch nach einigen 
Monaten, und wir waren vom Material und dem dezenten 
Glanz des Gardinenstoffes begeistert. Nur berechtigterweise 
graute meiner Mutter vor dem Nähen der Kanten. Und auch 
das Dekorieren, gestaltete sich noch schwieriger als erwartet. 
Doch zum Glück kam uns der Zufall zu Hilfe, denn der Polster-
möbelverkäufer, bei dem meine Mutter im Frühsommer - nach 
jahrelanger Suche, endlich 'mit einigen Kompromissen' eine 
neue Garnitur für ihr Wohnzimmer zum Garten fand, der bot 
auch Raumdekorationen an. Nach einer ausgiebigen Detail-
besprechung vor Ort - und einem Muster, das meine Mutter 
extra dafür aus Papier angefertigte, um ihre Vorstellung zu 
verdeutlichen, hing im September endlich eine neue Gardine 
im Blumenfenster. Aber der lange harte Weg hat sich gelohnt!

Nachdem sich dann für das zweite Fenster im Raum irgendwann 
im Oktober auch noch eine passende Übergardine fand, wurde 
der Raum schon etwas wohnlicher. Nur die Tischdeckenfrage 
ist bis jetzt noch nicht gelöst ...

Doch diese kleine Ecke zwischen Blumenfenster und der Vase, 
die früher in der 'guten kalten Stube' meiner Erbtante stand, 
die ist nun endlich harmonisch: Dazu brauchte ich nur einige 
besondere Kunstgrünzweige vom Dachboden zu holen und 
die kleinen creme-goldenen Strukturkugeln aus den 90ern 
in den Zweigen zu verteilen. 

Die Vase verbindet nun das Fenster mit den kleinen Sideboards
Diese Couchtische entdeckte ich im letzten Jahr zufällig bei Ebay 
und verpasste sie meiner Mutter zu Weihnachten. Denn auch diese 
Entscheidung welche Kleinmöbel den alten häßlichen Schrank 
ersetzen sollten, war bis dahin ein ähnliches Abenteuer, das ich 
dann einfach mal nach einigen Monaten abkürzen konnte ...

Foto: S.Schneider


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