Mittwoch, 3. Juli 2013

Vorgartenstrauß


Als wir 1996 unseren Wildwuchsgarten anlegten, hatte ich 
davon geträumt, dass ich mir üppige Blumensträuße aus dem 
Garten schneiden könnte. Doch dazu ist es nie gekommen, 
da die Blütenmenge nie so überschwänglich war. Mal wieder 
lagen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander ...

Allerdings mag sich unser sonniger Vorgarten so gar nicht 
an die vordere Hecken-Begrenzung halten. Dort musste ich 
heute einen riesigen Zweig der Kartoffelrose - Rosa rugosa, 
einige Glockenblumen, Saatstände von Akeleien und noch 
weitere Wickenranken zum Fußweg entfernen. Wie gut, dass 
mir Wolfgang vor einigen Jahren diese extrem standfeste 
violette Vase schenkte. So bekam das Schnittgut den nötigen 
Halt, und die Keramik-Vase einen Platz auf dem sonst nur 
grünen Hochbecken. Jetzt habe ich einen Vorgarten-
Blumenstrauß im Garten ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Das geht mir ebenso wie dir, manchmal habe ich einfach zu wenig, um einen schönen Strauß zu machen. Bis ich dann wieder in den unteren Garten gehe und die zwei Frauenmantel-Stauden entdecke, die vom Nachbarn heftig in meinen Garten wachsen. Da bin ich nicht böse darüber, denn da schneide ich mir einen Strauß davon, füge einige Bronzefenchelstiele ein, und das hält wunderschön eine ganze Weile.

Irgendwie findet man immer etwas.

LG, Brigitte

Herz-und-Leben hat gesagt…

Bei mir wird das ja - hoffentlich - bald anders sein. ;-) Im Sonnengarten gibts an sich ja mehr Blüten. Nur sind meine Pflanzen alle noch ein wenig klein, um da groß was für Vasen abschneiden zu können.
Denn ansonsten ist es ein fruchtbarer Boden und die Blühpflanzen gedeihen gut und blühen prächtig.
Solch wilde Sträuße mag ich auch am liebsten oder einmal quer durch den Garten - neben Rosen pur ...

Liebe Grüße
Sara

Petra hat gesagt…

Meine Rosen blühen in diesem Jahr sehr schön - da bin ich ganz glücklich. Andere Blumen setzte ich kaum, da mir die Schnecken immer die Blüten und Blätter auffressen .....

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Blüten sind mir immer zu schade zum Schneiden. Beide Gärten sind ab dem Frühsommer eigentlich nicht besonders blütenreich. Daher schneide ich nur versteckt stehende oder eben auch ab und an mal Grenzpflanzen. Aber Varianten von Grün gibt es dafür reichlich, um damit haltbare Kunstblumen aufzupeppen ...

@ Sara
Im nächsten Jahr sieht das bei Dir im Garten bestimmt schon ganz anders aus!

@ Petra
Bei uns waren die Rosen teilweise üppig. Manche hatten durch den Winter gelitten. Aber das Blühergebnis war recht gut, da das Wetter mitspielte. Nach dem Frühsommer ist es bei uns sonst auch blütenarm - eben wegen der Schattenflächen & den Schnecken ;-)

HERZ-UND-LEBEN 2 hat gesagt…

Im Moment tendieren wir eher zur Wohnung. Seit wir jetzt im Urlaub waren, habenw ir gesehen,wie angenehm das sein kann, sich um "nichts" kümmern zu müssen. Das kannten wir ja gar nicht mehr.
Freilich ist da die Frage mit den Nachbarn, der Hausgemeinschaft ... man weiß nie, was man da bekommt ...oder ein ganz kleines Häuschen, wenn unser letztes Küken ausgeflogem ist. ;-) Wir glauben nicht, daß es uns hier lange hält ... dann umfaßt mein Blog irgendwann möglicherweise 3 Gärten oder sogar mehr ;-) :-)

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich bin wirklich gespannt, wie Ihr Euch entscheidet. Auf jeden Fall ist das Leben ohne Garten doch ganz anders. Ich wollte es 1995 zunächst ja nicht wiederhaben, da ich das Stadtleben 10 Jahren kennen- & lieben gelernt hatte. Aber im Nachhinein passen jetzt Haus & Garten besser zu uns. Vor allem ist es mit Katzen angenehmer. Solange wie die beiden grauen Damen noch leben, werden wir grundlegende Entscheidungen bzw. große Sanierungen am Haus wohl vor uns herschieben ...

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Wenn ich das jetzt so lese .. habe ich immer noch keine üppigen Blumensträuße ;-)
Da gehört schon was dazu! Vielleicht gerade noch vom Flieder ... wobei der Weiße nicht einmal blühte in diesem Jahr.

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Und apropos Wohnen .. Haus und Garten haben schon was - man hat auch nicht unmittelbar mit anderen Mitbewohnern zu tun. Das kann sehr lästig sein. Aber mein künftiger Garten müßte dann NOCH kleiner sein. ;) Nun, noch sind wir ja hier und das wird sich auch nicht Hals über Kopf ändern ... doch ist unser jetzigen Haus auch kein Alters-Haus, in dem man noch wohnen bleiben könnte, wen man einmal krank würde, das Treppensteigen nicht mehr möglich wäre. Schlafen kann man unten nicht, der gesamte Wohnraum ist offen zur Küche hin. Da kann keiner dtagelang campieren, so daß sich alle dabei wohlfühlen. Doch oben kann auch niemand tagelang bleiben, da Wesentliches sich eben unten befindet. Nicht alle modernen Häuser sind eben sinnvoll geschnitten und nur was für junge gesunde Leute. ;-)
Aber gut, so langsam gewöhne ich mich an unseren Ort und der Garten ist ja auch gut im Werden.Eine weitere Notlösung käme nicht in Frage. Da müßte uns schon DAS Objekt über den Weg laufen ... aber vielleicht eher Bungalow oder mit kurzer Treppe und ausreichend und lieber kleineren funktionalen Räumen im Erdgeschoss.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Na, Sommerflieder hast Du nun ja dank des windigen Wetters als Straußmaterial zur Verfügung ;-(. Ich habe auch nur Schnittblumenmaterial im Vorgarten und etwas auf dem Hof. Aber auf dem Hof habe ich auf der Kommode jetzt auch eine Vase stehen, in die der Grenzschnitt kommt. Denn Lein, Glockenblumen, Zitronenmelisse, Schafgarbe und Feinstrahl samen sich mit Hingabe immer an der kleinen Grenzaufkantung zum Nachbarhof aus. Daher schneide ich dort die Blümchen möglichst immer bevor die Saat abfällt - in der Hoffnung, dass sich die Saat dann am 'Gehölzrand' vor dem Haussockel entwickelt.

Tja, es ist gar nicht so einfach etwas altersgerechtes zu finden bzw. so geschickt umzubauen oder zu sanieren. Ich überlege auch seit einigen Monaten wie wir hier wenn lieber gleich altersgerecht sanieren können, da die 5 Metallstufen zum Bad und zur Haustür sowie der schmale Durchgang vom Treppenhaus zum Flur auf Dauer Probleme mit sich bringen könnten. Aber das Thema Sanierung haben wir jetzt gedanklich erst mal auf 2017 verschoben und nehmen nur dringend erforderliche Maßnahmen wie den Steg hoffentlich bald in Angriff ...

Sara Mary © Mein Waldgarten (© Herz und Leben) hat gesagt…

Sommerflieder habe ich schon, der Wind hat gar nicht mal viel abgebrochen. Heute habe ich aber welchen geschnitten. Vieles ist schon braun. Und alles wollte ich auch nicht abschneiden. Wer weiß, wie viele Knospen der noch neu bilden kann. Er steht jetzt in einer hohen Vase auf unserer Treppe im Haus. Im Garten mache ich es auch so, daß manches Abgeschnittene oder versehentlich abgerissene in Kannen oder andere Gefäße kommt. Es ist einfach zu schade, um es wegzuwerfen.

Bei einem nochmaligen Umzug würde ich unbedingt an das Alter denken, sonst zieht man nochmal und nochmal um. Man weiß es vorher zwar nie genau, aber es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man weiß, es ist bis ins hohe Alter passend. Daher gibt es für uns wohl auch keinen schnellen Umzug mehr, es sei denn, außergewöhnliche Dinge würden passieren ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Schön, wenn der Wochenendsturm bi Euch auf den zweiten Blick doch nicht so sehr gewütet hat!
An meinen 2 gekauften Sommerflieder-Töpfen werden auch erste Rispen braun, die im Vorgarten bei uns fangen erst an. Und in BS hatte der letzte Ausgesamte an der Grenze zwar ein paar Sturmschäden, aber genau in der Höhe, wo es ohnehin Ärger mit dem Grenzgänger gegeben hätte. Die stehen nun bei meiner Mutter in der Vase im Wintergarten. Solche zufälligen Gartensträuße sind mir jetzt eigentlich viel lieber.
Ich habe bei dem Grenzgänger im letzten Jahr auch festgestellt, wenn man das Braune kontinuierlich schneidet, hat man ziemlich lange was von der Blüte - auch wenn die Rispen dann immer kleiner werden.