Samstag, 19. Januar 2013

Ein sentimentaler Tag und die Folgen


Heute hat mein Vater Geburtstag. Und in den letzten Jahren 
erinnere ich mich an diesem Tag sehr gern daran, dass er und 
meine Mutter mir bereits in Kindertagen die erzgebirgische 
Figurenwelt nahegebracht haben. 

Ausgerechnet heute, als ich eigentlich ganz bestimmte Blumen-
kinder in meinen Kisten suchte, fiel mir ein kleiner Karton mit 
aussortieren Figuren in die Hände. 'Erzgebirge - Ebay' stand da 
drauf. Und drin waren Dinge aus ersteigerten Ebay-Konvoluten, 
von denen mich damals immer nur zwei oder drei besondere 
Teile reizten. Der Rest war für mich einfach uninteressant und 
sollte irgendwann dann einmal bei Ebay in einer anderen 
Zusammenstellung in einem Konvolut landen ...

Doch in der Osterzeit hatte ich den Bären-Kaufmannsladen 
zum ersten Mal als erzgebirgisches Lädchen mit Allerlei 
österlichem Krempel umfunktioniert. Und inzwischen ist er 
als Weihnachtsladen mit den Figuren aus meiner Kinderzeit 
angefüllt. Doch da er noch etwas Freifläche bot, lag es nahe, 
die ausgemusterte Figuren-Mischung dort mit unterzubringen. 
Denn warum müssen Invaliden wirklich nur ein Kistendasein 
führen, um irgendwann eventuell als Ersatzteillager zu dienen?

 So reihten sich auch diese Fremdfiguren in die 
ohnehin schon recht bunte Laden-Mischung ein.

Und als die Auslage nachdekoriert war, holte ich auch die für 
meinen Geschmack viel zu grell-bunten KWO-Winterkinder 
wieder hervor. Ich hatte sie mal relativ günstig bei Ebay 
ersteigert, aber bald darauf zum Verkaufen verpackt. Denn 
inzwischen habe ich die Kinder der 50er mit ihren dezenteren 
Farben kennen und lieben gelernt. Doch heute kam ich zu 
dem Entschluß, dass genau diese Kinder eine Farbigkeit 
besitzen, wie damals, als ich mir so oft an den Weihnachts-
Schaufenstern die Nase platt drückte. Und wenn mir meine 
Mutter zu der Zeit auch noch die vier Winterkinder in den 
Adventskalender gepackt hätte, dann würden die Figürchen 
wahrscheinlich sehr ähnlich aussehen.

 So wurden nun auch sie in der Auslage untergebracht.

Und plötzlich war es auch ganz selbstverständlich, dass die 
unvollständige naturbelassene Kurrende-Gruppe wunderbar 
zum kleinen Weihnachts-Marktstand passt:
Die hölzernen Spielzeug-Anhänger hatte ich übrigens 
bei der Wohnungsauflösung in Dresden bei meinem Vater 
in einem Schrank entdeckt. Und hier haben sie nun in der 
Weihnachtszeit endlich den passenden Platz gefunden ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

mausimom hat gesagt…

Ach wie schön!!! Ich hab Dich schon vermisst und jetzt kommst Du mit diesen wunderschönen Figürchen um die Ecke ;o)

Petra hat gesagt…

Na, zu einem Kaufmannsladen gehört ja ein reichhaltiges Angebot :-)
Sieht wirklich richtig hübsch aus diese bunte kleine Kaufmannswelt.

Heidrun hat gesagt…

Wunderschön wie Du diesen Figuren ihren Auftritt verschafft hast - toll
LG Heidrun

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Ach wie gern hätte ich schon früher gepostet. Aber der Fluch der Technik hatte mich voll im Griff. Und so ganz glücklich bin ich nun immer noch nicht. Da einige Funktionen der Programme für mich jetzt nicht mehr so komfortabel sind - oder ich sie noch nicht wiedergefunden habe ;-)

Aber wenn es die Zeit zulässt, dann geht es hier nun weiter. Ideen habe ich ja immer reichlich. Nur mit dem guten Fotolicht war es in den letzten Wochen auch extrem schwierig ...

@ Ute/Petra/Heidrun
Einige der Dinge im Laden haben wirklich einen besonderen Charme. Aber es sind auch ziemlich schräge und grell-bunte Figuren darunter. Manches davon kam wohl auch schon aus fernen Ländern ;-) Denn das Taschengeld reichte manchmal auch nur für Woolworth. Aber Kinder haben nun mal einen anderen Geschmack. Und es sind jetzt einfach niedliche Zeitzeugnisse, die sich hier versammeln. Und im nächsten Jahr werden wahrscheinlich andere Dinge den Laden in der Weihnachtszeit bevölkern ...

Brigitte hat gesagt…

Hab eben erst entdeckt, dass du auch hier wieder tätig gewesen bist.

Wenn ich's mir so betrachte, dann muss ich schon sagen, es ist verständlich, dass man da gerne wieder Kind wäre. Und die Zeit vergessen könnte.

Lieben Gruß, Brigitte

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Och nö, Kind sein muss nicht nochmal sein - aber träumen schon! Ich erinnere mich einfach gern daran zurück, wie ich auf der langen Fensterbank zum Garten mit den Engeln & Co abends gespielt habe, nachdem ich den Tag im Ideallfall beim Schlittenfahren im Wald verbrachte. Also ein perfekter Ferien-Wintertag ...
Heutzutage 'spielen' wir da lieber mit den Bären und lassen sie idealtypische Tage 'erleben' ;-) Es ist wirklich erstaunlich, wie man an so einem Tag in den kleinen Welten auftanken kann.
Wenn ich nun noch unser Lagerproblem besser in den Griff bekäme, wäre es perfekt ...

So langsam freunde ich mich mit meiner neueren Programmversion, dem Sortierprogramm & dem Laptop an. Nur zur Zeit ist einiges noch recht zäh. Über 6 Monate habe ich nun kaum noch Bilder bearbeitet und sortiert. Bis es wieder wie früher flutscht, wird es wohl noch dauern. Da verliere ich eben manchmal die Lust :-(
Und wahrscheinlich brauche ich noch ein paar Tage, bis es auch auf den anderen Blogs auch weitergeht. Für den Garten fehlt mir im Moment der Sonnenschein, und Maus & Allegra wechseln nur noch die Schlafplätze ...