Freitag, 16. März 2012

Weidenmantel für einen Narzissentopf


Heute schmücke ich mich mal mit fremden Federn,
denn diese Idee stammt von meiner Mutter. Und
als ich heute
in ihren Garten kam, führte sie mir
stolz ihr neues Weidengeflecht im Beet vor:



Diese Narzissen aus der Vorjahresdeko hatten wohl im Januar/Februar
unter dem Glasdach zu viel Frost abbekommen. Sie bleiben jetzt
anscheinend kleinwüchsig. Im Wintergarten bildeten sie zwar auch
einen schönen Farbtupfer, aber hier im sonnigen Südbeet beleben
sie zur Zeit eine noch etwas farblose Ecke. Doch im Terracotta-
Topf nur ins Beet gestellt, gefielen sie meiner Mutter nicht. Daher
versenkte sie den schwarzen Plastiktopf etwas im Erdreich und
verhüllte den unansehnlichen Topf mit Kaninchendraht sowie frisch
geschnittenen Korkenzieherweiden. Und neben dieser schönen Idee
ist es noch beachtlicher, dass sie sich trotz Arthrose in den Händen
solche Arbeit überhaupt zumutet ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Petra hat gesagt…

Das Körbchen ist wirklich hübsch geworden...ich finde es immer gut, wenn die Blumen etwas kleiner bleiben und nicht ganz so in die Höhe wachsen......

SchneiderHein hat gesagt…

@ Petra
Das kommt auf den Standort an ;-) Im Verhältnis zu dem hohen Topf wäre mehr Höhe gut gewesen. So sahen die Proportionen im Wintergarten im Übertopf komisch aus. Leider konnten sich die kleinen Narzissen draußen auch nicht recht erholen. Der Frostschaden war wohl doch zu groß, denn fast alle Blätter bekamen wenig später braune Spitzen und auch sonst sahen die Pflänzchen verkrüppelt aus.

Vor einigen Jahren hatte ich meiner Mutter mal Mini-Priemeln alsFrühlingsboten fürs Haus gekauft. Die litten schnell in ihrem kleinen Topf. Von solchen Bonsai-Pflänzchen lasse ich in Zukunft die Finger ...

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Sehr hübsch! Kompliment an Deine Mutter!!!
Leider würde ich das so dekorativ nie hinkriegen. Habe auch nicht die Geduld für sowas, von den dafür eher linken Händen abgesehen ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wenn ist es eher eine Frage der Geduld ;-)
Das Gerüst besteht aus Kaninchendraht und durch die Maschen wird dann nur unregelmäßig frische Weide gezogen. Anschließend wird der Draht zu einem Ring um die Pflanze gelegt und die Enden werden mit Draht fixiert. Wahrscheinlich sind die Weiden nach einem Jahr spröde und brechen. Aber zur Zeit sind die Körbe mit Laub gefüllt und schützen die Rosen. Wird der Winter richtig kalt, werden noch ein paar immergrüne Zweige zum zusätzlichen Schutz in den Ring gesteckt. Die halten dann auch bei gefrorenem Boden noch ganz gut.
Und im nächsten Jahr gibt es neues Schnittgut. Nur stellte meine Mutter heute fest, dass ich doch mal Draht mit größerer Maschenweite besorgen sollte, denn so ist die Fädelei sehr mühsam ...

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Aach so - der Kommentar ist noch nicht veröffentlicht - das, was Du hier geschrieben hast ist sicherlich Dein Kommentar unten oder stand das über die Arthrose Deiner Mutter noch nicht dort? Dann habe ich es beim ersten Mal überlesen ...

http://mein-waldgarten.blogspot.de/2012/11/5-x-2-stunden-laubfegen.html

Allerdings kenne ich das von meiner Mutter auch. Ihre Hände waren kaum noch zu gebrauchen, sie hatte erst vor kurzem eine Karpaltunnel-OP, nachdem sie das wirklich SEHR lange rausgeschoben hatte, bis fast der Nerv abgestorben war. Noch Wochen nach der OP hat sie nun Nervenprobleme in der Hand ...
Aber sie hatte auch immer schon eine wesentlich schönere Handschrift als ich. Mit den manuellen Fähigkeiten kann das schon sehr unterschiedlich sein, auch veranlagungsgemäß. Ergotherapeuten oder Motopäden setzen da ja schon in der Kindheit an. Aber damals hat sich gewiß niemand drum gekümmert, wenn ein Kind manuell "ungeschickt" war. ;-)
Nee, ich bin eher ein Kopfmensch, denn ein Handarbeiter und bei mir wird alles immer irgendwie nicht so, wie ich es gern hätte. Deshalb lasse ich weitgehend die Finger davon. Es muß einem schließlich auch gefallen und die Werke Anderer gefallen mir da meist sehr viel besser.

Alles Liebe nochmal
Sara