Mittwoch, 28. März 2012

Terracotta am Teich


Gestern war endlich ein herrlicher Frühlingstag, an dem Deko-
Freizeit & Wetter perfekt zusammenpassten. Inzwischen war
auch schon das vordere Hochbecken am Teich vom herab-
gewehten Buchenlaub aus Nachbars Garten befreit. Und vor
der Teichmauer hatte ich vor ein paar Tagen einige Zeit damit
zugebracht
das Habichtskraut zum Teil aus den Steinfugen zu
entfernen. Aber trotzdem ist der Bereich vor der Mauer
und
auf den Hochbecken noch immer Zeckengebiet. Und Allegra
bringt sich vom Grasen an der frischen Segge so manches
Tierchen mit. Aber das ist auch kein Wunder, wenn in dieser
verwunschenen Ecke
im Juli vor 2 Jahren sogar Igelbabys ge-
macht wurden
! Daher sind die schönen Zeiten im Garten
vorbei, wo ich spontan dekorieren konnte. Mal hier oder
dort ein paar Zweige irgendwo im Garten schneiden endet
oftmals mit einem Besuch an der Glasflasche mit Chlor-
reiniger, um wieder eine Zeckenlarve, eine Nymphe oder
ein ausgewachsenes Zeckentier zu beseitigen. Daher sind zu-
mindest Gummistiefel, dünne Plastikhandschuhe und helle
Kleidung in den meisten Bereichen des Gartens inzwischen
Pflicht. Aber trotz all' dieser nötigen Vorsichtsmaßnahmen
habe ich nun auch beim Dekorien am Teich meine Dekolust
wiedergefunden. Und es wäre sehr schade gewesen, wenn
diese mit den Jahren gewachsene Terracotta-Sammlung
auch dieses Jahr zu Ostern in den Kästen geblieben wäre:

Das Häschen, das mir meine Mutter als 'Startkapital'
vor vielen Jahren einmal schenkte, freut sich nun
endlich über die frische Luft und das Kaninchenheu.

Zuerst hatte ich das Buchenlaub sorgsam vom Hochbecken
entfernt, und dann war mir plötzlich der Untergrund zu kahl.
Da traf es sich gut, dass es in der Garage noch einen Beutel
Kleintier-Wiesenheu für das Hochbecken zum Abdecken und
für den Kartoffelkorb mit den Eiern gab!

Die 3 Vasen standen bereits im letzten Jahr hier,
aber sie behielten damals leider eine Solitärstellung.


Der kleine Kletterhase, den meine Mutter und ich vor langer Zeit
mal gemeinsanm gekauft hatten, hat zu kleine Pfoten, um sich
selbst am dicken Vasenrand zu halten. Da muss der arme Kerl nun
einige Zeit mit einer Schlinge um den Hals leben ...


Und diese Mutter mit Kind brauchten ein paar Jahre, um
zueinander zu finden. Sie lebten in verschiedenen Läden.
Eventuell war das späte Kind ein kleiner Ladenhüter, der
mir vorher nicht aufgefallen war. Auf jeden Fall haben sie
dank Ebay seit diesem Jahr sogar ein schlichtes Ei!

Und ein großer Teil der Eier-Sammlung ...

hängt jetzt im Birkenreisig.

Diese dazugestellten Zweige hinter dem Kupferkübel
haben absichtlich keine Wasserversorgung. Denn ich
möchte das Reisig gern als Füllmaterial für den Kübel und
als Rankgitter für den Winterjasmin dort stehenlassen
.

Neben der Mauer hat die Gans wieder ihren Stammplatz
eingenommen. Und eine Eierkiste darf auf der Bank
natürlich nicht fehlen ...


Fotos: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Na, das liest sich hoffnungsvoll und ist auch mal wieder wunderschön anzuschauen! Wäre wirklich schade gewesen!
Die Eier am Strauch gefallen mir auch besonders gut. Ist das auch Terracotta?
Wer weiß - vielleicht mache ich es in einem nächsten Garten ja auch alles wieder ganz anders ...

Liebe Grüße
Sara

Petra hat gesagt…

Oh, das sieht wirklich toll aus und passt alles super zusammen. Auf dem letzten Bild unten rechts hat sich eine Ente eingeschlichen - ist die von Thun?

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Danach kam es leider aber ganz dicke: Denn tagelang konnte ich mich kaum bücken bzw. etwas leichtes tragen. Und nur, weil eine kleine Wunde auf dem rechten Schulterblatt anscheinend direkt auf einen Nerv drückte. Fast 2 Wochen war ich extrem eingeschränkt. Komisch, immer wenn ich hoffnungsfroh bin, 'dass ich mal was wegwuppe, dann gibt's ordentlich was auf den Deckel!' Ich kam mir echt blöd vor, wenn ich mit kleinen Würstchengläsern in der rechten & linken Hand in den Garten zog um meine Rosen zu gießen. Autofahren war auch zu gefählich, da ich zweitweilig kaum Kraft in der rechten Hand hatte. Ganz schön blöd, wenn Nerven nerven ;-)
Wenn ich Pech habe, dann hatten die Borrelien die Nerven attackiert. Es gibt auch noch eine Reihe wechselnder Beschwerden, die zwar noch erträglich sind, aber extrem gut zur Symptomliste von Borreliose passen. Ich muss wohl doch im Winter auf die Antibiotika-Langzeit-Therapie einstellen :-(

Daher habe ich nun dekotechnisch auch in diesem Jahr wieder nur einen Teil geschafft. Nur mit voller Kraft hätte ich das Pensum, auf das ich mich so gefreut hatte, schaffen können. So fand Ostern im Dekostau statt. Aber das war mir lieber als irgendwann nur mit Schmerzen in der Ecke zu sitzen.
Aber trotzdem habe ich noch genug Posts, die ich hier nach und nach einstellen werde. Doch teilweise sind die Fotos noch gar nicht gemacht bzw. noch nicht so, wie ich mir vorstelle. Hier wird es also noch länger österlich bleiben ...

Ich hatte eben auch mit Wolfgang überlegt, ob nun Terracotta oder nur einfacher Ton. Ich vermute, einige Eier & die drei Vasen sind tatsächlich Terracotta, die meisten sind aber nur aus Ton. Nur er hatte damals, als er den ersten Post 2007 zu dieser Osterdeko am Teich schrieb, die Bezeichnung verwendet. Und ich habe sie einfach übernommen.

Ich ertappe mich dabei, dass sich alle Gartenbereiche, wo ich Einfluß auf die Gestaltung hatte/habe nach einiger Zeit reichlich Ähnlichkeiten aufweisen. Obwohl die Grundanlage der Gartenfläche oftmals unterschiedlich war. Die Tendenz sind meist strengere Formen, die die Natur dann wieder erobern kann ...

@ Petra
Ich weiß es nicht genau wann, aber ich vermute inzwischen ist das auch eine An-Sammlung seit dem Frühjahr 2000, als durch die Haussanierung die Mauer hinter dem Teich freigelegt wurde. Zu der Zeit war Terracotta gerade mächtig 'in' und da hatte ich die ersten recht teuren 9 Eier beim Kaufhof entdeckt. Nach und nach wurde es dann mehr.

Aber egal welcher Stil oder welche Farbe - ich habe festgestellt, dass man instantmäßig in einem Jahr/Saison eine Deko nur mit viel Aufwand zusammenkaufen bzw. sammeln kann. Auf mich wirkt das dann meist zu clean & leblos, was dort in den Geschäften als Deko-Inspiration steht ...

Die Ente mit ihren Kindern kommt später nochmals als eigener Post. Sie ist allerdings schon älter, kommt aus dem Wiglo-Wunderland und taucht hier schon 2 oder 3x auf dem Blog auf. Und die ältere Vorlage für diese wohl asiatische Billigproduktion hatte ich im www auch zufällig entdeckt.
Thun, die Firma/Produkte sagen mir nichts!?
Aus der Vergangenheit kenne ich da nur Matteo Thun, der unter anderem als Kannen-Designer für Memphis in den 80ern tätig war.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Oh, Du Arme!
Solche Zeiten kenne ich auch noch. Da jagte eine Krankheit die andere. Die Zeit der Wechseljahre ist eben nicht so einfach. Wenn es auch Frauen gibt, die diese Zeit sang- und klanglos überstehen.

Ich hab' früher ja mal eine Zeitlang getöpfert, von daher interessieren mich Sachen aus Ton auch ganz besonders.

Was die Deko in den Läden betrifft, da gehts mir auch oft so wie Du es hier beschreibst, einfach leblos oder zu "schön", als daß es für mich schön sein könnte, eben zu clean! ;-) So gerne bin ich von daher schon heute gar nicht mehr in der Stadt, um mir das anzusehen.

Apropos Thun, weil ich das gerade lese ... die kannte ich auch und habe mal eben gegoogelt

http://www.altstadtladen.at/altstadtladen%20shop%20factory/contents/de/d137.html

http://www.porzellantreff.de/de/search/thun-figuren

Lieber Gruß
Sara