Freitag, 3. Februar 2012

Wintervögel im Anemonenschnee


In den letzten Tagen wurde die Sonne schon spürbar intensiver.
Und in Kombination mit der eisigen Kälte
verlockte mich das
Wetter endlich mal zu einer kleinen Winterecke neben dem
Fernseher. Auf dem Gartentisch steht seit Ende Januar wieder

das Futterhaus für die hungrigen Vögel und die Apfeletagere
mit den jetzt leuchtend orange-roten Äpfeln, wird von den
Drosseln gut besucht. Vor diesem Hintergrund befindet sich
inzwischen - passend zum Wetter - diese Winterszene:

Gern hätte ich für die frostigen Tage nicht nur unserem Maximus
eine Winterausstattung gestrickt. Aber für die Gartenvögel wären
Pulli, Mütze & Schal,
so wie diese Zimmervögel sie tragen, bei
der Futtersuche bestimmt hinderlich ...

Da ich wegen unserer Katzen keinen Kunstschnee für die Deko
verwenden möchte, kam ich vor einigen Jahren auf die Idee
die flockige Saat von
Herbstanemonen als Deko-Schnee zu
sammeln. Allerdings sollte bei einem so dekorierten Bereich
möglichst Durchzug vermieden werden. Denn diese Art von
'Schnee' hebt erstaunlich schnell ab.

Die kleine Mooskiste, auf der die Vögel sitzen und in deren
hinterem Bereich sich Rosengestrüpp und Reste der Herbst-
anemonen befinden, ist seit Jahren universell einsetzbar.
Eigentlich war sie
im Januar 2008 ein ungeplanter Spontan-
kauf
. Und im Gartencenter war die kleine Holzkiste bestimmt
nur eine nettere Umverpackung für das Dekomaterial Moos.
Nie hätte ich erwartet, dass dieser kleine Kasten so oft Ver-
wendung in meinen Dekorationen finden würde: Mit blauen
Anemonen im Flur bei meiner Mutter
, im Treppenhaus als
Echsen- oder Hasen-Untergrund auf der Zinkvase, auch diente
sie schon
als Meisen-Sitzplatz und als Hintergrund vor dem
Kellerfenster
zu Ostern oder zu Weihnachten. Das sind
nur einige wenige Beispiele.

Auch das Vogelhaus aus dem Post vom Januar 2008 ist
ebenso unverwüstlich wie die kleine Mooskiste und
jeden Winter wieder schön anzuschauen.

Die künstlichen Mohnkapseln schummelten sich im Laufe
der Zeit schon in so manchen Blumenstrauß und hatten
dann hier
fast einen Soloauftritt. Ich bin mir sicher, dass
ich an ihnen noch lange Freude haben werde und sie
auch noch mehrmals Verwendung finden.

Die Tüten mit dem Schaummaterial, aus dem Kinder normaler-
weise bunte Ketten fädeln sollen, hatten zuerst uns
und unsere
Bären prima beschäftigt
. Später entstanden daraus dann An-
hänger für die trockenen Zweige im Katzenfenster
. Diese
Elemente könnte ich auch bald mal wieder nutzen!

Auch die Ostereier in rot & grün und der Korb, sowie das Filz-
set, unterliegen mit ihrer schlichten Form nicht unbedingt einer
Mode. Jedenfalls gefällt mir diese Flurdeko aus dem Jahr 2009
noch immer. Und daher kann ich sie mir auch in anderen Räumen
gut vorstellen.

Nun fehlen neben etwas Dekozubehör nur noch die Blumenzwiebeln
aus meinem Kaufrausch-Post vom Januar 2008: Die Haltbarkeit
der Zwiebeln war leider ernüchternd. Allerdings nicht, weil sie zu
spät gepflanzt wurden. Unser Garten ist leider nur für wenige
Zwiebelblumen geeignet. Alle Narzissen, die in unseren Garten
kamen, sind jetzt schon lange spurlos verschwunden. Und
ebenso die gefüllten Traubenhyazinthen. Lediglich
die Sommer-
knotenblumen
bilden ab und an ein paar Glöckchen, wenn die
Schnecken nicht wieder schneller sind ...

So viel mal zu meinem ganz persönlichen Beispiel zum Thema
Nachhaltigkeit bei Deko & Garten. Dieser Begriff entwickelt sich
in den Medien jetzt immer häufiger zum Modewort. Inzwischen
werden
für Nachhaltigkeit sogar Preise vergeben. Und beruflich
werden wir gerade mal wieder mit diesem Thema konfrontiert,
wenn es um bessere Vermarktungsmöglichkeiten von Produkten
geht. Selten ist erkennbar, wo bei der inflationären Vergabe
des Wortes die besondere Qualität liegen soll.

Für mich persönlich muss ich dabei feststellen, dass sich die
Nachhaltigkeit vieler Produkte erst durch die individuelle
Benutzung nach einer gewissen Zeit herausstellt. Selten ist

das vorher genau planbar, denn oftmals ändern sich unerwartet
die Lebensumstände bzw. Vorlieben. Oder Produkte wie z.B.
ein Laptop müssen leider ersetzt werden, da das alte Gerät
nicht mehr die Programme und Datenmengen bewältigen kann,
die zum Arbeiten inzwischen erforderlich sind. Daher lässt sich
die Nachhaltigkeit von Produkten wohl meist erst nach einer
gewissen Zeit beurteilen und scheint noch dazu ganz individuell
von seinem Nutzer abhängig zu sein. Ich bin jedenfalls - seitdem
ich meine Deko auf diesem Blog poste - immer wieder erstaunt,
wie wenig meiner Materialien ich gleich nach dem Abbau einer
Dekoration entsorge. Selbst so ein paar geschnittene und an-
schließend mit Draht gebündelte Korkenzieherweidenzweige
aus dem Garten
boten mir reichlich Einsatzmöglichkeiten.
Und danach gab es für das Bündel sogar noch ein weiteres
Weihnachts- &
Osterfest ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

carola hat gesagt…

du bringst meinen tagesplan durcheinander ;-) wenn ich hier so viel neues gucken muß *lach* - schön, wie immer.

bei mir gibts im dachterrassentopfgarten in der rubrik balkon ein bisschen was zu gucken, wenn du magst...

lg grüße aus dem heute wieder sonnigem kreuzberg
carola & herr schatziputzi

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Ich komme demnächst mal vorbei, um Balkon zu schauen. Vorhin hatte ich nur den Kater-Zustandsbericht gelesen ...

Hier ist es matschig-grau und so findet meine Dekolust schon wieder nur theoretisch statt. Außerdem hat mich das Wetter reingelegt: Ich hatte außnahmsweise mal dem Wetterbericht vertraut und daher jetzt noch einige frostige Dekopläne :-)
Nun poste ich stattdessen lieber graue Katzen passend zum grauen Wetter ...

Och, die Posts laufen Dir doch nicht weg - schließlich habe ich mir reichlich Zeit damit gelassen.