Samstag, 18. Februar 2012

Hart im Nehmen ...


... sind diese kleinen Steckzwiebeln im Topf:

Im letzten Frühjahr, als ich diesen Post fotografierte, hatte ich mich
richtig darauf gefreut viele kleine Steckzwieben in Frühlingsschalen
und der Osterdeko zu verteilen. Und bis es soweit war, wurde der
Beutel im Treppenhaus in dieser
Etagere zwischengelagert. Doch es
kam irgendwie anders. Und nach Ostern lagen sie noch immer dort.

Zwar waren sie jeden Tag mehrmals in meinem Sichtbereich,
wenn ich in den Garten ging. Aber ich kam nicht im Entfernsten
auf
die Idee sie nun endlich im Garten einzubuddeln. Vielleicht
lag es
daran, dass das Beet der 'vergessenen Gemüse' noch immer
nicht begehbar war, und mir auch kein anderer Platz für die vielen
Zwiebeln einfiel. Denn wir hatten uns im Frühjahr nur bis zum Ende
des Gartens - zur umgefallenen
Brombeerhecke durchgeschnitten.
Das ehemalige Gemüsebeet sollte später folgen. Doch dann folgte
das Thema
Zecken und Borreliose. Seitdem ist uns klar, dass wir
uns nur noch an kalten Wintertagen unbeschwert im Garten be-
wegen können. Und wenn die ersten Insekten im Garten erscheinen,
sind die Zecken bestimmt auch schon wieder da. Im Herbst verging
mir dann zusätzlich die Laune auf Gartenarbeit, da unsere Nach-
barn bereits Ende August ihren Garten so konsequent entkernten,
dass dort fast ständig ein Strauch- & Baumgemetzel unter Einsatz
aller elektrischen & motorbetriebenen Gartengeräte hinter dem
Lattenzaun stattfand. Noch dazu mussten wir
bald darauf unseren
südlichen Grenzstreifen freischneiden
. Denn im Herbst sollten
unsere beiden
über 40 Jahre alten und sehr gesunden Fichten
auf der Südseite
wegen drohender Grenzprobleme weichen.
Rückblickend betrachtet war meine Gartenlust im letzten Jahr
bereits verschwunden, als ich im Sommer bei der Stadt den
Antrag auf Fällung der beiden Bäume einreichte ...

Und die armen Steckzwiebeln mussten unter diesen Umständen
leiden! Denn im Herbst beachtete ich sie überhaupt nicht mehr.
Da sie aber nicht matschig waren oder faulten, waren sie wohl
einfach eingetrocknet. Und wie sie so noch immer im Netz in
der Etagere lagen, konnten ich sie zumindest im folgenden Früh-
jahr noch als Trocken-Dekomaterial verwendet werden. Dann
müssten sich wenigstens keine neuen Zwiebeln in Gefahr begeben.

Aber ich hatte die trockenen Zwiebeln unterschätzt: Im Januar
sah ich plötzlich im Vorbeigehen ganz zaghafte frisch-grüne
Spitzen blitzen. Nun wurde schnell durchsortiert und alles, was
nach Leben aussah, kam sofort auf die Erde eines abgestorbenen
Basilikumtopfes. Und in den nächsten Tagen wird mir bestimmt
eine Garten-Deko einfallen, unter der die kleinen Kämpfer nicht
leiden müssen. Die kleinen Zwiebeln, die es nicht mehr geschafft
haben, liegen zur Zeit in der
kleinen Holzkiste im Gartenfenster.
Und das wird bestimmt nicht ihre letzte Dekoaufgabe sein!

Foto: S.Schneider


Kommentare:

schöngeist for two hat gesagt…

das ist aber schön dass sie doch noch an fnagen auszutreiben und bin shcon mal gespannt auf die Deko für sie!
Da freut man sich doch mit!
Lieben Gruss Elke

carola hat gesagt…

silke,
so ähnlich ist es mir mit einem topf voller mini-osterglocken gegangen - die steckzwiebeln habe ich noch nicht inspiziert, die liegen noch irgenwo in der ecke auf dem balkon ( das balkonchaos läßt grüßen.
zu den osterglocken mache ich wahrscheinlich auch einen iegen kleinen beitrag demnächst, wenn die blütchen aufgehen.
so viel leben steckt in der natur . . . und doch gibt es die millionen von achtlosen hohlköpfen, die niedermetzeln wo und wie es nur geht.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Elke
Da brauchst Du aber noch Geduld. Im Moment muss ich hier & in meinen Außenlager mal etwas räumen. Bei vielen Deko-Dingen weiß ich zur Zeit nur, dass ich sie habe, aber nicht wo genau. Zwar wird die Deko bei mir beim Machen meist anders als vorher geplant - aber es ist schade, wenn ich improvisiere, obwohl ich so schöne Dinge habe. Daher muss ich zuerst noch den passenden Rahmen hier in Haus & Garten schaffen ...

@ Carola
Um den Link zu Deinem Kistenlager beneide ich ich! Hatte ich bis jetzt vergessen zu schreiben ...
Und auf Deinen Post bin ich gespannt.

Alexandra hat gesagt…

Deshalb habe ich immer meine Liste im Frühjahr, die ich im Garten abarbeite. Denn kann mir nichts durchrutschen ;) Auch bin ich immer noch auf der Suche nach Erweiterungen für diese! Heute bin ich auf diesen Blog gestoßen.

Hier lang

Finde ich ganz nett geschrieben und zeigt, dass man auf relativ achten sollte schon jetzt und nicht erst im Frühling :D

Lg

SchneiderHein hat gesagt…

@ Alexandra
Die Zwiebeln sind mir aus anderen Gründen durchgerutscht. Da hätte auch keine Liste geholfen ;-)

Früher habe ich mich auch an solchen Listen in Büchern und Gartenzeitschriften orientiert. Aber schon recht bald musste ich feststellen, dass die Angaben oftmals überhaupt nicht auf unseren Garten zutrafen. Ich habe eine sehr schöne Vergleichsmöglichkeit durch den Garten meiner Mutter, der ähnlich angelegt ist, die gleiche Grundstücksausrichtung hat aber Richtung Osten 70km von unserem entfernt liegt. Und selbst da blühen Schneeglöckchen & Winterlinge viel früher. Und obwohl wir beide Lenzrosen im Garten haben, die wir ähnlich pflegen, blühten unsere teilweise schon Mitte Januar, während ihre gerade kleine Knospen zeigten. Es gibt so viele Faktoren, dass solche Listen wirklich nur Anhaltspunkte bieten, wann was im Garten zu tun ist. Zum Beispiel gibt es da eine Staude: Elfenblume genannt. Oftmals verwende ich im Frühjahr ihre Blätter für die Deko, da sie bei mir fast in jedem Jahr immergrün ist. Ich brauche sie im Frühjahr auch nicht runterzuschneiden. Während ihre Blätter andernorts verfrieren und dann unansehnlich werden. In diesem Winter haben 2 Wochen Frost genügt, dass ich sie nun auch mal schneiden muss. Aber das sind Dinge, die kommen mit der Zeit, wenn man ein Gefühl für Pflanzen und seinen Garten entwickelt. Da braucht man nur noch Tipps für muckelige Pflänzchen. Und selbst die können an bestimmten Standorten nicht helfen ...