Donnerstag, 10. März 2011

Spätestens zum Geburtstag meiner Großmutter ...


... waren die Blumenkübel und Beetränder mit Frühjahrsblühern
bepflanzt. Denn das verlockte sie auch im hohen Alter noch in
den Garten zu wollen, um nach den Blümchen zu schauen. Und
zu ihrem 100. Geburtstag saß sie sogar am 13. März 2007 bei
schönstem Frühlingswetter am Nachmittag im Garten. In den
letzten Jahren verhinderte meist der lange Winter eine üppige
Bepflanzung mit Narzissen, Vergißmeinnicht, Stiefmütterchen und
vielem mehr. Und in diesem Jahr sind die Blumenkübel sogar noch
so stark gefroren, dass ich diese Frühlingsboten in Zinkgefäße ver-
packen musste. Daher fällt die Blumenauswahl jetzt geringer aus:

Aber diese schöne Tradition werden wir jetzt trotzdem
auch ohne den Geburtstags-Anlass beibehalten ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Pia-Marie hat gesagt…

Die filigranen Frühlingsblüten in den doch eher derben Zinkgefäßen finde ich sehr apart, und das lustige Häschen dazu, einfach entzückend.

Meine Großmutter ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, leider ist sie schon lange tot, aber ich war am 1. März mit einer Schale Frühlingsblühern auf dem Friedhof.

hab einen schönen Sonntag.
Grüße von Pia-Marie

Fee hat gesagt…

Ich schließe mich Pia Marie an. Die Kombination ist dir gut gelungen. Schön sehen die Frühlingsboten aus
und ich finde es toll, dass du die Tradition beibehältst. Nicht nur, dass so der Garten wieder belebt wird, auch die Erinnerungen werden wieder wach und das finde ich immer schön daran.
Ein schönes Wochenende und viel Freude an den Blumen wünscht dir

Sabine

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Pia-Marie / Fee
Mit dem Friedhof kann ich recht wenig anfangen. Zumal dort zur Zeit der ganze schöne alte Baumbestand aus versicherungstechnischen Gründen gefällt wird. Da sind mir Erinnerungspflänzchen wesentlich lieber. Denn meine Großmutter hat dafür gesorgt, dass wir in unserem Wildwuchsgarten weiße Rosen haben. Zur Hochzeit bestand sie darauf uns eine Schneewittchen und Swany zu schenken, über die sie sich in ihrem Garten immer so gefreut hat. Die haben jedoch gerade diesen Winter anscheinend nicht mehr überlebt. Aber dafür gibt es noch zahlreiche andere Rosen, die wir von ihr bekommen haben.

Und in ihrem Garten sind es nun halt' die Frühlingstöpfchen & zwei weiße Topfröschen vom Januar, die uns an sie erinnern. Und nun scheint demnächst auch das Wetter milder zu werden, so dass sie endlich gepflanzt werden können ...

carola hat gesagt…

Silke,
das habe ich gar nicht mitbekommen, dass die oma verstorben ist.
ich erinnere mich nur an deine sterbe-zeitphasen-betrachtungen, im zusammenhang mit herr katz.
so traurig es ist, oder war, es ist und bleibt der schluß des irdischen lebens der uns alle erwartet.
das letzte, an was ich mich erinnere in bezug auf deine oma, war die berichterstattung über die babynahrung . . . *die parallel auch herr katz bekam ?*

tja, auch meine gartentöpfe scheinen teilweise noch nicht ganz aufgetaut zu sein ... aber obenauf habe ich heuete dennoch die erstten frühlingsblüher gestellt. ;-)

lg
aus dem frühlingshaftem -aber von kaltem wind durchwehten - berlin.
carola

Herz-und-Leben hat gesagt…

In den letzten Jahren hatten wir, was das betrifft, ja Pech - andererseits ist so ein malerischer Winter auch mal sehr schön - zur Abwechslung. Ich kann mich auch an Zeiten aus meiner eigenen Kindheit erinnern, wo Ostereier im Schnee gesucht wurden ... alles wiederholt sich irgendwie ...
Aber jetzt scheint es doch wärmer zu bleiben.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Carola
Für meine Großmutter wurde es wirklich Zeit. Durch ihre Pergamenthaut durfte man sie eigentlich nicht mehr anfassen. Der Pflegedienst hat ihr in den letzten Wochen beim Waschen immer mehr große Wunden zugefügt. Und durch die innere Unruhe hat sie sich dann bald darauf alle Pflaster und Verbände wieder abgerissen. Viel länger hätte meine Mutter auch nicht mehr durchgehalten. Vielleicht hat sie das auch gespürt. Und in der Situation noch ins Heim ...

Jetzt ist der Boden schon länger getaut. Aber meine Mutter freut sich auch so über die Gefäße mit dem Frühjahrsblühern. Und zum Wochenende soll ja wieder etwas Bodenfrost kommen. Da kommen sie nachts einfach ganz schnell in den Wintergarten!

@ Sara
Stimmt, an Ostern im Schnee kann ich mich auch erinnern. Ich nehme es wie es kommt. Jedes Frühjahr ist eben anders!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Jetzt hab' ich Deinen Post wiedergefunden wegen dieser Versicherungsgeschichte. Ich frag' mich nur wieso und an welchen Stellen genau. Denn viele hohe Bäume stehen dort ja überall noch. Sollten die vielleicht ALLE noch der Axt zum Opfer fallen?? Weißt Du da Näheres drüber?

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich hatte mich schon gefragt, wer so eie merkwürdige Suchabfrage eingibt, die ich heute zufällig in der Statistik sah - meinen Namen, Bloggernamen in Kombination mit Friedhof. Aber irgendwann dämmerte es mir, wer das sein könnte ;-)

Mehr Infos habe ich dazu aber nicht. Das hatte uns nur der Urnenträger nur kurz nach der Beisetzung erzählt. Seitdem war ich auch nicht mehr dort, kann also auch nichts über den Kahlschlag bzw. Veränderungen berichten.
Allerdings hatte ich in Osnabrück gehört, dass dort jemand Ärger mit der Versicherung hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, muss dort ein Grundstücksbesitzer 1x pro Jahr für die Bäume einen Unbedenklichkeitsnachweis für die Versicherung vorlegen. Ich habe aber leider nicht näher nachgefragt. Dort kam dann wohl bald die Entscheidung die Bäume zu fällen, da die Gutachten wohl auch nicht gerade günstig sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der braunschweiger Friedhof ähnliche Probleme hat ...