Mittwoch, 9. Februar 2011

Ladenhüter & Frühlingsblüten


Ach, wie lange ist das wohl her, dass ich mal im Dekohaus
in Braunschweig war!? Zwar bin ich fast jede Woche 2x und
im Spätherbst wegen
Herrn Katze dann sogar 3x pro Woche
nach Braunschweig zu meiner Mutter gefahren, aber habe dann
in den letzten Jahren Haus & Garten kaum noch verlassen. Nun
gab es endlich nach mehreren Jahren die Gelegenheit dort
vorbeizuschauen. Und ich wurde auch wieder fündig in
dem
Geschäft
, das bei mir schon in Kindertagen einen großen
Beitrag zur Förderung meiner Dekoleidenschaft leistete:

Ladenhüter sind die 5 Mosaikugeln für 1,50 Euro. Wobei ich
sicherlich auch bereit gewesen wäre den früheren Preis von
2,50 Euro dafür zu bezahlen. Und die gefüllten Narzissen gab
es bundweise für 4,95 Euro. Da mussten auch gleich mal 2 Bund
für eine üppige Narzissenvase mit! Kugeln und Frühlingsblüher
werden sicherlich einen Platz im Wohnzimmer zum Garten bei
meiner Mutter finden.
Hier auf dem Eßzimmertisch müssten
sich die Kugeln harmonisch einfügen, und die Narzissen bringen
frische Farbe in den Raum. Aber das gerippte Metallgerümpel
bleibt natürlich bei mir in Haus & Garten ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Brigitte hat gesagt…

Wie schön, Silke, dass du das tun konntest. Ich glaube, zwischendurch braucht man einfach so ein paar Stunden für sich, um zu suchen, zu finden und dann so wunderschön zu dekorieren. Da bist du ja eindeutig in deinem Element!

Ich wünsche dir einen schönen Tag, Brigitte

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

ich schließe mich Brigitte an - nach all den Sorgen hast du den Besuch in dem schönen Laden sicherlich sehr genießen können - und gleich schöne Sachen gefunden - ich glaube, du bist da wie ich: ich finde fast immer was - grins -
lg. Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Ist zwar kurios, dass ich diese gekauften Dinge nun nur fürs Foto im Garten arrangiere, aber diese kurze Pause tat bei den fast 6 Stunden Gartenarbeit im schönsten Frühlingswetter richtig gut. Und nun geraten die Narzissen in meiner Kunstblumen-Sammlung wenigstens nicht in Vergessenheit - und die herbstlichen Kugeln auch nicht.
Zum Suchen und Finden habe ich mir allerdings erst heute mal richtig schön Zeit genommen. Dieser Dekoladen in BS lag am Dienstag eigentlich nur auf dem Weg ;-)

@ Ruth
Ab und an hatte ich mir immer mal solche 'Auszeiten' genommen. Aber wenn ich kaum noch Gelegenheit zum Dekorieren habe, dann mag ich auch nicht noch mehr anhäufen. Und das sinnvolle Verstauen wird in den nächsten Monaten ohnehin eine Herausforderung für mich ...
Och, es gibt auch Zeiten, da stelle ich fest, dass das Ladenangebot nicht mit meinen Dekostücken mithalten kann bzw. ich mit meinen Varianten vollauf zufrieden bin. Heute war ich allerdings sehr erfolgreich - und nun muss ich Dekofotos sichten ... ;-)

Meriseimorion hat gesagt…

Ich bin immer wieder fasziniert, wie schön du Kunstblumen dekorierst. Wenn ich mal ehrlich bin, mochte ich künstliche Blumen nie so recht leiden. Bei dir sieht es allerdings wunderschön aus, du bringst mich wirklich zum Umdenken. Danke!
Schön, dass du mal wieder Zeit gefunden hast, in diese Dekowelten einzutauchen.
Liebe Grüße Kerstin

SchneiderHein hat gesagt…

@ Kerstin
Ich konnte mich lange Zeit auch nicht für soche Blüten begeistern! Wenn wir früher mal bei einer Tante zu Besuch waren, die auch nur Kunstblumen dekoriert hatte - natürlich zum Beispiel das ganze Jahr Sonnenblumen im Flur ;-) fand ich die Dinger nur grell, kitschig und empfand sie als Staubfänger. Auch meine Großmutter hatte so ein merkwürdig gelbes Seidenblumengesteck bei sich stehen. Nur zum Siedlerfest, als der Vorgarten für den Straßenumzug bunt geschmückt werden sollte, da waren die von der Tante geerbten Blüten ganz nützlich - stanken aber fürchterlich.
Auch heutzutage gibt es noch ganz wenige Kunststoff-Stinker in meiner Sammlung, die ich eigentlich nur draußen als Farbtupfer verwenden sollte.

Irgendwann kam mal ein roter Kunstblumen Weihnachtsstern ins Haus. Und mit etwas echtem Grün umgeben wirkte er in der dunklen Zimmerecke gar nicht so künstlich. Und als mir dann mal blaue Schwertlilien begegneten und im Garten gerade mal wieder die Schwertlilien von den Schnecken geentert wurden, entstand die Sammlung der Blüten, die unsere Schnecken im Garten zum Fressen gern haben. Inzwischen ist sie noch um Lenzrosen und einige andere Pflanzen erweitert, aber meist leiden die Schnittblumen und auch Pflänzchen im Topf ja füchterlich im zu warmen Haus und verblühen sehr schnell. Gut für die Gärtnereien, aber wenn ich mir überlege, was für ein Energieaufwand dahinter steckt für ein paar Tage Farbe in eine Zimmerecke zu bekommen. Und eigentlich sind es ja auch Lebewesen, die den Hausaufenthalt meist nicht überstehen und dann weggeworfen werden. Klar, Du musst das natürlich anders sehen. Ohne diese Vergänglichkeit wäre ein großer Teil der Geschäftsgrundlage entzogen.

Allerdings war ich am Freitag, als ich mit meiner Mutter mal in einigen Gärtnereien & Garten-Centern in Braunschweig unterwegs war richtig irritiert, wie kitschig das aktuelle Seidenblumen-Sortiment ist. Und wenn dann noch dazu das gesamte Angebot auf einem Haufen in einer Ecke zusammensteht, dann wird mir klar, wie groß die Qualitätsunterschiede sind, und es wirklich nur wenige Firmen gibt, die harmonsche Produkte anbieten. Allerdings ein paar kleinere Schwachstellen lassen sich mit einem üppigen Mantel aus echtem Grün gut verhüllen. Ich glaube ein Gesteck ganz aus Seidenblüten, künstlichen Gräsern und Blättern habe ich noch nie zusammengestellt. Lediglich der Fingerhut im Topf, der durfte mal frei als Solitär im Garten stehen und einstauben, damit er natürlichere rauhe Blätter bekam ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das Dekohaus ... da war ich früher auch sehr oft, als meine Kinder noch klein waren. Denn damals war ich doch viel mehr ans Haus gebunden. Und die Kinder sollten es Jahreszeit entsprechend nett haben. Es gab damals die berühmte Jahreszeitenkommode ...
Jetzt komme ich da auch kaum noch hin. Für mich alleine hätte ich keine Lust so viel zu dekorieren und basteln ... und die Männer haben eh keinen Sinn für all das ;-)
Aber ab und zu fahre ich da auch nochmal vorbei ... alles hat seine Zeit. Fände es aber auch schade, wenn die mal dichtmachen würden.

Ja, das ist jetzt sicher ein ganz anders Leben für Dich, wo Herr Kater nicht mehr wartet und überhaupt ...

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Auch wenn Wolfgang ganz andere Dekointeressen wegen seiner Bärenfotos hat, so mache ich es trotzdem für mich, wenn es zeitlich passt. Im Moment ist hier im Haus zwar alles extrem chaotisch, aber was soll's. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich manches irgendwann wieder ordnet. Und außerdem gibt es hier ein paar kleine Dekoinseln, die mir täglich Freude bereiten.

Schon als Kind konnte ich mich für viele Materialien im Dekohaus begeistern. Und auch wenn ich heute viel weniger selbst mache, so gibt es ab und an doch noch Material, was mich zu neuen Dekorationen inspiriert. Da brauche ich keinen Anlass, um dort zu stöbern. Aber wahrscheinlich ist das für mich soetwas, was andere als Schauffensterbummel bezeichnen ...

Das Herr Katze fast ein 3/4 Jahr so viel Zeit beansprucht hat, bereue ich nicht. Genausowenig, wie meine Mutter - sie ist froh, dass sie bis zum Ende urchgehalten hat.
Und nun erfordert Allegra mehr Aufmerksamkeit & Pflege, und ich bleibe deswegen gern so oft wie möglich bei ihr in Haus & Garten. Aber deswegen ist mir Deko als 'Tapetenwechsel' halt auch so wichtig. Großartig ummöblieren mag ich nicht. Die Einrichtung war damals wohl überlegt, und wir haben uns in den über 10 Jahren unser 'Ikea-Musterhaus' noch nicht übergesehen. Aber ohne abwechselungsreiche Deko wäre mir mein Leben wahrscheinlich doch irgendwann zu eintönig ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das kenne ich von meiner Schwester auch mit diesen Inseln ;-) Ich war da schon immer mehr nach außen orientiert, als Kind schon.
Und das "Chaos" bin ich eben auch am bekämpfen. Wenn mein Mann da ist, komme ich zu manchem nicht so wie jetzt. Ich hab's eben gern überschaubar um mich her. Im Laufe eines Lebens sammelt sich allerdings doch so einiges an und da man ja doch nicht alles weggibt, wird das dann immer mehr Arbeit. So hab' ich das auch nicht gern, wenn ich nicht regelmäßig Boden und Keller reinigen könnte, weil alles vollgestellt wäre. In der Wohnung schon gar nicht. Beispiel Bodenvase. Hatten wir früher auch alles eine Zeitlang, weil ich es mal ausprobieren wollte. Hat sich für mich nicht bewährt. Entweder die Männer stoßen immer mal dran, weil sie meist nicht so vorsichtig wie wir Frauen sind oder edas Teil steht im Wege herum. Meist hat man doch nicht den Wohnungsschnitt, den man bräuchte ... Mir würde z.B. schon auch - gelegentlich ... also vor Weihnachten z.B. im Treppenhaus so ein Gebinde gefallen aus längeren Zweigen mit Beleuchtung. Sowas hatte ich früher auch schon mal (suche ich mal hervor) - aber das war permanent im Wege und wenn ich die Treppe absaugte/wischte, was bei offener Treppe mindestens wöchentlich notwendig ist bei uns, störte mich das doch dann ganz arg! Gerade, weil es auf/am Treppenrand war.

Ja, das mag sein mit dem Schaufensterbummel - ich kenne ja noch andere Frauen, auch persönlich, die das so ähnlich machen/empfinden wie Du und ich sehe mir das - auch in den jeweiligen Häusern/Wohnungen immer gerne an. Doch wenn ich selbst mal einiges angesammelt habe, weil ich mir vorgestellt habe, ich fände es vielleicht doch ganz nett, muß ich das Meiste davon doch bald wieder weggeben ;-) Denn mich belastet und stört es irgendwie in UNSEREM Zuhause. Aber wie schon gesagt, hier ist es nicht ganz weiss und nicht alles ganz kahl ;-) Nur mache ich da nicht allzu viel, lange bleibt alles "gleich" - das mag meine Familie allerdings auch lieber so, als ständig alles neu. Mein Mann ist sowieso nicht so fürs neu Kaufen, was Deko betrifft, weil man das Geld anderweitig besser anlegen kann ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Witzig - da stand eben "Ihr Darf höchstens 4.096 Zeichen umfassen-Code kann nicht übernommen werden."
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Naja rationale Männer ...
Und so etwas würde ich auch nie bereuen, wie das mit Herrn Katze. Wir würden weder Mensch noch Tier einfach so weggeben oder nur weils lästig fällt, schnell einschläfern lassen! Und durch meine Kinder kenne ich es ja nur zu gut, wie sehr man durch Kinder ans Haus gebunden ist. Denn zum in die Krippe abschieben hatte ich sie schließlich nicht bekommen! Trotzdem braucht man als Mutter auch mal Entlastung und jemand, der babysittet. Damit man auch mal raus kommt. Geht jedenfalls den meisten Müttern so und auch wenn man Alte pflegt sonst dreht man womöglich eher durch und dann hat der zu Pflegende auch nichts mehr davon. Mir hätte die Wohnung das nicht ersetzen können - ich mußte jedenfalls ab und an immer mal raus, was anderes sehen und hören, andere Luft schnuppern ...

Und zuviel Sitzen ist eh nicht gesund, je älter man wird, desto mehr macht sich das bemerkbar. Um die 40 herum glaubt man es noch nicht, aber später merkt man es.

Mit den Möbeln ist es bei mir ja genauso. Abgesehen davon, daß ich an ganz wenigen Möbelstücken sogar hänge und die niemals weggeben würde - selbst wenn andere Möbel vorteilhafter wären ... habe ich/wir noch nie einen Sinn darin gesehen uns immer einmal wieder neue Möbel anzuschaffen, wie viele unserer Bekannten das handhaben. Unsere Lebensqualität liegt in anderen Dingen.

So kleine Dinge werden auch bei mir immer mal verändert, aber sicher viel seltener als bei so richtigen Dekofreaks. Ich seh' das ja in den ganzen Deko-Blogs, dieses ständige Dekorieren, das käme mir z.B. nie in den Sinn. Es reicht für mich Ostern, Weihnachten ... Geburtstage ... oder jahreszeitlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter ...

Jetzt muß ich aber mal wieder weitermachen, bevor mein Sohn nach Hause kommt ;-) Sortiere gerade Bücher aus, denn die Regale platzen aus allen Nähten. Manches braucht man doch nicht mehr, z.B. einige Kochbücher ... auch Bücher aus dem Studium ...
Nebenher backt eine Quiche in der Küche - denn "Kindi" kommt erst am Nachmittag heim ...
Und so viel Papierkram noch - da bin ich halt die Sammlerin - interessante Artikel - Beiträge zu unserer Stadtgeschichte ... das wird natürlich entsprechend abgelegt. Aber nicht immer komme ich gleich dazu und dann jhabe ich Sammelkästen dafür. Die muß ich aber von Zeit zu Zeit durchforsten ;-) ... so hat jeder sein Päckchen ... hätte ich beinahe gesagt ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Stimmt, ausgerissene Zeitungsartikel usw. belasten mich nun wiederrum zu sehr. Das habe ich im Laufe der aufgegeben ;-)

Und wenn Du glaubst, dass das Dekorieren von Haus & Garten nicht auch für reichlich Bewegung & frische Luft sorgt, dann möchte ich behaupten Du hast nie richtig dekoriert! Für fisselige Puzzelarbeiten an irgendwelchen Tischen bin nich nämlich weniger zu haben.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,
von Dir kann ich in Sachen Deko sicher eine ganze Menge lernen. Doch nur für zuhause lohnt sich das bei uns nicht. Wenn ich einen Laden oder ähnliches hätte, würde ich es in solchen Räumlichkeiten sicher sehr gern umsetzen.

Ich weiß jetzt zwar nicht was „richtig“ dekorieren ist – wir hatten immer nur eine Jahreszeiten-Kommode, auf der wenige ausgesuchte Teile aufgebaut wurden, meist nur 1 Vase mit Jahreszeit entsprechenden Zweigen, darunter/daneben vielleicht noch wenige Waldorf-Püppchen als Filz oder Wolle oder ein Edelstein. Ein paar Muscheln im Sommer … Dinge, die den Kindern, wenn sie sich drinnen aufhalten mussten, das Gefühl von der jeweiligen Jahreszeit auch innen vermitteln sollten. Bzw. zu den Festen, wie Ostern, Weihnachten … Das war alles aber gar nicht puzzelig sondern sehr schnell wieder wegzuräumen, wenn es erforderlich war.
Aber ich verstehe schon, was Du meinst. Vermute jedenfalls, Du meinst Raumdeko – also auf der Erde, neben dem Fenster oder Tür o.ä. So etwas ginge bei uns schon mal gar nicht. Früher gings nicht wegen der Kinder, da hätten wir sie überall aussperren müssen und heute geht’s auch nicht bzw. wollen wir es auch nicht. Meine Männer würden diese Dinge wohl aus Versehen umwerfen – auch wenn es bei uns sooo eng gar nicht ist und verstehen würden sie es schon gar nicht, warum das "Zeug" überall herunmsteht *lach*

Herz-und-Leben hat gesagt…

Aber mir selbst wäre das alles auch im Wege beim Saubermachen. Und wenn ich erst jedes Mal alles wegräumen und wieder hinstellen müsste, das wäre nichts für mich ;-) Wie gesagt, mit Putzfrau würde ich mir das noch gefallen lassen …

Was ich damals mal ganz gern hatte, war ein an der Decke aufgehängter Korkenzieherzweig, da baumelten dann auch Anhänger dran. Aber mit der Zeit mochte ich das auch immer weniger. Da fällt dann immer mal etwas ab, was man dann wegsaugen muß. Oder aufheben, je nachdem, worum es sich handelt … Hausarbeit halse ich mir eben gern so wenig wie möglich auf.
Und ich mache auch nur 1, höchstens 2 x pro Woche sauber. 1 x allerdings gründlich. Also staubsaugen, wischen, wobei wir zumeist Teppichböden haben, da entfällt das lästige Wischen. Doch in Flur und Funktionsbereichen, wie Küche, Bad, Gäste-WC geht für mich kein Teppich, der Hygiene wegen.

In unserem Alter schafft man schon gern wieder Dinge ab statt an, damit man noch mehr Freiräume zum Leben hat, also für die essentiellen Dinge des Lebens, vor allem für die Natur und ausreichend Ruhe und Entspannung, die für uns nicht in den Dingen oder von den Dingen kommt … also vor allem Bewegung, Bewegung … und damit meine ich vor allem aerobische Bewegung, keine statische. Aber keine Aerobic als Sportart, doch ich denke, Du weißt, was ich meine. Jedenfalls keine Start-Stop-Bewegung wie z.B. beim Fitnesstraining im Studio, wo es überwiegend um Gewichtstraining geht. - Das Einzige wäre drinnen vielleicht noch das Treppensteigne, dass dann aber in einem gewissen Tempo und wiederholt erfolgen müsste – doch wer macht das zuhause schon??? ;-) Selbst Fitnessgeräte wie Ergometer haben viele zuhause nur herumstehen …

Wenn man Kinder hatte, war man einige Jahre eingeschränkt in seiner Freizeitgestaltung, das sind wir in der Form jetzt nicht mehr und deshalb freuen wir uns, wieder viel mehr als in jenen Jahren raus zu können und weniger mit den Dingen "jonglieren" zu müssen.

Wir Menschen sind ja auch Bewegungstiere und im Alter ab 50 wird das immer wichtiger, wenn man schlank, beweglich und geistig leistungsfähig bleiben will. Ohne diese tägliche Bewegung draußen, ohne dieses beständige Ausdauertraining draußen, fühlen wir uns einfach nicht rundum wohl und könnten „nichts“ mehr essen ;-) Das tägliche Rausgehen erfordert eben auch seine Zeit … Ich weiß zwar, das ca. 4 x wöchentlich á 30 Min. Jogging ausreichen würde, aber ich bin halt gern viel länger draußen in der Natur am Wandern (also kreislaufbetontes schnelles Gehen) Auch schon, weil es einige Jahre in der Form nicht möglich war. Mit Kindern kann man nicht mal eben so raus und joggne gehen ...
Naja, so hat jeder seine Gewohnheiten, sein Leben, seine Lebensform . ..

Doch wem das Dekorieren quasi Beruf ist, so wie bei Dir, da ist das ja auch etwas ganz anderes. Und da hat es auch seinen Sinn und bei Dir schaue ich es mir auch immer wahnsinnig gerne an. Das ist, wie in einem schönen Buch zu blättern. Zaungast sein, ohne selbst die Mühe und den Aufwand zu haben ... Daher ja auch mal mein Gedanke bezüglich eines Buches …

Ich wünsch' Dir/Euch noch ein schönes Wochenende, alles Liebe
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Bei mir ist Deko zum Glück zur Zeit mehr Berufung denn Beruf. Aber so bleibe ich halt gestalterisch im Training. Und die grauen Zellen bleiben bei bei all' den damit verbundenen Sammlungen auch gut in Übung - auch gut für andere Dinge ;-)

Also wenn ich mir meine Mutter anschaue, die nun jahrelang ohne strammes Wandern, Sport usw. ihr Leben in Haus & Garten durchlebte und sich nur durch Hausarbeit, die Pflege meiner Großmutter und Gartenarbeit fit hielt (größere Schnittaktionen haben ihr Wolfgang & ich dann allerdings abgenommen), dann möchte ich behaupten, dass man sich mit Haushalt, Garten & Deko auch erstaunlich fit halten kann. Denn es betrifft bei mir wirklich größere Umräumaktionen und recht selten einseitige Bewegungen. Als andere normalerweise in Rente gingen, fing bei meiner Mutter die Pflegarabeit an. Und dafür ist sie für ihr Alter trotz Arthrose in Knie, Hüfte & Händen jetzt schon wieder erstaunlich beweglich und auch gut zu Fuß unterwegs.
Diesbezüglich gibt es wohl mindestens zwei Sorten von 'Mäusen': Die, die sich gern sportlich betätigen, und die, die Bewegung lieber mit einem Nutzen in Verbindung bringen - also im tiefsten Innersten Sport überhaupt nichts abgewinnen können und sich meist dabei quälen, da der Arzt oder der Verstand es empfiehlt. Zu letzteres Gruppe gehöre auch ich und lasse mich auch nicht bekehren. Denn reichlich Sport bis hin zu Ballett gehörten auch zu meinem Lebenslauf bis zum Studium. Aber schon in der Praktikumszeit nach dem Abi musste ich feststellen, dass mein Bewegungsdrang sich bei anderen Tätigkeiten besser befriedigen lässt. Und wie bei allen Dingen im Leben ist es sinnvoller etwas voller Elan und mit Herzblut zu tun, was einem Spass macht und befriedigt, als Dinge, die man möglichst lange vor sich herschiebt und dann vielleicht sogar ganz unterlässt, da man sie nur als Qual empfindet. Mag sein, dass ich diese Einstellung irgendwann später einmal bereue, aber mein Leben aus Vernuftsgründen für später 'aufsparen', diese Einstellung hat mich meist nur unglücklich gemacht ...

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara Teil2
Und, mit was man sich wann belastet, ist eher eine Frage der Einstellung, denn des Alters.
Ab meinem 18 Lebensjahr fand ich es, wie ich schon häufiger geschrieben habe, sehr befreiend in kargen Räumen zu leben und den Freiraum zu genießen. Es gibt Momente oder auch Räume, da genieße ich es immer noch.
Hätte man meine Tante, von der ich dieses Haus geerbt habe dazu verdonnert sich z.B ab ihrem 65 Lebensjahr von ihren Einrichtungsgegenständen zu trennen, da hier alles vollgestellt war - sie wäre fürchterlich unglücklich gewesen. Diese liebevoll zusammengesammelten oder selbst erarbeiteten Dinge (sie hat geknüpft, gestickt & gestrickt) haben ihr viel Freude bereitet.
Ich denke mir, man sollte nicht versuchen Menschen so pauschalisieren - und Tiere auch nicht. Auch wenn dadurch das Leben vielleicht einfacher und übersichtlicher erscheint ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das merkt man bei Dir, das mit der Berufung.
Mich fasziniert auch immer wieder, wie Du aus all dem Material immer wieder Neues zusammenstellst, während andere nur mit aktuell "angesagten" Materialien dekorieren, was auf Dauer langweilig wird.

Und so ist jeder anders – größere Umräumaktionen – da sind wir immer froh, wenn wir so etwas nicht machen müssen – war schon immer so, weil wir uns eben alle viel lieber in der Natur aufhalten und da unsere Kräfte lieber einbringen. Drinnen nur, wenn es sein muß und das ist ja nun mal ein größerer Teil des Tages – auch witterungsbedingt.

Also gern sportlich in dem Sinne habe ich mich allerdings auch nie betätigt ;-) Der Schulsport damals hat alles vergrault. Ich war aber als Kind schon immer sehr viel draußen und immer in Bewegung, laufen, springen, fahrradfahren … der Winter war da eine Qual, wenn man gezwungen war, mehr drinnen zu bleiben.
Das mit dem Sport fing dann erst später bei mir an mit dem Tanzen, dass ich lange Zeit quasi auch als Sport betrieben habe. Das aber freiwillig, einfach aus Freude an der Musik und an der harmonischen Körperbewegung/-ausdruck.
Ballett hatte ich auch mal kurze Zeit nur – aber auch aus eigenem Antrieb. … War aber auch nicht soo meine Welt ;-)

Das mit dem Verbinden sinnvoller Tätigkeit bei der Bewegung kenne auch ich. Und bei meinen "Naturwanderungen" geht es auch nie so ziellos...das wäre mir einfach zu öde, z.B. täglich die gleiche Strecke joggen ;-)
Ansonsten hat sich das mit dem viel Rausgehen in die Natur auch im Laufe der Zeit so hinentwickelt bei mir. Früher fehlte mir ja auch oft die Möglichkeit oder nur sehr begrenzt. Wenn man Kinder hat, ist man für Jahre schon sehr ans Haus gebunden. Daher genieße ich jetzt meine relative Freiheit diesbezüglich.

Sicher hat das, was einen belastet, auch mit den sonstigen Persönlichkeitsmerkmalen, wie z.B. auch Anlagen, Gaben, Begabungen, zu tun. Es hat nicht jeder alles mit in die Wiege gelegt bekommen, kommt ja schon in der guten alten Bibel zum Ausdruck mit den angeborenen Gaben - und so wird man dementsprechend auch leben, um etwas aus seinen Anlagen zu machen. Wäre ja schade, wer das versäumt … und seine Gaben einfach brachliegen ließe ...

Naja – im Zusammenhang mit „Alter“ sehe ich das schon so ein bisschen – denn wenn man erst seine Verwandten großteils beerdigt hat, weiß man ja, wie das Leben in etwa so verläuft – das sind für uns gar nicht mal nur Vernunftsgründe – es fühlt sich einfach besser an , ist Wellness pur, vergleichbar mit dem „Paradies“ – einfach nur Sein, nichts tun müssen gepaart mit Bewegung ohne Zwang, also kein Joggen nach Stoppuhr …. und trotzdem effektiv und abwechslungsreich. Und „Alter“ auch insofern, wie, wenn man plötzlich nicht mehr so kerngesund ist und dann doch ins Nachdenken über das Leben und das eigene Handeln gerät, da stellt mancher dann schon gern sein Leben sogar drastisch um, wenn er einmal dem Tod ins Auge gesehen hat. Aber das kann natürlich auch in viel jüngeren Jahren passieren, insofern ist es natürlich nicht nur eine Frage des sog. Alters. Aber wenn ich es nicht gern tun würde, ginge ich sicher auch nicht raus in die Natur. Nur hier in Haus und Garten kann ich mich aerobisch nicht bewegen, da fehlt einfach die gesamte Atmosphäre, die natürliche Strahlung, Licht, Klima, Wind in dem Maße, offene Freiflächen und Wald in größerem Zusammenhang – ich hab‘ lieber Tageslicht draußen statt Solarium und Vitaminpillen. Im Garten ist zwar auch Tageslicht, aber da ist weder der Auslauf, den ich brauche, noch gibt es da so viel zu sehen, wie das außerhalb des Gartens möglich ist.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und – natürlich sehe ich das auch so – ein Garten ist besser als kein Garten, selbst ein Balkon …
Vom gesundheitlichen Wert soll Wandern (was für mich auch kreislaufangenehmes etwas schnelles Gehen oder Walken ist, egal wie man es nennen will) auch nach der naturpsychologischen Forschung da wohl ohne Indoor-Alternative … jetzt wirklich ganz ohne „bekehren“ zu wollen – denn ich finds ja wirklich auch selber sehr spannend, wie unterschiedlich die Menschen so sind und wie man sich z.B. nur in Haus und Garten dauerhaft wohlfühlen kann?? Wobei wir nicht nur körperlich sondern seelisch eingingen *lach* - was aber nicht am Deko-Mangel bei uns liegt ... Es wäre ja vieles wohl sogar einfacher, wenn man sich überwiegend drinnen aufzuhalten bräuchte, da dann der Zeitbedarf fürs Draußensein wegfallen würde ;-) Meine Mutter fühlt sich allerdings schon nach 1 oder 2 Tagen drinnen nicht mehr wohl, fast elend und bekommt Stauungen im Körper, wenn sie viel sitzen muß. Sicher kann sie sich drinnen auch bewegen, aber doch nicht so wie draußen, was auch mit ihrer nur 80 qm Wohnung zusammenhängen kann, da darin dieser Auslauf einfach nicht gegeben ist auf der Etage. Sie könnte sicher noch die Gymnastik machen, die ihr möglich wäre, aber Sport ist halt auch nie so ihre Welt gewesen ... und jetzt - mit fast 82 ?? ... Und dabei fehlen dann doch wieder die Neben-Eindrücke von draußen ...

Ich glaub‘ unsere Kinder sind da noch extremer, was Besitz anbelangt *lach* Denn wenn es nach ihnen geht, habe ich sicher ziemlich viel „Gerümpel“ ;-) Und eben dieses Wort zog mich anfangs ja auch hier so an – da mein Mann es gern benutzte im Zusammenhang mit meinen Sachen. Ich bilde mir aber immer noch ein, dass es längst nicht so viel wie anderswo ist … unabhängig davon, dass ich es selbst nicht gern zu unaufgeräumt und allzu gegenstandslastig habe. Bis auf einige ausgesuchte Dinge, die ich auch ungern weggebe, Bücher zum Beispiel … wobei ich mich hier auch wiederhole.
Das was Du von Deiner Tante beschreibst, kenne auch ich aus der Familie – wer wollte das alles einem Menschen auch nehmen, wenn sein Herz daran hängt? Bei anderen sind es wiederum Computer und Computerkram und noch andere sammeln Musikinstrumente und hängen damit ihre ganze Wohnung voll …

Wir mal wieder ;-) … naja, so ein Blog bzw. Kommentare sind eben auch unvollkommen, da immer nur ein kurzer zeitlich begrenzter Ausschnitt – bei persönlichen Gesprächen stellt sich manches ganz anders dar, weil man unmittelbar reagieren kann und auch Dinge wie Gestik, Mimik erläuternd hinzukommen.
In jedem Falle und wie auch immer ist der von Dir verkörperte Lebensstil für mich sehr spannend, ich schaue gerne zu und würde - in Gedanken - manchmal auch gern so leben - doch alle Versuche scheiterten, da ich das nicht bin *lach* - habe ähnliches schon bei einer Nachbarin früher bewundert, weiß nicht, ob ich das schon mal erwähnte - fand deren Heim auch sehr schön, fast museal, aber meine Welt bei mir zuhause wäre es nicht, weil ich eben doch anders bin ... Wie ich überhaupt finde, daß der Mensch noch Träume braucht, Dinge, die nicht erfüllt werden ...