Mittwoch, 5. Januar 2011

Nun kann ich mir etwas Zeit lassen ...


... das Brandloch im Strohkranz zu verstecken.
Denn ab morgen ist matschiges Tauwetter angesagt.

Der Kranz stand im vorletzten Winter am Haussockel und
wurde wahrscheinlich dort von Nachbars Silvesterböllern
erwischt. Jedenfalls hat er seit dem Winter nun
zwei
angekokelte Stellen
, und sieht auch sonst nach all' den
Jahren im Außeneinsatz schon recht mitgenommen aus.
Außerdem hatte ich ihn vor sehr langer Zeit auf dem
Flohmarkt gekauft. Doch zum einfach Wegwerfen ist
er trotzdem noch immer zu schade.

Nun bekommen er und sein kleiner Bruder demnächst
diese Strickhüllen angezogen. Dazu etwas
blau-graues
Grünzeug
vom
Wacholder am Wiesenrand, und was
in der eisblauen Dekokiste sonst noch zu finden ist.

Drei blaue Sterne hatte mir meine Mutter bereits im Vorfeld
umhäkelt. Sie sollen von den beiden Kränzen herabhängen.
Bei ihnen dienen
nun auch durchgebrannte Plastiksterne einer
alten Lichterkette
als
plastisches Trägermaterial. Und für den
Hauseingang dürfen die Schneemänner natürlich nicht fehlen!

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

mausimom's hat gesagt…

Zuerst hab ich ja nur staunend die Augen aufgerissen, als ich von umstrickten Kränzen las.... ich war schon sehr skeptisch! Aber Du hast natürlich wieder ein Kunstwerk geschaffen! Die umhäkelten Sterne, die Deine Mutter gezaubert hat sind ebenfalls einfach genial!

Petra hat gesagt…

Das ist eine super Idee - dann kann es den Kränzen nicht kalt werden ;-)
Draußen spielt das Wetter "Ice Age 2" - es taut. Ich bin aber ganz froh, denn gestern war unsere kleine Strasse hier so vereist, dass fast keiner mehr fahren oder laufen konnte....

Meriseimorion hat gesagt…

Welch eine tolle Idee!!! Das sieht wunderschön aus und ist dazu noch eine geniale Recyclingidee. Wirklich toll, bin begeistert. Diese schönen Blautöne harmonieren so gut miteinander. Danke für die schönen Bilder. Hab eine gute Woche!
Liebe Grüße Kerstin

Brigitte hat gesagt…

Mir gefällt die Idee ebenfalls! Darauf muss man erst mal kommen! Sieht super aus!

Lieben Gruss, Brigitte

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,

wow, das ist ja klasse geworden! Sowas mag ich auch gern - diese Muster in Blau! Ja, da kann man was draus machen, Ideen muß man nur haben! Und das ist ein ganz besonderes Talent von Dir!!!

Die Sterne gefallen mir auch sehr. Hat Deine Mutter dafür eine Anleitung oder macht sie das "frei Schnauze" und wenn, würde sie diese Anleitung verraten? Aber es nützt auch nicht viel, wenn man nicht die gleichen Sterne hat sondern andere ...

Noch zu dem BS-Post von mir:

nein, der schöne Blumenladen ist glücklicherweise noch dort. Ich denke, der geht auch recht gut, weil die eben einmalig schöne Sachen haben und können, ganz in Deinem Stil, nicht wahr! :-)

Als Kind kam ich auch kaum in die Stadt, vielleicht alle halbe oder Vierteljahr einmal ;-) Doch ab Jugendlichenalter viel öfter, dann nahezu täglich. Da war ich ganz "Stadtkind" *lach* - außerhalb wars mir damals viel zu langweilig! - Kenne mich von daher ziemlich gut in der Stadt aus. Aber jeder orientiert sich auch anders. Mein jüngster Sohn kennt auch keine Straßennamen *lach* - er orientiert sich auch eher an Läden u.ä. ;-)

Mit Streetview habe ich mich noch gar nicht weiter beschäftigt. - Da ich halt auch häufig in der Stadt bin, brauche ich das einfach bisher nicht.

Ohje, ja, das kann ich mir vorstellen, wenn man jahrelang nur im Haus und Garten verbringt. Meine Großmutter konnte in dem Zustand gar nicht mehr raus, da wurde ihr schwindlig, so daß sie das Rausgehen in ihren letzten Lebensjahren deswegen ablehnte. Wäre besser für sie gewesen, bin ich überzeugt, als immer nur drinnen zu sitzen. Dabei kann man auf Dauer nicht gesund bleiben und sich wohlfühlen. Selbst wenn man sich bei Haus- und Gartenarbeit auch eine gewisse Bewegung verschaffen kann ... aber wir sind ja doch Lauf"tiere" ;-)

Ich hab' noch ein paar Bilder von der Sonnenstraßen-Umgebung, die zeige ich demnächst noch. Macht ja auch mal Spaß, das Eine oder Andere aufzunehmen. Wenn's auch nicht perfekt ist - aber es sind halt Schnappschüsse - da läuft immer irgendwer ins Bild - man erntet oft böse Blicke - ich wurde schon ab und zu mal gefragt, ob ich für Google unterwegs sei *g* ... das mag ich dann auch nicht so gern, zumal ich mich im umgekehrten Falle auch nicht gern einfach auf der Straße knipsen lassen wollte!

Aber mal was anderes:
Da Du Dich evt. mit den Geschäften in BS noch auskennst - ich suche schon seit Ewigkeiten den Laden, der immer diese chines. Jade-Figuren hatte. Meinst Du, ich komme drauf, welcher das war ;-) Ob der Kunstgewerbeladen am Altstadtmarkt oder einer in der Friedrich-Wilhelm-Straße, evt. sogar ein Tabakladen, der das zusätzlich verkaufte? - Aber irgendwo muß es gewesen sein. Das sah immer so hübsch aus mit diesen chinesischen Fischern oder pagodenartigen Häuschen - kleine Szenen aus Jade - zumindest in jadegrün - ich kenne die Art dieses Kunsthandwerks leider nicht, insofern kann ich es nicht bezeichnen. Aber vielleicht hast Du es mal gesehen und weißt, was ich meine?
Es muß an einer Stelle gewesen sein, an der ich häufig vorbeikam und wohl auch öfter in den Bus gestiegen bin. Das war so Anfang der 70er Jahre ungefähr 71, 72, 73 ...

Liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ich überlege aber die ganze Zeit, WIE man einem Kranz eine Strickhülle anzieht??? Zumal er in sich geschlossen ist ... oder wird er auseinandergenommen? wäre ja auch ein ziemlicher Aufwand ..
Oder gibts beim Stricken einen Trick, so daß man die zunächst offenen? "Hüllen" irgendwie überstülpt und zunäht?
Finde die Idee nämlich sehr nachahmenswert!

Liebe Grüße
Sara

jane`s hat gesagt…

Ich habe mit meiner Handarbeitswut ja schon so manches bestrickt, behäkelt und benäht, aber einem Kranz einen Anzug zu verpassen....
:o)

GlG Jane

Sophies Welt hat gesagt…

Guck doch mal auf meinem Blog, ich habe eine kleine Freude für dich :o)
GGLG Sophie

(ich weiß nicht, wieviele Leser du hast (soll ja eigentich der Sinn des A.... sein), aber du hast den A.... einfach verdient :o)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Fertig sind die Känze noch nicht, denn nun ist ja Vorfrühling ;-)doch da sehe ich keine Probleme sie anzuziehen.
Aber ganz ehrlich, so kreativ bin ich nun auch nicht. In einigen Zeitschriften hatte ich ab und an schon mal umstrickte Kränze gesehen - mit sehr schönen Zopfmustern. Oder auch Varianten mit einer Kombination aus Strick & Plüschfell ...

Eine Häkelanleitung für die Sterne brauchst Du sicherlich nicht!? Wir haben da so ein ganz altes Handarbeitsheft. Das brauchte ich 1994 für meine beleuchteten Häkelsterne fürs blaue Haus, die werde ich jetzt hoffentlich bei Zeiten fotografieren und hier 'in der Nähe' veröffentlichen ...

@ Petra
Und schlagartig ist das Wetter jetzt anders und ich brauche vorläufig keine angezogen Kränze ;-)

@ Kerstin
Das war auch der Grund, warum ich diesen selbstgestrickten Pulli seit über 25 Jahren so aufgehoben habe. Die Muster & Farben mag ich immer noch. Und nun wurde er nur nach & nach je nach Wollbedarf aufgeribbelt und das Material neu verstrickt ...
Ich glaube, den Mustermix-Pulli in weiß-creme-silber habe ich auch noch. Könnte sein, dass der auch mal ein Winterkranz wird!?

@ Brigitte
Die gesehene Idee muss man nur rechtzeitig im Kopf wieder hervorkramen und modifizieren ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Eine Anleitung gibt es für die kleinen einfachen Sterne, die gestärkt werden sollen, damit man sie an Zweigen aufhängen kann. Die kann ich Dir gerne zukommen lassen. Aber nach den ersten Sternchen sind meine Mutter und ich schnell dazu übergegangen Varianten davon zu häkeln. Die blauen beleuchteten Sterne, die hier auf dem Blog noch fehlen, haben ein Bambusstab-Gerüst, das umhäkelt wurde. Und genauso sind die nicht mehr leuchtenden Plastiksterne dann entstanden.

Ja, der Blumenladen ist zumindest in meiner Erinnerung noch traumhaft. Wir hatten im Winter da mal einen Strauß gekauft, der noch jahrelang getrocknet weiterverwendet wurde ...

In dieser Woche kommen wir wohl nicht dazu im 68er Adressbuch von BS zu stöbern, aber das wäre sicherlich eine Hilfe, um längst verschollene Läden in der Erinnerung genauer zu lokalisieren!

Natürlich könntest Du so einen Kranz sogar rund umstricken. Aber dafür krümelt er zu sehr. Das wäre höchstens eine Handarbeit für den Sommer im Garten!
Die hier bekommen einen Schal angezogen, der vernäht wird.
Aber wenn es keinen Kranz gibt, der verhüllt werden soll, würde ich rund stricken und eine alte Decke einziehen bzw. mit Polsterwatte stopfen und notfalls mit einem Drahtring stabiliesieren ...

@ Jane
Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal Meisenknödel umhäkelt. Aber da war wohl der Winter zu mild. Es waren aber sehr schöne Farbtupfer in den Zweigen! Schau mal im Post vom 17. Dezember 2005. Das waren einfach kleine 'Einkaufsnetze' die ich oben zugehäkelt hatte ...

@ Sophie
Ich hoffe, Du bist mir nach dem langen Kommentar unter Deinem Award nicht böse, dass ich schon seit längerer Zeit nicht mehr an Award, Stöckchen etc. teilnehmen möchte. Es kostet mich einfach zu viel Zeit, die ich gern anders verwenden möchte. Und einer kommt selten allein - vor allem bei 5 Blogs ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

In übrigen kannst Du ja prima Anleitung geben für dekorative Recycel-Kosmetik oder wie man das nennen soll.
Daraus ließe sich sogar ein Buch machen - denn was so dekorativ ausschaut, das recycelt man doch gern oder selbst Kränze mit Brandlöchern hebt man gern auf, wenn man sie so schön verschleiern kann :-)
Oft waren solche Bücher nicht gerade mit sehr dekorativen Elementen geschmückt - von daher eher etwas für Kinder oder wenig anspruchsvolle Leute ;-)

SchneiderHein hat gesagt…

@Sara
Weißt Du, mit Büchern habe ich es nicht mehr so seitdem es das www gibt. Im tiefsten Innersten liebe ich es diesbezüglich platzsparend. Seitdem ein Freund von uns schon Mitte der 80iger von einem kleinen schwarzen Würfel träumte, den man überall mitnehmen könnte und aus dem seine Lieblingsmusik käme - eigentlich die gleiche Grundidee wie der iPod, da träumte ich auch schon von vielen platzsparenden Lösungen z.B für Videos, Dias usw.

Noch vor 2 oder 3 Jahren wollte ich noch ein etwas anderes Dekobuch rausbringen und Wolfgang & ich träumten von dem Buch Inselzeit in 3 Bänden im Schuber - die Geschichte mit seinen Bären-Zeichnungen, das Fotobuch und der Band mit Hintergrundinfos wie solche Amrum-Urlaube verliefen. Aber beide Projekte würden wahrscheinlich bedeuten, dass wir extrem in Vorleistung gehen und ev. die Erstellungskosten herausbekommen. Im Regelfall sind solche Dinge Liebhaberprojekte und keine lukrative Erwerbsquelle. Oder sie müssten dann wieder so massenkompertibel umgestrickt werden, dass uns der Spass dabei verloren geht.
Auch entstehen solche Bücher nicht nebenbei - zumindest nicht bei uns. Und neben dem Aufbau der Firma müssen solche Ideen auch mal monatelang einfach liegen bleiben können ...
Da ist es schön, dass es das kostenlose www zum Selbstarchivieren & Veröffentlichen gibt. Außerdem stehen uns diese Themen dann überall zur Verfügung, wo wir einen Zugang zum Internet haben - Bücher müssten wir mit uns rumschleppen. Und ich liebe die Verlinkung zu anderen Themen. Mit den guten alten Fußnoten kann man soetwas nicht erreichen ...

Nur von meinen alten Büchern mag ich mich noch nicht trennen. Und zur Zeit gibt es auch einige Spezialthemen wie Wendt&Kühn, Rosen und Katzenkrankheiten, wo ich noch Bücher kaufe. Aber könnte ich diese Dinge im www erfahren und mir verlinken, wäre es mir viel lieber!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Schade, liebe Silke!
Denn ein Buch zu lesen ist doch etwas ganz anderes, als vor dem Bildschirm zu sitzen. Bücher werden immer gelesen - kein Bildschirm wird das jemals ersetzen können. Es ist auf Dauer auch gar nicht gut für die Wirbelsäule. Mit dem Buch kann man sich einfach hinlegen - mit einem Notebook ist das alles ungleich schwieriger und in diversen Bereichen ungesund, auch für die Augen ... Ich habe das ja selbst erlebt und weiß wovon ich spreche und auch die Therapeuten, die ich im Zuge dessen kennengelernt habe. Es verlockt sehr viele und doch ist irgendwann Aus damit, weil es gar nicht mehr geht. Von dhaer habe ich das alles so ziemlich runtergefahren.

Und so sehe ich das auch mit den Spezialthemen in Büchern. Es gibt Wissen, das ist einzigartig und wird heute in der Form nicht mehr vermittelt bzw. anders, was längst nicht immer vorteilhafter ist. Solche Bücher würde ich nicht hergeben wollen. In solche Bücher schaue ich immer einmal wieder hinein. Und selbst wenn manche Werke digitalisiert wurden, benutze ich das Internet in dem Fall bestenfalls als Nachschlagewerk, die Suche, um spezielle Stellen schnell finden zu können.
Lesen mag ich aber nach wie vor viel lieber das Buch - ist einfach schonender.

Ja, das mit der Vorleistung - da hast Du natürlich recht. Auch wenn ich hier in den Blogs bei einigen von Büchern lese, wie "Belle Blanc", "Rostrose", wo das scheinbar nicht so ist. Ich kenne es aber selbst - daran scheiterte es bei mir früher mal - das habe ich nicht eingesehen, etliche tausend DM, was das seinerzeit war, vorab zu investieren ;-)
Bücher sind mehr etwas zur persönlichen Befriedigung, unabhängig von Einkünften. Nur ganz wenige schreiben Bestseller, die sich dann tatsächlich auszahlen.

Du hast schon recht - mir ginge es da genauso - bei mir würde auch nichts einfach mal so aus den Fingern gesogen ... alles braucht seine Zeit.

Nur so ganz frei im Web kann es sich jeder einfach so ansehen - da kann man natürlich auch etwas machen - nur auszugsweise und dann kaufen lassen in Form von e-Books oder pdf-Dokumenten, wenn man das wollte ...
Bringt sicher im Endeffekt mehr ein, als wenn man - dazu noch mit Vorleistung- ein Buch erstellen läßt.
Wobei es heute ja diese Fotobücher gibt oder "Lulu" und man da Einzelexemplare je nach Bedarf drucken kann. Aber die sind auch (noch) relativ teuer ...

Was die Fußnoten betrifft ... ich finde halt beides zusammen ideal, wie oben schon beschrieben - zum Suchen das Internet oder Computer mit seiner tollen Funktion und fürs Lesen das Sofa ;-)

Musik liebe ich allerdings auch platzsparend. Meine ist alle auf meiner externen Festplatte. Bei Bedarf hole ich da mal was auf meinen iPod.

Trotzdem irgendwie schade - weil Du so schön dekorieren kannst und das Material dafür ja auch vorhanden ist bei Dir.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
So ein Buch wäre aber auf Grund der zahlreichen Bilder unbezahlbar und damit der Kreis der Interessenten so klein, dass es noch teuerer werden müsste um die Produktionskosten einzufahren. Und um es als Hobby zu betreiben und zu verbuchen, ist unsere berufliche Situation im Moment denkbar ungeeignet ...

Reizvoll finden wir an der digitalen Version für Bärengeschichten & Dekowelten wirklich die weltweite Verfügbarkeit ohne Versandkosten, die Brillianz der Bilder und die Möglichkeit der Backlinks. Auch eventuelle Korrekturen oder Ergänzungen wären später noch möglich.

Ich bin mit meinem alten Laptop jetzt an die Grenzen gestoßen: Der Akku ist hin - ohne Stromanschluß geht nix mehr, die Tastatur klemmt häufig, das Pad ist nicht mehr zu bedienen - ich brauche daneben die Maus auf dem Tablett, und der Speicherplatz reicht nicht mehr für unsere heutige Zeit. Aber der Ersatz naht!

Ich habe zwar noch ein paar Blumen-Zeitschriften abonniert, aber ich ertappe mich immer häufiger dabei, dass ich gerne am Laptop lese - allerdings im Liegen auf dem Bett. Ich persönlich finde das sogar augenschonender - mag an der Qualität von Sony liegen, denn auf Bildqualität legen wir dann schon Wert. Und da ich bei Tageslicht meist anderes mache, als zu lesen bzw. in Zeitschriften zu blättern, finde ich oftmals die Spiegelungen der Leuchten in den Hochglanzmagazinen unangenehm.
Und seit dem Verbot der 100 bzw. 75 Watt Glühlampe finde ich das Lesen von Papierversionen noch anstrengender ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Nur schade ist, daß man das alles kostenlos zur Verfügung stellen muß - es sei denn, man hat einen abgeschlossenen Bereich auf der Webpage, wo so etwas zum Download zur Vergfügung gestellt wird. Und das finde ich überhaupt sehr schade, daß, wenn man gute Ideen hat, die gleich von anderen geklaut werden, weil ja jeder im Internet alles gleich sehen kann - ohne zu bezahlen!

Das mit dem Notebook ist bei mir ähnlich. Nur daß es bei mir festangeschlossen als PC dient. Der Accu hat von Anfang an bestenfalls eine Stunde, eher weniger, gehalten. Da ist mittendrin auf einmal alles aus. Und die Speicherkapazität ist auch nicht so ideal. Da kommt dann beides zusammen. Die langsame Internetverbindung und das total langsame Notebook. Macht alles keinen Spaß mehr!

Aber eine separate Maus sowie separate Tastatur benutze ich schon immer, da mir die Tastatur des Notebooks zu eng ist. Aber ein Grafiktablett ist schon etwas Feines!

Wo Du das mit den Glühlampen sagst - ich habe jetzt erst gehört, daß irgendjemand die als Heizquelle o.ä. verkauft, dann ist es erlaubt ;-)

Liebe Grüße zu Sonntag
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Nö, da widersprechen wir Dir jetzt ganz energisch. Früher - wirklich vor sehr langer Zeit, hatten wir die Hoffnung mit Büchern Geld zu verdienen und vielleicht sogar in Zukunft unseren Lebensunterhalt damit zu finanzieren. Den Zahn haben wir uns aber gezogen, seitdem wir uns näher mit dem Thema Buch & Verkauf beschäftigten. Das die Produktion bis zum druckreifen Layout bei uns viel Zeit erfordern würde war schon immer klar, denn als Gestalter gibt es fast nie ein Produkt, dass wir als 100%ig und damit als fertig betrachten. Auch wenn wir viel bessere Möglichkeiten haben als Ottonormalverbraucher - oder gerade deswegen ;-)

Seitdem genießen wir es etwas in die Welt - ins www zu stellen, was nix außer unserer Freizeit und Arbeitszeit kostet. Einen kommerziellen Zweck hatte ich zwar in ferner Zukunft mal auf anderen Blog-Abwegen verfolgt, aber davon haben wir wieder Abstand genommen. Von den Links von Firmen & Produkten, die wir auf unseren Blogs haben, entsteht uns kein finanzieller Nutzen. Höchstens der Nutzen, dass sich die kleinen Firmen und ihre Produkte etwas länger gegen Großkonzerne und Ketten behaupten können ...

Und ich freue mich über jeden Tag, an dem mich Google noch nicht dazu verdonnert auf dem Blog Werbung schalten zu müssen. Dass ich nun beim Veröffentlichen von Posts nun fast individuelle Werbung zu meinem Nutzerprofil bekomme z.B. über Schädlingsbekämpfung in Form von Mausefallen, über Lagerregale oder Wintergärten, darüber kann ich amüsiert bis interessiert hinwegsehen.

In unserer komerziell orientierten Welt finde ich es schön, wenn es eine Parallel-Welt der Tauschgeschäfte gibt. So sehen wir jedenfalls die Blogwelt. Jeder gibt das, was er mag und bekommt dafür etwas anderes zurück ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, ich meinte das allerdings ganz allgemein, liebe Silke.

Es gibt ja auch Leute, die drauf angewiesen wären, daß eben nicht alles kostenlos angeguckt und genommen werden kann. Z.B. Arbeitslose, für die das Web eine wunderbare Möglichkeit ist/wäre, da nahezu kostenlos, ihr geistiges Eigentum im Tausch gegen Bares zu publizieren. Z.B. in Form von e-Books oder über einen Blog/Website Geld mit bspw. Werbung zu verdienen. - Wer es sich leisten kann, keine Frage, ist es ein schönes Hobby.

Wobei jemand, der über Internetseiten ein Auskommen erzielen will, erheblich viel mehr als 8 Stunden pro Tag am Internet verbringen muß, und dann ist das noch nicht einmal gewährleistet. Obwohl einige wenige dieses Geschick haben ... zumindest gibts schon etliche, die es halt versuchen ... Wir schrieben ja schon mal über dieses Thema ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Genau, das Thema hatten wir schon mal in Bezug auf Werbung auf den Blogs. Aber ich glaube, dann kam mir das Leben von Herrn Katze dazwischen, und ich brach das Thema plötzlich ab ...

Ganz allgemein befüchte ich auch, dass man ganz schön viel Zeit im www zubringen muss, um davon einigermaßen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein paar wenige Außnahmen gibt es sicherlich, aber es ist fraglich, wie lange die dann 'in' sind und das erforderliche Tempo durchhalten können. Und wahrscheinlich gibt man das ev. mehr an Geld dann später für die Folgeschäden wie Rückenprobleme, Bewegungsmangel, Fehlernährung und eine Brille aus.
Abgesehen davon, dass es dann wohl fast nur noch einen virtuellen Freundeskreis gibt.

Ich finde, das bekommt Blogger wirklich schon perfekt hin einen indirekten Druck auf die Bloggenden auszuüben mit den Listen der gerade veröffentlichten Posts und den Lesern = Freunde. Und die Statistiken haben ja wohl auch so manchen in Panik versetzt, wenn klar wird, wer alles nur zufällig vorbeischaut und gleich wieder verschwindet. Und wenn ich da an die ganzen Tipps denke, die Blogger schon vor Jahren gab, um möglichst beliebte Posts zu basteln!
Kein Wunder, dass es immer mehr gestresste Menschen gibt. Ich gebe gerne zu, mich hatte es auch gepackt, und ich habe mich gerne eine Zeit lang dem Druck ausgesetzt, als ich glaubte, dass ich bestimmte Ziele damit erreichen könnte. Aber inzwischen stehe ich auf dem Standpunkt diese Ziele sind fast nicht erreichbar und wenn nicht auf Dauer durchzuhalten - wie gewonnen so zerronnen ... Denn es kommen genug nach, die dann zeitweilig mehr Power zur Verfügung haben. Und außerdem müsste ich dann fürchterlich allgemeingültig werden, um meine Zielgruppe zu vergrößern. Aber dann verliere ich beim Bloggen - genau wie beim Buch - den Spaß am Machen und verfehle damit meinen persönlichen Sinn & Zweck der Aktion.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Da gabs schon manchen Herzinfarktpatienten durch den enormen Stress, den das erzeugt (Berufsblogger). Und wenn man bedenkt, was ein Robert Basic für seinen Blog letztendlich erhielt, ist das lediglich ein normaler Stundenlohn wenn nicht sogar weniger. An die Folgeschäden denkt der Mensch im Allgemeinen kaum, das gilt ja für eigentlich alle Lebensbereiche. Bei diesen Exessiv-Bloggern fällt allerdings auf, daß sie es ohnehin nicht so mit der realen Welt haben - wer sich derart zum Internet hingezogen fühlt.

http://digiweb.excite.de/blogstress--riskieren-wir-unser-leben-N325.html

http://www.krone.at/Internet/US-Blogger_twittert_live_ueber_seinen_Herzinfarkt-Bis_ins_Krankenbett-Story-219316

Naja, letztendlich liegt es bei jedem selbst, was er draus macht, unabhängig vom Blogsystem und dessen Möglichkeiten. Eine Zeitlang macht alles mal Spaß. Auch, um es kennenzulernen ... aber auf Dauer??
Es ist aber wohl kaum einer ganz frei davon, nicht auf die netten Bildchen zu achten, wenn sie denn schon einmal da sind. Und als höflicher Mensch will man schließlich auch antworten ... das ist ein ständiger Balanceakt. Ob man das auf "Dauer" wirklich will??

So geht mir das jedenfalls im Augenblick. Ich habe einfach zu wenig Zeit, um bei anderen zu kommentieren bzw. wenn, dann möchte ich zu Beiträgen, die mich auch interessieren, kommentieren und nicht nur im "Gegenzug".

Irgendwann ufert das aus. Das kann und will ich nicht leisten!
Den Blog "so liegenlassen" bedeutet aber auch, daß einem bewußt ist, da "ist etwas", worum man sich in irgendeiner Form doch kümmern muß. Wie mit anderen Sachen, Dingen, auch.
Ist ein Blog ganz weg, hat man dieses Problem nicht mehr ;-)

Mich würde es, glaube ich, ziemlich stören, wenn ich selbst nicht mehr bloggen würde und der Blog würde da nur so brach herumliegen. Selbst wenn er verschlossen wäre (mit PW), wäre mir ständig bewußt, daß er da ist ... ... Und viel später wieder neu anzuknüpfen halte ich für eine Utopie. Man verändert sich, die Welt verändert sich - man würde da nie mehr neu ansetzen, wo man einmal aufgehört hat. Als bloße Tagebuchaufzeichnungen für sich selbst kann man ihn ja auf Festplatte speichern.

Daher bin ich jetzt - nach gut 1 Jahr Bloggen hier immer mal wieder am Überlegen, denn 1 Jahr ist eine ziemlich lange Zeit ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Diese Überlegungen ganz aufzuhören hatte ich zwar auch ab und an. Aber im Gegensatz zu Dir würde ich den/die Blogs trotzdem stehen lassen.
Aber das Thema hatten wir ja auch schon mal bei Deinem Naturstudien-Bolg.
Auch wenn es mir manchmal nach Monaten schwer fiel mich wieder zum Posten & Kommentieren aufzuraffen, so war es doch schön an die bestehenden Inhalte irgendwann anzuknüpfen zu können. Außerdem stehe ich/wir noch immer zu dem, was wir da veröffentlicht haben. Und trotz Pause bin ich mir meistens in vielen Bereichen treu geblieben. Meiner Meinung nach darf sich ein Blog im Laufe der Zeit auch mit dem Blogger verändern. Daher kämen wir auch nicht auf die Idee einen alten Blog zu löschen und mit ähnlichen Themen einen neuen zu beginnen.

Auch finden wir es bisweilen reizvoll Blog-Leichen zu entdecken, denn es gibt immer noch kleine Perlen, die aus welchen Gründen auch immer nicht fortgeführt wurden, aber teilweise trotzdem zeitlos sind. Zum Beispiel gibt es da Teddygeschichten im www die wir uns ab und an wieder ansehen.

Die Idee mit der Festplatte zum Lagern von Infos funktioniert bei mir nicht. Ich bin schon immer genervt, wenn ich neben mir die mobile Festplatte anschließen muss, da wir wieder viel zu schnell zu viele Fotos auf dem Laptop haben. Meist sind die Bilder auf den Festplatten dann Karteileichen - es sei denn wir wollen doch mal Bücher damit produzieren. Dann bräuchten wir plötzlich doch mal wieder die Rohdaten.

Nö, für uns sind die Blogs platzsparende virtuelle Fotoalben, die jeder der daran Spass hat dann betrachten kann, wann es ihm zeitlich passt. Ich denke noch mit Grauen an die Diaabende bzw. die vorgelegten Urlaubsfotos, die mit einem festgelegten Tempo angesehen werden sollten ...