Sonntag, 9. Januar 2011

Messie oder Lager-Logistik?


Wenn man kaum etwas wegwerfen mag, und meint vieles
immer noch irgendwann einmal gebrauchen zu können,
dann ist die Gefahr ziemlich groß einerseits als Messie ver-
schrien zu werden und andererseits begibt man sich auch
tatsächlich in die Gefahr zum Messie zu werden. Zumindest
zum Deko-Messie ...

Allerdings standen heute die Dekokisten im Treppenhaus
noch so schön bereit, dass
die beiden Schneemänner
vorübergehend schnell schlafen geschickt wurden, und
'Knut' dafür sorgt, dass das letzte alte Weihnachtsgrün
aus dem Haus verschwindet!

Bis die Weihnachtskisten mit dem grünen Dekomaterial
sich nun nicht mehr im Treppenhaus stapeln und die Beton-
gefäße im Kellerfenster stehen, vergehen sicherlich noch
ein paar Tage, da es reichlich Weihnachtsdeko gibt, die mir
je nach Wetter auch noch im Januar & Februar gefällt.



Aber im Hause SchneiderHein gibt es da noch reichlich andere
Messie- oder Logistik-Bereiche. Denn auch
kleine Teddybären
sind eifrige Sammler - woher sie das wohl haben? Da trägt ein
Linus in seinen Hosentaschen zum Beispiel 'drei Gummibänder,
und nur eines ist so morsch, dass er es zusammengeknotet hat.
Dazu hat er schon zwei Papierflitsche vorbereitet, damit er
sofort – nachdem er die Papierwinkel mit Spucke angefeuchtet
hat - mit den Gummis schießen kann. Eine richtige Zwille hat
Anna ihm ja verboten. Das abgebrannte Streichholz kann man
sicher noch brauchen. Dazu ein extra flacher Stein, der gut über
das Wasser ditscht. Und ein ganz spitzer Feuerstein ... ' und
noch vieles mehr an
'Krims und Krams' - ein Textauszug aus dem
bis heute unveröffentlichen Kapitel von Wolfgang's
Inselzeit ...

Und ein Herr Hein kann auch reichlich Holz-, Plastik- oder
Metallreste zum Lackieren seiner Automodelle gebrauchen!


Es gibt so viele Dinge, die heutzutage aus Platzmangel
oder anderen Gründen weggeworfen bzw. vor die Tür gesetzt
werden. Was aber entstehen kann, wenn man solche 'Schätze'
sorgsam verwahrt, dafür ist
der Küchenkranz meiner Mutter
ein sehr schönes Beispiel ...


Und die Liste der Dinge, die wir hier im Haus irgendwann
schon einmal umgenutzt haben, ist fast unendlich.


Allerdings erfordert so ein fast-alles-aufheben-wollen eine
gute Verpackungs-Organisation mit Kisten, Kästen & Regalen.
Und auch entsprechende Lagerräume. Also wirklich schon eine
gewisse Lager-Logistik, die mir leider in den letzten Jahren
immer mehr aus dem Ruder gelaufen ist. Sei es nun wegen
dem Wetter, da es in der Garage gerade zu dem bestimmten
Termin zu kalt oder das Sommerwetter viel zu schön war,
um in staubigen Kisten zu wühlen und
die Osterdeko endlich
wieder vernünftig zu verpacken
...

Ach, es gibt zig Gründe, warum das Sortieren und Verpacken
gerade mal nicht passt. Und dann wuchert das Chaos. Plötzlich
werden aus Platzgründen früher gut sortierte Farbkisten irgend-
wie vollgestopft, damit der Krempel erst einmal aus den Augen
ist. Aber aus den Augen heißt dann auch irgendwann aus dem
Sinn: So bin ich nun schon seit über einem Jahr auf der Suche
nach zwei Stoffanhängern. Es gibt sie, das weiß ich ganz genau!
Aber wo? Ich bin mir sogar sicher, dass ich sie recht logisch
verpackt habe, aber sie verstecken sich trotz intensiver Suche
noch immer erfolgreich vor mir. Aber wahrscheinlich sind sie
nur von einer Reihe unstrukturierter Kisten in einem meiner
Lagerräume überwuchert worden...


Im Moment ist es mir jedoch noch zu kalt auf Dachböden,
in Garagen und Kellerräumen zu kramen. Wie heißt es doch
so schön - alles neu macht der Mai ....!?


Aber bis dahin werde ich sicherlich noch so manches Teil
in meinem Fundus entdecken und umnutzen. So wie damals
das Weidenbündel, das ich zu verschiedenen Jahreszeiten
immer wieder anders eingesetzt habe, bis es zu morsch war.
Oder
die Strohkränze, die nun auf ihre Pullis warten ...

Gut, so wie im Hause SchneiderHein das Sammeln & Umnutzen
betrieben wird, das ist in einem normalen Haushalt kaum möglich.
Obwohl wohl fast jeder so sein ganz spezielles Eckchen hat ...



Allerdings frage ich mich, ob die heutigen Kinder nicht etwas
zu clean und in einer zu sehr vorgefertigten Welt größer werden.
Diese Gedanken beschäftigen uns schon lange. Ich möchte meine

Kinderzeit mit alten Fernsehkartons & Butzenbau unter dem Wohn-
zimmertisch oder im Garten mit Decken, ausrangierten Teppichen,
dem alten Sonnenschirm und wackeligen Gartenstühlen um keinen
Preis hergeben oder mit den heutigen Kindern tauschen. Auch
hatten Wolfgang's und meine Spielzeuge ein viel längeres Haltbar-
keitsdatum. Heutzutage erschrecke ich mich bei manchen Ebay-
texten wie schnell da Spielzeuge unwichtig sind, oder nicht mehr
dem Alter entsprechen. Bei uns wären
solche Haba-Stoffspielzeuge
bestimmt jahrelang noch in Benutzung gewesen. Für unsere Plüsch-
tiere als Kulissen oder nur, um sie als Untergründe für andere toll-
dreiste Welten weiter zu verwenden.


Aber ein Herr Hein hat als kleiner Junge ja auch seine versehentlich
ausgesperrte Mutter einige Zeit vor der Wohnungstür warten lassen,
da er mit seinen Plüschtieren schwer beschäftigt war im Gefrier-
schrank eine Nordpol-Expedition zu unternehmen ...


Da finde ich diesen Post über ein Lego-Problem der ganz besonderen
Art einerseits herrlich amüsant und andererseits erschreckend, da
dieses Spielzeug wohl nur noch einen einzigen richtigen Weg und
keine Experimente mehr zulässt ...

Doch ich bin mir sicher, dass es dort, wo es dieses kurzzeitige
Lego-Problem auftrat, es auch noch
genug andere Impulse und
viel Kreativität am Wegesrand
gibt, die auch häufiger mal
zu logistischen Problemen führen können.


Schade finden wir nur, wenn Kinder in einer zu vorgefertigten
Welt aufwachsen, die sie nur noch entsprechend ihres Alters
abarbeiten sollen ...

Fotos: S.Schneider



Und nun bin ich ganz beruhigt, dass ich mich im www nicht ganz
alleine oute,
denn auch Herr M. kämpft mit seinen Dingen ...


Kommentare:

Petra hat gesagt…

Na, ich möchte aber meinen das "Messie" hier nur positiv zu sehen ist ;-)
Als Kind habe ich besonders gerne aus riesigen Papkartons und Regenschirmen ganze Städte gebaut...daran erinne ich mich noch gut.....auch haben wir als Kinder sehr viel aus alten Dingen gebastelt - ich denke das hat die Kreativität wirklich gefördert.....die Bärengeschichten sind einfach entzückend - würden sich prima als kleines Buch machen...

carola hat gesagt…

Silke,
ich kann jedes einzelne wort in bezug auf lager-logistik und grenze zum messietum unterschreiben. ich schwanke da auch auf einem gefährlichen grat entlang.
glücklicherweise ist der lagerraum in einer stadtwohnung doch begrenzt, und die vernunft muß siegen.
nachteil: die auswahl der dekoteile ist halt kleiner und variationen begrenzt.
was die logistik anlangt . . . das thema hatten wir beide ja schon mal ;-)
ich bin gerade dabei alles zu listen und in tabellen zu speichern, so dass ich über suchwort-funktion auch was finden kann. ich habe da allerdings nicht nur den dekokrempel gelistet sondern auch diverse selten genutzte heimwerkerteile, baumaterial, sogar küchenutensilien.
vorrangig mache ich das derzeit um neukäufe zu verhindern und um diversen bestand aufzufinden um ihn zu verkaufen.
nur die karton-lagerortbestimmung habe ich noch nicht erfasst . . . die kommt "zum schluß" - aber wann ist jemals schluß mit dem füllen und räumen der kartons ??? ;-)

was das spielen mit kartons und dergleichen angeht habe ich wundervolle erinnerungen an meine kinderzeit, wo wir regelrecht gierten wenn irgendwo ein lieferauto stand und womöglich ein großes gerät angeliefert wurde. wir fragten ob wir den karton haben dürften, und wenn wir ihn dann wirklich bekamen, zogen wir glückselig damit los. solange es trocken blieb war es ein spielzeug für mehrere tage.
es gibt ganz phantastische spielgeschichten, an die ich mich auch noch sehr gut erinnere.

mein – vom älteren nachbarsohn- "ererbter" legoschatz, in für damalige zeiten wirklich unvorstellbarer menge, hat mich unendlich stolz, glücklich und vor allem kreativ gemacht. – das hat nachwirkungen - - bis heute ;-)

in diesem sinne: ich muß räumen und ordnen . . .
lg
carola

Herz-und-Leben hat gesagt…

Logistik ist gut :-)

Messie ist für mich nur, wer viel (Überflüssiges) besitzt und darin auch noch Unordnung hält.

Häufig haben ältere Leute das in ihren Papieren oder überhaupt, was Papier betrifft, Zeitungsausschnitte, Stapel ... und die geeigneten Ablagemöglichkeiten sind nicht vorhanden oder nicht bekannt. Oder es würde vermutlich Jahre dauern, die Papierberge aufzuarbeiten ... wobei das Meiste ohnehin ein Fall für den Müll würe ;-)

Die Reste ... was Materialien wie Holz - Plastik ... betrifft ... mein SchwieVa hatte da so ein Lager im Keller ... nie gebraucht das Meiste, eben nur, daß es "da" war. Wir fanden es grauenhaft, zumal wir dann das Entsorgen hatten. Diese Generation hing an jedem Fitzelchen. Bei meiner Mutter ist es heute noch so, daß sie Plastikbecher aufhebt, Plastiktüten, obwohl die dann bloß die Schränke vollstopfen und sie das Meiste davon doch niemals mehr braucht. Nachdem wir da mal gründlich aufgeräumt haben und vieles weggeworfen, sieht es wieder in der Küche manierlich aus. Aber es häuft sich immer wieder an, weil sie eben "nichts" wegwerfen kann, was solche "kostenlosen" Materialien betrifft. Auch Flaschen, die manchmal sogar schön aussehen ... Gläser ... KÖNNTE man ja mal gebrauchen. Fürs Einkochen z.B. - aber daß die Augen immer schlechter werden und hier wohl der Wunsch der Vater der Gedanken ist .... naja ... was rede ich ... und in den Keller wird dann doch nicht alles von diesen aufgehobenen Dingen gebracht. Geschweige denn,daß da vernünftige Ablagemöglichkeiten wären.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und selbst wenn wir 20 IKEA-Kisten kaufen würden für dieses Zeug, würde z.B. mein Mann das überhaupt nicht einsehen, warum man Nutzloses horten sollte und dafür sogar noch Geld ausgeben für entsprechende Ablagen. Oder gar zusätzlichen Lagerraum, der zusätzlich auch Miete kostet!

Aber wer den Platz dafür übrig hat und gerne sammelt - warum nicht. Schließlich verdanken wir Menschen mit derartigen Ambitionen, daß manches antike Zubehörteil, wie z.B. alte Beschläge, Werkzeuge ... nicht im Müll gelandet sind sondern aufbewahrt wurden und später noch ihre Bestimmung bei denen findet, die das dann tatsächlich brauchen, z.B. um ein altes Fenster einzubauen, an dem allerdings der antike Griff fehlte ...

Alles was man wirklich mal braucht, wie z.B. vielleicht 20 Gummiringe und 10 Plastiktüten, dagegen ist ja nichts zu sagen - aber alles was mehr ist, verschwindet dann in irgendwelchen Ecken oder Behältnissen auf Nimmerwiedersehen ;-) Da das rechte Maß finden ist für manchen halt nicht so leicht. Besonders ältere Leute haben oft so ein Warenlager. Im Kriege gab es "nichts" und auch davor hatten sie oft nicht das, was es heute oft eben sogar kostenlos gibt. So wird gehortet ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Was die Kinder betrifft, da muß ich Dir recht geben. Ich finde es schlimm, wenn Kinder in eine "Puppenstube" gesetzt werden, die aus "tollen" neuen Möbeln und ein paar Plastikkästen besteht. Gerade das Entdecken auf Dachböden hat was - diese Geheimverstecke ... dazu könnte ich auch Geschichten erzählen ;-)
Selbst die Fenster wurden als ich Kind war, nicht so häufig geputzt, wie das heute so manche Frauen mit Putzfimmel tun! ;-) Ich erinnere mich noch an eine der - wenigen - Fensterbänke im Haus. Wie da eine Spinne ihr Netz gebaut hatte ... Oder die Rote Spinne unter der Lampe in der Stube, die dann allerdings Junge bekam. Das konnte ich stundenlang beobachten. Wobei die dann doch nach einer Weile umquartiert werden mußten ;-)

Kartons und Kartonhäuser kenne ich ebenso. Wir hatten - besonders ich - nur sehr wenig Spielsachen. Ich mochte die fertigen ohnehin nicht so, habe viel lieber draußen und mit Steinchen, alten Porzellanscherben usw. gespielt. Der Kaufmannsladen meiner Schwester wurde dann irgendwann auch verkauft, da sie dann nicht mehr damit spielte. Denn die Keller waren auch nicht sooo groß, um so etwas "ewig" aufzuheben. Sonst hätte er sicher bei meinen Kindern dann noch Verwendung gefunden. So hatten wir eben nur einen ganz kleinen Tisch-Kaufladen, den ich vor wenigen Jahren weggab, da meine Kinder erwachsen sind. Enkelkinder gibt es nicht und wer weiß wann einmal ... und wir mußten vor einem neuen Umzug genau überlegen, was wir mitnehmen. Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, sich von Dingen zu trennen, die man nicht mehr braucht. Und ich finde es völlig o.k., wenn andere Familien, die nicht so viel Geld haben, günstig an solch einen Kaufladen kommen, während er bei einem selbst zig Jahre auf dem Boden lagert ... und wer weiß, was DANN wäre, wenn die Kinder einmal Kinder hätten .... womöglich gibt es dann DEN ultimativen Kaufladen, den "man" unbedingt haben muß .... auch wenn meine Kinder nicht in dem Sinne aufgewachsen sind, daß man alles, was "in" ist, haben muß! Aber wer weiß, was die potentiellen Ehepartner dann für Ansichten haben ... oder der "Druck der Umwelt" dann ? ? ?

Herz-und-Leben hat gesagt…

Hihi, das Lego-Problem kenne ich. Ich hasse übrigens Lego, seit meine Kinder es hatten. Erstmal diese zahlreichen Einzelteilchen, auf die man ewig tritt, das mühselige Aufräumen von Bergen von Lego, vom Saubermachen ganz zu schweigen ... und dann diese vorgefertigten Sachen. Als ich Kind war, gabs ungefähr einen Schuhkarton voll damit und daraus wurde eigenständig gebaut, was mir einfiel. Damit waren die Möglichkeiten zwar beschränkt aufgrund der Anzahl. Aber es hat Spaß gemacht und ließ noch Platz zum Träumen und verbinden mit anderen "artfremden" Materialien. Die heute ja leider mit dabei sind, wie Blumensträuße und was weiß ich noch ... alles aus Lego, weil es nur so "echt" Lego ist ...

Als Eltern hat man leider auch immer das Problem mit gut meinenden Verwandten, die die Kinder dann mit Dingen überschütten, die man selbst niemals wollte! Und man kann die Sachen dann nicht einfach mal so übergehen oder weggeben ;-)

Im Allgemeinen aber werden die Kinder, solange sie noch nicht zur Schule gehen, doch am meisten von ihren eigenen Eltern beeinflußt und deren Lebensstil. Je nachdem also, was ein Kind von daheim mitgekriegt hat, wird es ähnlich oder im krassen Gegensatz dazu leben, was es ja manchmal auch gibt.
Gutes Thema und die Bärengeschichten finde ich auch niedlich :-)

Liebe Grüße
Sara

Frauke hat gesagt…

ein Traum für kreative schöpferische Menschen ist die Unordung und die Vielfalt
und ein Alptraum ist die Unordnung für Pedanten und Kleinka....
am wohlsten fühle ich mich wenn überall etwas herumliegt und zum kreativen Weiterarbeiten anlädt, dazu gehören Bücher , Material und Werkzeug
ab und zu wird mal durchsortiert und gereinigt aber das öffnet auch wieder die Augen und gedanken für neue Ideen,
sied glücklich über diese Gabe
und ich bin traurig wenn alles nur zu kurzlebig istn,
noch hete erfreuen sich meine Enkel an den Spielsachen , Büchern und Krimkrams, Hausrat ihrer Eltern, Groß- und Urgroßeltern
Frauke

jane`s hat gesagt…

Als Messie habe ich mich auch schon beschimpft, als wir die Tage Wohn- und Eßzimmer renoviert haben. Gefühlte 63 Vasen und ca 82 Teller, Tellerchen und Untersetzer, jede Menge Gläser, Kartons und Alben voller Fotos und vieles mehr fand den Weg in 8 (!) Umzugskartons. Doch nur drei ehemalige Senfgläser konnte ich unter "ausmisten" verbuchen, alles andere schlummert jetzt wieder gemütlich in den Schränken :o)

GlG jane

Hedwig hat gesagt…

Also wir werfen auch nur ungern weg was doch noch - irgendwann - seine neuen Wirkungskreis erhalten kann....aber man sollte schon darauf achten das man sich nicht zu - Müllt, das passiert sicher dann, wenn man wirklich nicht mehr weiß was in all den vielen Kartons uns Kisten wirklich verpackt ist - die da so auf dem Dachboden, Keller oder Stall vor sich hin stehen....aber wenn der Überblick über all die gesammelten und verwahrten Schätze noch klar und deutlich ist....so steht dem kreativen Einsatz all dieser schönen Dinge doch nichts im Wege :o))

LG Hedwig

SchneiderHein hat gesagt…

@ Petra
Vielleicht hast du ja irgendwann mal die Gelegenheit Dich von unseren 'Lagerräumen' im Original zu überzeugen - dann denkst Du ev anders ;-) Aber fürs Frühjahr habe ich mir zumindest vorgenommen das Deko-Chaos wieder zu sortieren. Mal abwarten was dann dazwischen kommt. Im Moment sieht die Liste der Möglichkeiten schon ganz gut aus ... ;-)

Für so ein Bären-Büchlein brauchen wir aber auch viel Zeit ...
Und die Amrum-Geschichten beschreiben einen dreiwöchigen Urlaub, den ich fast so als Kind in mehreren Jahren erlebt habe. Eigentlich wollte Wolfgang all' die Themen inklusive aller Inselbesichtigungen in einem einwöchigen Urlaub abhandeln. Aber kleine Bären brauchen ja noch viel länger als kleine Kinderfüße für die Strecken. Daher kam Wolfgang ja die Idee mit den Dreirädern ... Und so gibt es zu vielen Vorhaben und Ideen auch reichlich Lagerbedarf!
Die Überlegungen zu dem Spielen mit Pappkartons entickeln überings auch gerade wieder ein Eigenleben ...

@ Carola
Lang, lang ist es her, dass ich mich auch an Lagerlisten versucht habe. Darum hat Wolfgang bei der Bärin Anna in der Inselzeit ja auch eine gute reale vorlage beschrieben ;-)
Inzwischen musste ich aber feststellen, dass ich mehr mit den Listen beschäftigt bin als mit dem realen Anwenden. Und die Listen nie aktuell sind. Da ist der Deko-Blog die schönere Erinnerungshilfe.
Und für die Erzgebirge-Sammlung brauche ich eh' Fotos von den Figuren. Da ich so manches Blumenkind jetzt schon 5x besitze - allerdings aus unterschiedlichen Produktionszeiten und die Bilder, die bei Ebay eingestellt werden, sind teilweise auch sehr informativ. Da arbeite ich jetzt mit Fotoordnern um die Überblick zu behalten.

Danke für Deine Schilderung zu Deiner Karton-Kinderzeit - die hat Wolfgang am Mttwoch gleich inspiriert. Nun werden alle Ebay-Kartons mit Lebensgeschichte vorerst gesammelt ;-) Wasmeinst Du, wie unser Treppenhaus jetzt wohl aussieht!

Tja, wir sind auch noch die Lego-Generation, die improvisieren musste und nur ein paar Räder und Fenster hatte. Ich hatte sogar mal an einem Wettbewerb teilgenommen. Da sind aus meinem spärlichen rot-weißen Legoschatz 2 Katzen als Buchstützen entstanden. Und als Preis bekam ich dafür so eine blöde Fertig-Garage ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Bei dem Thema hatte ich ja schon mit einem längeren Kommentar von Dir gerechnet, aber so lang!?
Ich denke mir, über vieles davon haben wir uns schon an anderer Stelle ausgetauscht, da wir diesbezüglich oftmals ganz unterschiedlicher Meinung sind und eine ganz andere Beziehung zu manchen Dingen haben ...
Amüsant finde ich in dem Zusammenhang Deinen Post zum Stopfei. Auch wenn es sicherlich günstig war, so wäre mir nie in den Sinn gekommen es zu kaufen. Oder nur, wenn ich es zum Beispiel später für die Osterdeko hätte verwenden wollen. Mir scheint, auch Du begibst Dich also häufiger in Gefahr und kommst zeitweilig darin um ;-)
So wie ich schon häufiger bei Oxfam etwas abgegeben habe und prompt dort etwas entdeckte, was dann mitkam. Manchmal ist dann auch das Rosenthal-Schaufenster davor verhängnisvoll - da gab es mal die Weihnachtsbaum-Kugeln in türkis-blau, die ich seitdem für die Weihnachtsdeko im Bad verwende. Vorher brauchte ich im Bad keine Weihnachtsdeko ;-)

Wir haben damals auch geflucht, als wir wochenlang dieses Haus von den Sammlungen und aufgehobenen Dingen, die man irgendwann mal gebrauchen kann, befreien mussten. Alles in einen Container wäre auch keine Löung gewesen. Wir hatten uns dann für 3 Garagen-Flohmärkte entschieden. Setzt man allerdings Zeitaufwand zu Gewinn in Relation, wäre eine Enrümpelungsfirma sinnvoller gewesen. Zumal auf dem Dachboden nun immer noch Reste, die zu schade zum Wegwerfen waren, dort nach über 15 Jahren verstaut sind. Aber den Boden nutzen wir sonst eh' nicht ...
Bei meinem Vater hatten wir seine Wohnung nur kurz durchsortiert und dann entrümpeln lassen. Da blieb von seinem Leben weniger als eine Wagenladung übrig. Im Nachhinein hätte ich gerne das ein oder andere Stück doch noch behalten. Aber da Dresden nicht um die Ecke liegt, musste es schnell & effizient gehen. Er war in den letzten Jahren mehrmals umgezogen. Sonst hätten wir damals bestimmt auch mehr Entscheidungen fällen müssen!
Der Mittelweg zwischen den beiden Haushaltsauflösungen wäre für mich wohl der beste Weg ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara Teil 2
So, die Katzendamen sind abgefüttert ...

Die Idee überflüssigen Hausrat im Garten auszusetzen mag ich auch nur begrenzt. Denn der Garten soll noch Garten bleiben. Ich habe zwar auch die Einkochkessel und alten Kochtöpfe als Blumenkübel umfunktioniert und die Einweckgläser wurden Windlichter, aber da ich mich nicht vom Wurz-Fieber habe anstecken lassen, bleiben Siebe, Schöpfkellen, wackelige Stühle und Co. bei uns noch im Haus ...

Und gib es doch zu, wenn Dein Mann Dich nicht ausbremsen würde, dann würdest Du auch noch viel mehr aufheben wollen, solange der Lagerplatz dafür iegendwie noch vorhanden ist ;-)
Da macht sich eben schon bemerkbar, wie der Partner dem Thema gegenüber steht.
Ich hebe zwar gerne auf, mag es aber gut organisiert. Wenn es nach mit ginge hätte ich unendlich viele Schiebetürschränke mit beschrifteten Lagerboxen. Aber ich lebe seit fast 25 Jahren mit einem Chaos-Element zusammen, das ich immer wieder einfangen muss und bei dem ich versuche seine Sammlerfreuden wenigstens vernünftig unterzubringen. Aber es gibt eben auch Zeiten, da resigniere ich einfach ...
Und trotzdem entsteht aus all' den kleinen Dingen so viel Lebensfreude, die ich nicht missen möchte. Denn meist sind es gerade diese kleinen Dinge oder Erinnerungen die uns im Tages-Einerlei plötzlich ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern.

Und im Vergleich zur cleanen, rein-weißen und kargen Wohnung im ersten Semester, wo ich mich auf das Wesentliche reduziert habe, ist mein Leben seitdem wieder um einiges reicher geworden!

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Nö, wenn es zwischendurch mal aufgeräumt wäre, dann würde mir das Saubermachen auch viel leichter fallen. So muss ich fürchterlich viel Dinge vorher von A nach B räumen und zurück. Dabei fallen mir dann auch noch die Stapel um. Eine Putzfrau könnten wir uns deswegen nie leisten ;-) Ganz ehrlich, als wir noch weniger Sammlungen usw. hatten und jedes Teil auch noch seinen angestammten Lagerort hatte, fand ich es angenehmer. Heutzutage komme ich mit der Beschaffung von vernünftigem Stauraum nicht mehr hinterher. Und das nervt mich. Genauso, wie ich Wolfgangs Krempel mitverwalten muss, um mir dann anzuhören, dass er ein bestimmtes Teil nicht wiederfindet. Und gemeinsam sortieren, räumen und verstauen wird wohl noch lange ein Wunschtraum von mir bleiben. Aber ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf und ergänze meine Sammlungen weiterhin - nur nicht mehr in dem Tempo wie in den letzten Jahren ;-)

Tja, und die kurzlebigkeit wird mir nun bei Dias, Schallplatten, CD's und Videos bewußt. Entgegen der früheren Angaben halten Videos zum Beispiel ja wohl doch länger als die 5 bis 8 Jahre. Aber langsam wird es mit den Abspielgeräten schwierig. Wie damals beim guten alten Tonband. Inzwischen kann ich Wolfgang nicht mehr davon abhalten manche Videos durch DVD's zu ersetzen, obwohl ich der Meinung bin, wir könnten noch die paar Jahre bis zum leistungsstarken Festplattenrecorder warten. Oder auf Video on Demand per Kabel. So wie ich von dem guten alten Cassettenrecorder ja dann auch zum erschwinglichen iPod gehüpft bin und mir MiniDisk und CD's brennen erspart habe ...
All' diese Dinge werden Kinder in Zukunft nicht mehr begeistern können, da es selbst für die guten alten Dias irgendwann keine Projektoren mehr geben wird. Da lobe ich mir die alten vergilbten Fotoalben!
Aber wir laufen ja zur Zeit mit den Bärengeschichten auch in die Falle, dass sie nur noch irgendwo auf der Welt gespeichert und für alle verfügbar sind, die Interesse daran haben. Aber ohne PC und Stromanschluß ...?
Es gibt mindestens immer zwei Seiten ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Jane
Ach, das tat gut bei Dir vorbei zu schauen. Und dann noch Deine Lampengeschichte!
3 Senfgläser, aber das wären doch perfekte Blumenvasen für den Garten oder Windlichter mit getrockneten Blüten und Pergament-Papier beklebt ....

@ Hedwig
Auch wenn es bei uns chaotisch aussieht, so weiß ich bzw. Wolfgang noch ziemlich genau wo was untergebracht ist, und welche 'Schätze' wir besitzen. Und wenn ich mich mal zwischendurch an etwas nicht erinnern kann, dann hängt das vielleicht auch schon mal mit dem älter werden zusammen ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, mit der Kürze habe ich es ja nicht so *lach*

Das Stopfei war für meine Schwester, die hat es etwas mehr mit solchen Dingen. Aber sie wird es sicherlich weiterverkaufen.

Das mit dem Abgeben bei Oxfam & Co. und anderes wieder mitnehmen, kenne ich schon auch. Aber das hält sich in Grenzen. Und wenn, dann gebe ich ohnehin mehr wieder weg, als ich behalte.

Bei meinen Schwiegereltern haben wir damals auch eine Haushaltsauflösung gemacht. Flohmarkt fanden wir zu stressig und sich für 1 Eur da extra hinzustellen... Und zum Wegwerfen ist vieles zu schade. Aber wenn man es auf den Sperrmüll stellt, werden die guten Sachen meist doch von irgendwem mitgenommen. Viel Zeit konnten wir da auch nicht investieren.

Gute Frage - aber ich glaube nicht, daß es nur an meinem Mann liegt. Denn mich beschleicht schon seit jeher ein sehr ungutes Gefühl, wenn ich zuviel Dinge "dauerhaft" bevorrate oder zuviel Unordnung herrscht. Mein Mann ist in puncto Besitz und Ordnung sicherlich extrem, und ich will auch nicht behaupten, daß da nicht immer mal etwas "Neues" (das auch ein "altes" Teil sein kann, also nicht fabrikneu!) hinzukommt. Aber so wie das Neue dazustößt, wird etwas anderes dafür wieder entsorgt. Damit nicht alles aus den Nähten platzt. Wirkliche Andenken, wo das Herz dran hängt, sind davon natürlich bei mir nicht betroffen.

Da wir auch nur begrenzt Platz (in den Schränken) haben, besteht ja auch gar nicht erst die Gefahr, zu viel anzusammeln. Ist der Schrank voll und kommt Neues dazu, muß unweigerlich etwas weggegeben werden. Zusätzliche Schränke schaffen wir da nicht extra an. Würden bei uns auch gar nicht reinpassen - da müßten wir vollkommen neu möblieren ...
Aber ich mags auch gut organisiert und wenn unser Keller benutzbar wäre für so etwas, gäbe es da sicherlich noch die eine oder andere Ablagemöglichkeit. Zur Zeit ist mir alles schon wieder "zu voll" ;-) - bei unseren begrenzten Möglichkeiten - aber "alles" weggeben möchte ich auch nicht ... so muß ich halt Kompromisse schließen und dann gehts farblich schon mal durcheinander, da es hier nicht anders geht ;-)

Ganz weiß und die Wohnung leer - so wollte ich auch nicht wohnen. Aber wenn wir noch mehr Platz hätten, fände ich ein solches Zimmer zum Relaxen nicht verkehrt.