Dienstag, 14. Dezember 2010

Zugabe



Kaum zu glauben, dass es diese sehr aufwändig geschnitzten
vier Hasen-Winzlinge mit nur 10 bzw. 22mm Höhe zu den
zwei gewonnenen Ebay-Auktionen als Geschenk dazu gab!

Zumal ich die beiden Rehgruppen auf Holzgrund
für nur 1,- Euro ersteigern konnte. Und auch hier
gesellte sich trotzdem noch eine Rehmutter mit
ihrem verletzten jungen Kitz
zur Gruppe!

Während die kleinen geschnitzten Hasen sofort zu den
Tannen links oben auf unseren Bilderrahmen flüchteten,
sind die Rehe inzwischen gut verpackt und warten auf
ihren Auftritt vor diesem
Schwibbogen im Wohnzimmer
meiner Mutter in Braunschweig.

Auch die beiden Haseninseln, die zu der ersteigerten
'17 Teile Tischdeko aus dem Erzgebirge' gehören,
werden wohl schon in 2 Monaten einen Stellplatz
bei meiner Mutter beanspruchen.

Was ich mit den beiden perfekten Serviettenringen mache,
ist noch unklar. Eigentlich wollte ich nicht auch noch mit
einer Serviettenring-Sammlung anfangen ...

Da sind die 3 Enten schon besser einsetzbar. Sie werden
wohl bald zwischen den KWO-Blumenkindern umherlaufen:

Wegen dieser 6 KWO-Frühjahrsblüten auf Hügel habe ich
das 'Konvolut' aus 3 Enten, 2 Hasengruppen mit Nest, den
2 Serviettenringen, 6 Blüten & 2 Blumenkindern sowie den
2 Lampionkindern überhaupt ersteigert. Denn ich stelle es
mir reizvoll vor, wenn die Blumenkinder von ein paar mehr
Blüten umgeben sind. Im letzten Frühjahr sah
der 'Engels'-
Rahmen trotz der Wachholderzweige
mit den 8 KWO-
Blumenkinder-Modellen noch recht trostlos aus. Auch wenn
ich einige dieser Figürchen
nun schon mehrfach habe ...

Doppelt & dreifach habe ich inzwischen auch die KWO-
Lampionkinder. Jedoch häufiger ohne Lampion. Da wird
es irgendwann einmal eine Bastelstunde geben müssen,
damit aus Holzperlen dezente Laternen werden. Leider
gibt es von ihnen nur drei verschiedene Kinderformen.
Und mehr als eine
5er-Gruppe ist auf Dauer wirklich zu
viel. Zumal es dazu auch noch passende alte Sänger gibt.
Doch die sind meist extrem beschädigt und werden auch
bei Ebay nur sehr selten angeboten.

Aber im Moment steht das Kind mit Pudelmütze und dem
leicht abgeplatzten Sockel erst einmal mit
auf der Fenster-
bank im Katzenfenster
. Und der Farbabplatzer wird von
einem Stück Rinde abgedeckt!

Fotos: S.Schneider


Diese kleine Erzgebirgs-Ansammlung hat mir schon jetzt sehr
viel Freude bereitet, auch wenn zur Zeit nur die Zugabe-Häschen
und ein Laternenkind Auslauf haben. Nur schade, dass ich Wolfgang
allein am Dienstagabend zur Abholung der Figürchen losgeschickt
habe, um derweil wieder bei Ebay mitbieten zu können. Denn es
ergab sich bei der Bezahlung und Übergabe der Auktionsware noch
eine sehr nette Unterhaltung über Ebay, Sammeln und vieles mehr.


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die Rehchen sind ja ganz besonders süß!
Aber ich kenne das - ich gebe das Meiste auch immer bald wieder weg, weil es mich - wie ich ja schon sagte - nervös macht, wenn zuviel herumsteht und in Schränken lagert. Meist verwende ich es nie wieder - nur daß es dann "da" ist ... Mit Dingen von besonderer Bedeutung und Geschenken ist das allerdings noch anders ...
Aber sonst - hätte mir das auch passieren können ;-) Geschenke machen macht doch noch mehr Freude, als Geschenke zu bekommen ...

Die anderen Sachen, wie die Lampionkinder sind auch süß.

Gibt es nicht so ein Online-Biet-Tool - dem kann man das Bieten dann auch überlassen. Man bietet ja meist ohnehin nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze, die man darin ja vorab einstellen kann.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ja, in diesem Punkt unterscheiden wir uns wirklich extrem!
Auch wenn ich einige der Figuren inzwischen doppelt und dreifach habe, so freue ich mich auf den Frühjahrstag, an dem ich zum Beispiel meine Blumenkinder aus verschiedenen Kisten hervorholen und in Ruhe nebeneinanderstellen kann, um mich an den Varianten der verschiedenen Jahre zu erfreuen. Denn erst wenn sie so nebeneinander stehen, sieht man die unterschiedlichen Größen, das die Farbwahl in den 70ern knalliger war als davor, und wie sich die Gesichtsbemalung bzw. die Proportionen im Laufe der Jahre geändert haben. Neueren Figuren sieht man die wirtschaftlichere Fertigung an ... Es hat schon seine Gründe, warum es so viele gibt, die sich die Bude lieber mit dem Kram aus Omas Zeiten vollstellen. Da gibt es wirklich noch mehr Liebe zum Detail!
Und auch, wenn es inzwischen, da ich die Vergleichsmöglichkeit habe, einige Jahrgänge gibt, die mir weniger gefallen, so sind das gerade die ersten Stücke, die ich mir geleistet habe und die immer noch etwas ganz besonderes für mich sind. Daher graut mir eigentlich vor dem Tag, an dem ich mich aus Vernunftsgründen von dem ein oder anderen Stück besser trennen sollte, da ich nicht die Stellmöglichkeit für die verschiedenen Gruppen habe. Aber schon jetzt weiß ich, dass es mir sehr schwer fallen wird. Selbst wenn ich wüßte, dass sie in gute Hände kommen ...

Also ich schenke gern, wenn ich hoffe, dass es zu dem Beschenkten passt. Wenn es dann allerdings dort nur rumliegt, würde ich es oftmals zu gern wieder zurückholen. Das geht mir zum Beispiel mit einigen Dingen bei meiner Schwiegermutter so. Die haben wir liebevoll ausgewählt, aber ihren Geschmack anscheinend verfehlt. Die verstopfen nun wirklich Schränke & Keller. Da würde ich sie nun lieber bei uns mitdekorieren bzw. verbrauchen - auch wenn ich die Dinge bereits in meinem Fundus oder Haushalt habe.
Viele Geschenke, die mir zum Verschenken gefallen, ersteigere ich sogar nochmals bei Ebay oder kaufe sie nach, da ich mich von meinem Exemplar nicht trennen möchte.

Vielleicht gäbe es bei Ebay die Möglichkeit, aber da mag ich das angespannte Warten und Beobachten wann was passiert. Es ist eben eine Leidenschaft, die den Schaufensterbummel & den Flohmarktbesuch inzwischen ersetzt hat.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Und noch was zum Thema Privat-Insolvenzen, wo Du ja etwas unter Deinem Weihnachtsmarkt-Post geschrieben hast ...
Dieses hechten nach anerkannten Status-Symbolen ist sicherlich ein Grund dafür.
Aber ich möchte nicht wissen wie viele Firmen durch die Finanzkrise hops gegangen sind und Firmeninhaber & Mitarbeiter mit in den Abgrund gerissen haben. Oder wie viele sich in das Abenteuer Hauskauf & Sanierung oder bauen gestürzt haben und damit untergehen. Auch die Gruppe deralleinerziehenden Mütter spielt da bestimmt nicht gerade eine kleine Rolle.
Mit denen, die es allerdings nur nicht gelernt haben mit Geld bzw. ihrer EC-Karte umzugehen, mit denen habe ich auch kein Mitleid. Da finde ich es eigentlich schade, dass im Endeffekt der Staat = wir dafür aufkommen müssen.
Die sollten dann vielleicht mal den überflüssigen Kram auf dem Flohmarkt bzw. bei Ebay verkaufen, bevor der Gerichtsvollzieher pfändet ...

Ich stehe da auf dem Standpunkt: Ich kann mir nur so viel leisten, wie mein Konto zuzüglich einer Reserve für schlechte Zeiten hergibt. Und wenn nix da ist, dann sollte ich nur das Nötigste ausgeben.

Und mir scheint, dass das auf etwas hinsparen in unserer Zeit ziemlich aus der Mode gekommen ist. Dank Kredit kann alles immer gleich verfügbar sein.

Ich bin froh, dass ich da eine andere Erziehung genossen habe. Meine Großmutter hatte damals zu ihrem Mann gesagt, als der mit ihr Essengehen wollte: 'Lass uns lieber das Geld für eine Treppenstufe fürs Haus sparen'. Aber ein Haus haben wir dank meiner Tante schon. Und Urlaub, große Autos und Essengehen sind uns nicht wichtig. Dafür sind es andere kleine Dinge, die uns oft kleine Freuden bereiten und uns die Privatläger vollstopfen ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das kann man so sagen, liebe Silke.
Es ist nicht so, daß unser Haus ganz leer ist *lach* - aber ich sortiere regelmäßig aus und habe viele Dinge nur über gewisse Zeitspannen. Meine Erfahrung zeigt mir, daß ich vieles nie mehr benutzen würde, dann stünde es bei mir lediglich herum, macht die Schränke oder den Dachboden voll und das liebe ich nicht!

Gewisse Dinge schaue ich mir viel lieber bei anderen oder in Museen z.B. an, als sie selbst besitzen zu wollen, mit einer Ausnahme: Bücher - obwohl ich auch da schon am Abspecken bin. Denn je älter man wird, wer will das alles mal verwalten? Das Leben kommt doch ganz anders, als man sich vorher meist vorstellt und dann belastet einen plötzlich all das. Wohin dann so schnell damit. Wir haben Eltern-Großeltern-Haushalte aufgelöst, das war zum Teil nicht mehr "feierlich" ;-) So etwas möchte ich meinen Kindern niemals zumuten!

Allerdings mag ich auch die Sachen aus Omas Zeiten und so ein paar Dinge bewahre ich auch auf und halte sie in Ehren sozusagen.
Nur immer noch mehr und zuviel davon mag ich für mich einfach nicht.
Ich hatte mal Nachbarn, die ein kleines Museum zuhause hatten. Ich fand das auch sehr schön anzuschauen. Nur selbst möchte ich so nicht leben - das wäre mir einfach viel zuviel! Das Geräume und Staubgeputze - für all diese Zeit gehe ich lieber und bewege mich draußen. Oder kümmere mich um andere Menschen. Für mich ist Wohnen kein Selbstzweck in dem Sinne, eher eine Notwendigkeit.

Naja, das mit dem Schenken ... ich versuche auch immer, mich in den Beschenkten hineinzuversetzen, was schon mal dazu führen kann, daß ich etwas schenke, was ich selbst nicht unbedingt schön finde, aber von dem ich natürlich weiß, daß derjenige es sich wünscht! Was die dann mit den Dingen machen, ist mir letztendlich egal. Jeder muß mit seinem Kram glücklich werden oder auch nicht. Manche verschenkens halt auch weiter.

Besser ist schon, man kann sich über Geschenke vorher austauschen. In unserer Familie machen wir so etwas gar nicht - wir schenken nur, was derjenige sich ausdrücklich wünscht, braucht und auch wirklich haben will. Zufallsgeschenke obliegen immer der Gefahr, daß sie nicht so ankommen oder demjenigen als überflüssig erscheinen ... für im Keller zu liegen ist das dann wirklich zu schade!

Ach ja, das mag ich am eBay schon auch, das Mitbieten in letzter Sekunde :-) Ab und an habe ich da mal nach Büchern Ausschau gehalten. Und vor Jahren mal antike Sachen ersteigert, die ich aber fast alle nicht mehr besitze. Insofern achte ich schon, daß sich das in Grenzen hält. Mein Mann sagt dann sowieso schon Sachen wie, das ist Geschirr für den nächsten Polterabend *lach*

Herz-und-Leben hat gesagt…

Oh, hier gehts ja noch weiter ...
Ja, ganz so lange Kommentare nimmt er hier nicht ...

Das mit den Status-Symbolen ist leider so und haben wir auch noch an der Uni gehört ... die "Konsum-Materialisten" sind darin besonders extrem, obwohl die ja am wenigsten haben ... bereitet ihnen wohl ein Wohlfeeling ... ansonsten ist es natürlich auch so, daß manche in die Miesen kommen durch Jobverlust oder ähnliches. Nicht zu vergessen die vielen Ehescheidungen heute ...
Mit dem EC-Cards wurde es vielen auch allzu leicht gemacht - da hätte von vornherein ein Riegel vorgeschoben werden müssen. Es betrifft ja oft auch jugendliche Leute.
Mit der Kreditvergabe ist es aber lange nicht mehr so freizügig wie noch in den 70ern oder 80ern.

Auf dem Flohmarkt verkaufen bringt für die, die nicht gerade Profis sind, meist auch nicht viel. Da ist es genauso wie im sonstigen Leben auch - der schönste Marktstand kann das meiste verlangen und die ärmeren Semester haben oft sogar nur eine Decke am Boden ;-)

Das mit dem Sparen, da weiß ich nicht so genau, denn die Deutschen haben doch ziemlich viel auf ihren Sparkonten. Aber das mag bei manchen jüngeren Leute durchaus so sein, wie die Modernen Performer. Die zwar oft ein höheres Einkommen erzielen, aber eben auch sehr viel ausgeben.

Ja, das mit der Treppenstufe - das war wohl noch eine ganz andere Generation. Finde ich aber gut! Obwohl es immer auch solche und solche Menschen gab. Heute wird sehr viel Wert - vor allem auch bei den Jüngeren - auf Lebensqualität (was diese sich darunter vorstellen) gelegt, also eben Essengehen, Konzerte, Klamotten - alles diese schnellebigen Dinge, die sich viel zu schnell verbrauchen und von denen nichts - außer in der Erinnerung - bleibt ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

So, war noch nicht zu Ende ;-) Man wird ja immer wieder unterbrochen ...
Ansonsten halte ich es heute mit dem alten biblischen Spruch "Wo Dein Schatz ist, da ist Dein Herz" - alles irdische ist vergänglich - und im übrigen mag ich es lieber, mich sozial zu engagieren, als materielle Schätze anzuhäufen.

Wenn man einmal schon an der Weggabelung zum Jenseits gestanden hat, denkt man vermutlich auch ganz anders über all das, weil man eben sieht, daß das nicht nur leere Worte sind, das was in der Bibel steht

"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz."

Und genau das ist meine Erfahrung inzwischen, danach versuche ich zumindest zu leben.
So ganz gelingts leider auch mir nicht! Daher häuft sich immer mal wieder etwas an, aber ich stoße es dann doch oft auch wieder ab. Sind aber alles keine großartigen Werte - insofern weder Gewinn noch Verlust! Eine Weile Freude daran - nicht mehr und nicht weniger - wenn die Dinge dann wieder fort sind, ist es eine Erleichterung für mich, auch das gute Gefühl, immer wieder geben zu können ohne immer so viel zu "brauchen".

Sollte ich nicht mehr dazu kommen, wünsche ich hier noch einmal ein Frohes Weihnachtsfest und schöne besinnliche Stunden
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wie Du wieder bestätigt hast, ticken wir da vollkommen unterschiedlich.

Und auch wenn ich das Haus meiner Tante und den Nachlaß meines Vaters entsorgen musste, und teilweise daran verzweifelte, so kann ich doch verstehen, dass sie aus diesen Dingen eine gewisse Lebensfreude gezogen haben. Für mich persönlich habe ich mir vorgenommen es bei Zeiten selbst zu entsorgen. So wie das einige Damen bei Ebay zum Beispiel auch tun, von denen ich die Figürchen ersteigert habe. Eh' sie später von den Erben nur achtlos verschleudert werden. Aber so alt fühle ich mich noch nicht. Und falls ich es nicht rechtzeitig schaffe, freut sich ein Entrümpler über die Fundgrube, oder es wandert alles auf den Müll. Doch bis dahin werden mir die Dinge in immer neuen Kombinationen wohl noch viel Freude bereiten. Und vieles von dem, was wir anhäufen wäre auch ohne uns produziert worden bzw. ist eh' schon gebraucht.

Eigentlich sind Wolfgang und ich zwischendurch immer noch sehr gerne große Kinder, die ihre Welt auch mit ganz anderen Augen sehen können. Und das ist ein herrlicher Ausgleich zum wirtschaftorientierten Job. Andere fahren dafür in den Urlaub oder brauchen andere Anreize um abzuschalten.

Für die Vitrine bzw. in der Hoffnung einer Wertsteigerung schaffen wir uns diese kleinen Freuden ganz bestimmt nicht an. Oberstes Ziel ist es damit zu leben.
Überings lege ich keinen Wert auf Wohnqualität, die haben wir in diesem Haus wirklich nicht. Aber wir leben hier mit Leib und Seele - ich mag den Spruch von Ikea ...

Selbst unsere Steiff-Bären aus der Anfangsphase wurden als erstes ihrer Fahnen beraubt. Die Fähnchen und Einkaufsbelege sind zwar noch sorgsam verpackt, aber durch diesen Eingriff sind die Bären um ein vielfaches wertloser. Na und, wenn Wolfgang Spass daran hat mit den Bären in den Garten zu ziehen und sie dort zu fotografieren. Oder sich auch nur Geschichten auszudenken, was die Bären erleben könnten. Manchmal motiviert ihn das wieder zum Bärenzeichnen - ein Talent, für das es in seinem Arbeitsleben kaum Raum gibt.
All' das ist ein herrlicher Ausgleich für uns. So, wie Du ihn wahrscheinlich beim durch die Natur laufen empfindest.

Sammeln ist teilweise auch eine sehr unterhaltsame Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Für uns ist das ein Stück weit Lebensglück. Klar würden wir auch ohne all' das leben können. Aber warum? Es belastet uns doch nicht - eher im Gegenteil! Manche Dinge sind eben auch nur Impulsgeber zum Träumen. Aber auch das Träumen hat etwas befreiendes, wenn der Alltag bisweilen ziemlich hart ist. Und auch, wenn es später alles anders kommt, so können zumindest wir aus solchen Momenten bzw. gedanklichen Spielereien echte Freude und Zufriedenheit schöpfen.

Wir gehören beide schon länger keiner Religion mehr an. Und zu diesen Bibeltexten habe ich eigentlich nie einen Zugang gefunden. Obwohl dort vieles geschrieben steht, was für mich eine Selbstverständlichkeit im Zusammenleben ist - wie in anderen Religionen eben auch.
Unser soziales Engagement findet auf anderen unscheinbareren Pfaden statt, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Mal mehr und mal weniger. Je nach Lebenssituation.

Menschen sind eben sehr unterschiedlich und das ist auch gut so.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Doch, das kann ich durchaus auch nachvollziehen! Und ich schaue es mir - wie ja schon gesagt, auch sehr gern bei anderen an, z.B. bei Dir hier im Blog! Das ist für mich ein bißchen wie Museum oder Ausstellung. Solange ich all das nicht selbst besitzen und verwalten muß. Was mich belasten würde. - Es hat ja jeder auch andere Schwerpunkte und Interesse, auch Begabungen ...

Auch wenn unsere Beobachtungen bei unseren alten bzw. verstorbenen Verwandten schon waren, daß diese nicht mehr so in der Lage waren, Dinge zu entsorgen und es sich tatsächlich in jeder Hinsicht angehäuft hat. Bei manchen alten Menschen stapeln sich ja sogar die Schriftstücke und Zeitschriften und anderes selbst Unbrauchbares - manchmal nur auf Tischen, Schränken, Fensterbänken, bei anderen auch anderswo... obwohl sie eine - gewisse - Freude daran hatten, aber eben nicht loslassen können, nicht mal von Müll im strengen Sinne. Es gibt ja inzwischen, soweit ich weiß, sogar schon vom Soz.amt bezahlte Hilfen für Messies ;-) Wobei es da auch Abstufungen gibt ... von den schmalen Gassen in der Wohnung, die gerade noch frei sind bis zu den harmloseren Spezies, die "nur" ihre sämtlichen Ablagen in der Wohnung mit Papieren etc. belagern ...Lustig war eine Frau, die eine Jahrzehnte alte Mineralwasserflasche nicht entsorgen mochte, weil sie die "vielleicht mal gebrauchen" könnte (nebst Inhalt!). War irgendwo im Internet zu finden ;-)

Eine meiner Großmütter hatte das rechtzeitige Aufräumen auch gut umgesetzt, wie sie es sich vorgenommen hatte. Sie konnte es in dem Maße zwar nicht mehr selbst "entsorgen" bzw. ordnen, weil die körperlichen Mittel denn doch fehlten, aber ich habe ihr seinerzeit - noch zu Lebzeiten - dabei helfen können. So konnte sie in Frieden gehen und es blieb keine Unordnung zurück. Obwohl - so viel besaß diese Großmutter auch nicht, aber so hatte halt alles seine Ordnung für sie.

Wenn die Dinge auf dem Müll landen, finde ich es auch immer sehr schade. Wozu neu produzieren, wenn schon etwas da ist!? - Obwohl - wenn ich so den Sperrmüll sehe, viel bleibt davon nicht stehen, jedenfalls wenn gute Sachen dabei sind.
Wir hatten da schon manches gerettet von verstorbenen Verwandten und weiterverkauft oder verschenkt.

Ja, den Spruch mag ich auch - so ähnlich gehts auch mir/uns in der Hinsicht. Mir waren z.B. auch nie neue Möbel wichtig, so wie manche sich alle paar Jahre "was Neues" anschaffen "müssen" - aber da hat wohl jeder auch andere Prioritäten ;-) Schade um die schönen alten Möbel, die damals den Leuten abgeluchst wurden, vornehmlich auf dem Lande und ihnen für teuer Geld billige Spanplattenmöbel aufgeschwatzt. Auch wenn manche dieser Gelsenkirchner Barock-Möbel doch schon recht wuchtig waren. Besonders für kleinere Behausungen ...

Einer Religion in diesem Sinne gehöre auch ich nicht an, ich bin gläubig von Natur aus, seit meiner frühesten Kindheit. Eine Gottesgabe, oder -geschenk, so empfinde ich das. Später fand ich vieles bestätigt - auch wenn man mal nahe an der "Schwelle" war ... für mich gibts (und kann es ohnehin auch nur geben) nur eine Entstehungsgeschichte und die steht für mich in der Bibel. Aber nicht erst seit heute, denn das weiß ich schon sehr lange ... nur durch diese Schwellen-Nähe, wie ich es mal nenne, gehen einem dann noch viel mehr Lichter auf ...

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Hier war ich ja schon mal. Trotzdem immer wieder schön anzuschauen.
Aber es ist nach wie vor so, wird es "zu viel" bei mir, MUSS ich etwas fortgeben, sonst "ersticke" ich. Ich muß mich relativ frei fühlen. Bei zu viel Besitz fühle ich mich eher unfrei.
Wozu also so ein Lichterbogen??? Irgendwas "braucht" der Mensch halt immer .... seltsam!

Liebe Grüße auch hier - da ich Deinen Links aus "Invasion der Rehe" gefolgt bin.
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Tja, wir genießen es eben mit den Dingen in jedem Jahr neue Kombinationen zu schaffen und Stimmungen zu optimieren. Das ist eben das Schöne, so man ein Sammler ist. Dieses Gen tragen Wolfgang und ich nun mal in uns, und bei meiner Mutter war es damals durch die finanziellen Umstände noch nicht so ausgeprägt. Sie selbst hätte sich diese Dinge sicherlich nicht gekauft/geleistet, aber jedes Jahr wenn sie aus den Schachteln kommen, ist das eine ganz besondere Weihnachtsstimmung. Und wie ich schon schrieb, als 'Stubenhocker' macht es dann wirklich Sinn. Das ist eben eine andere Art von 'Tapetenwechsel' anstatt reisen oder ständig die Räume umzumöblieren oder gar zu renovieren ...