Freitag, 31. Dezember 2010

viele kleine Sternchen ...



... wirft der Ikea Zinkstern an die Wand des Treppenhauses.

Foto: S.Schneider


Ich kann mich gar nicht daran erinnern, seit wie vielen Jahren
mich dieser Stern schon durch die Weihnachtszeit begleitet.
Auf jeden Fall gehörte er schon früh zur Deko im Treppenhaus.
In einem noch glänzenden Zinkkübel standen damals große Korken-
zieherzweige, durchzogen von einer grauen Lichterkette und
behängt mit Kugeln in Varianten von Eisblau bis Silber. Dazu gab
es natürlich Metallsternchen. Irgendwann werde ich auch diese
Dekofotos aus dem Winter 2002 noch scannen und hier einstellen.
Genau wie viele andere Deko-Bilder, die bis jetzt nur als Papier-
foto oder sogar nur als Dia existieren.

Denn in letzter Zeit kommt es nicht selten vor, dass ich beim
Durchscrollen dieses Blogs verwundert bin, was hier schon so
alles mal in Haus & Garten dekoriert war. Und zu vielen dieser
hier gezeigten Dinge fällt mir trotzdem eine kleine Geschichte
oder ein ganz besonderer Moment ein. Wahrscheinlich kann ich
deswegen in den letzten Jahren so wenig mit den Jahresrück-
blicken und dem in ein neues Jahr hineinfeiern anfangen. Denn
mein Leben messe ich nicht in Jahren.

Alter finde ich ebenso unwichtig. Aber da habe ich anscheinend
auch den Richtigen zum Zusammenleben gefunden: Denn wenn ein
Herr Hein nach seinem Alter gefragt wird, dann schaut er mich
ganz schnell fragend an. Und ich muss dann auch erst überlegen,
welches Jahr wir haben, und wie alt ich dann bin. Denn Herr Hein
ist 1 Jahr, 1 Monat, 1 Woche und keinen Tag älter als ich. Doch wir
sind so alt, wie wir uns fühlen. Und in Gedanken können wir auch
blitzschnell kleine begeisterungsfähige und
fürchterlich verspielte
Kinder
sein. Auch wenn beim auf den Fußbodensetzen schon so
manches Mal ein Knie weh tut ...

Eigentlich springen wir beide ständig zwischen Kindheit, Schule,
Studium, Arbeitsleben und dem, was wir uns für später einmal
vorstellen können, hin und her. Daher habe ich diesem Blog auch
irgendwann die Unterzeile '... in der Vergangenheit, der Gegenwart
und mit reichlich Zukunftsplänen' verpasst. Denn, wie ein Blogger
schon vor Jahren mal feststellte, geht unsere Bloguhr teilweise ganz
schön nach, wenn da plötzlich in der tiefsten Vergangenheit ein Post
erscheint, den es dort vorher noch nicht gegeben hat ...

Wir haben beide nicht das Bedürfnis auf das bald endende Jahr
zurück zu blicken oder es zu verabschieden, bzw. darauf zu hoffen,
dass das neue Jahr nun Punkt 24 Uhr hoffentlich wieder besser wird.
Für uns zählen da ganz andere Zeiteinheiten und Umstände.

Und das Einzige, was sich hier ändert, ist der Blog-Archivzähler,
der dann mit dem nächsten Post im Jahr 2011 wieder bei 1 beginnt.
Aber wieviele Veröffentlichungen hier nun pro Jahr entstehen ...
Was soll's? Zumal ich die Bildermenge meiner Posts nun immer öfter
verkürze, um weniger Arbeit mit der Farbabstimmung der Motive
zu haben. Denn für so manche Deko sind sonst 3 bis 4 Versuche von
Wolfgang und mir nötig, um zum Beispiel das Katzenfenster mit
all' seinen Details vorzustellen.

So, nun beginnt bald wieder die Knallerei, die zumindest den Tieren
im Garten wieder einige Zeit zu schaffen macht. Silvesterdeko gibt
es bei uns nicht. Auch kein Festessen. Und die Zeiten von Sekt,
Champagner oder Prosecco haben wir hinter uns gelassen. Wir mögen
lieber Wein. Unsere grauen Damen werden hoffentlich wieder ganz
gemütlich schlafen, da wir sie an diesem Tag natürlich nicht alleine
lassen. Und falls der Tag bis zum Jahreswechsel noch nicht auf-
regend genug war, sitzt eine kleine Maus heute Nacht vielleicht
wieder im Treppenhaus oder der Fensterbank und guckt unseren
Nachbarn beim Feuerwerk zu...

Ich kann mich an drei sehr schöne Feuerwerke erinnern, die auch
in Zukunft nur schwer zu übertreffen sind: In den 70igern, als mein
Großvater für über 60,- DM Feuerwerk einkaufte, das mit der ersten
Rakete komplett in die Luft flog. Denn ein Funke der Rakete ist in
den Feuerwerks-Karton gekommen und hat alles gleichzeitig zur
Explosion gebracht. Da haben es selbst die heutigen Batterie-Feuer-
werke bestimmt noch schwer mit diesem Erlebnis mitzuhalten. Denn
was da an Schwärmer, Bengalischen-Feuern, Sonnenrädern usw.
die
Straße erhellte, war wirklich beeindruckend. Noch jahrelang erinnerte
ein Brandfleck auf dem Pfosten zur Hofeinfahrt an diesen besonderen
Tag. Das zweite Silvester war da weniger spektakulär, machte dafür
aber einige Stunden richtig viel Spass. Denn mein damaliger Freund
sprengte Anfang der 80er mit mir stundenlang hohe Schneeberge. Das
dritte Feuerwerk fand im Sommer 1988 in den Herrenhäuser Gärten
zu Händels Wassermusik statt. Dort hatte ich einen ganz besonderen
Logenplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite im damaligen
Gebäude der FH für Kunst und Design ganz oben im Computerraum.
Manchmal hat es eben doch Vorteile, wenn man nicht rechtzeitig mit
seinen zu großen Plänen und Ideen fertig wird. Denn als ich damals
meine Diplomarbeit computerunterstützt erstellen wollte, kam ich
in solche Zeitnot, dass ich auch nachts in den Raum durfte. Und so
stand ich an diesem ganz besonderen lauen Sommerabend allein in
dem großen Raum auf Augenhöhe mit einem perfekten Feuerwerk.


Kommentare:

Nicole´s buntes Haus hat gesagt…

Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011.Gesundheit Zufriedenheit und das all deine Wünsche in Erfüllung gehen.
Liebe Grüsse
Nicole

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wirklich sehr hübsch! Damals war ich bestimmt noch nicht bei IKEA ;-)
Hab' ich nämlich noch nie gesehen!
Ja, ja, mit dem Alter ist es natürlich so eine Sache ...auch wenn man heute grundsätzlich nicht älter werden will, so sind wir dennoch einem Alterungsprozess unterworfen, die kleinen Zipperlein zeigen es uns jeden Tag aufs Neue bzw. immer mehr ;-)
Aber so vom Kopf fühle ich mich auch immer noch wie 20 *lach* Sehr zum Vedruß meiner erwachsenen Kinder!!! ;-)
Die allerdings ihre eigenen Albernheiten haben, wenns drauf ankommt.
Für mich war 2010 ein ganz gutes Jahr, viel besser als 2009 jedenfalls.

Mit Festessen in dem Sinne hatten wir es noch nie so - diese Völlerei ist auch nicht das Gesündeste. Was hat man schließlich davon, wenn man am nächsten Tag nicht leben und nicht sterben kann?
Aber Champagner ein Gläschen darf es bei uns um Mitternacht schon mal sein, auch wenn ich ansonsten keinen Alkohol trinke.


Mein schönstes Feuerwerk war eine Feuerwerks-Sinfonie - eigentlich von Musik begleitet - das ich aber auch nur von weitem durch Zufall entdeckte. Trotzdem ein wunderschönes Erlebnis.

Dann wünsche ich Euch nochmal einen guten Rutsch in ein GUTES Neues Jahr 2011!
Alles Liebe
Sara

carola hat gesagt…

Silke,
jetze hatte ich eben ganz viel geschrieben . . .
kannst ja mal später in meinem blog nachlesen . . . stimme dir nämlich im großen und ganzen voll zu.

ich wünsche euch und den grauen damen einen ruhigen abend.

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Hallo liebe Silke,
der Ikea-Stern gefällt auch mir sehr -
so schön, was du über´s Alter oder älter werden - über´s Leben, wie ihr es empfindet - schreibst - leider schaffe ich diese Sichtweise nicht immer - oder immer weniger - das Leben prägt einen doch ganz schön - schön??? - na ja -
je älter ich werde, umso mehr reduziere ich meine Wünsche auf gesund sein, Dach über´m Kopf haben, Arbeit, sich kleine Dinge leisten können - alles andere wird irgendwie immer unwichtiger angesichts so vieler schlimmen Dinge, die in der Welt passieren -
also zufrieden sein.... und das können wir durchaus - ich wollte, es ginge allen Lebewesen so gut, dass all ihre Grundbedürfnisse erfüllt würden -
ich wünsche dir Gesundheit und Glück für 2011 - liebe Grüße - eine nachdenkliche Ruth

Brigitte hat gesagt…

Während des Schreibens kommen einem immer so Gedanken! Und wenn man sie weiter denkt, dann werden schnell ganze Geschichten daraus!

Wir werden den Abend, wie meist an Silvester, zuhause verbringen, denn der "Chef" sitzt bereits brummend im Gang und ist sehr sauer, weil bereits geböllert wird. Er hat Angst. Und so bleiben wir zuhause und machen es uns gemütlich.

Feuerwerk können wir zur Genüge beobachten, die Nachbarn halten eines nach dem anderen, dass man wirklich kaum noch atmen kann. Und weiter oben ist ein großes Restaurant, sie halten ein sehr großes Feuerwerk ab, dem wir zusehen können. Während wir den Kopf unseres Chefs graulen.

Dir und Wolfgang wünschen wir ein gutes Jahr, Gesundheit und Fröhlichkeit, Brigitte

Sisah hat gesagt…

Ein frohes neues Jahr wünsche ich.... auch wenn Du in Deinem Beitrag ausführst, wieso Zeit gemessen in Jahren für euch keine Rolle zu spielen scheint. Ich persönlich stelle allerdings rückblickend fest, als ich anfing mir über die Zeit Gedanken zu machen, auf Vergangenes zurückblickte , mein Altern begann*grins* ...auch wenn ich ebenfalls vernachlässige Zeit zu messen.
Vielleicht misst Du als Künstlerin ungern etwas in (Zeit-)Einheiten ,... sondern beherrscht eher die Kunst vernetzt zu denken als maschinenmäßig linear-kausal?
Ich hoffe Du erhältst dir noch sehr lange diese Verspieltheit, die mir hier in deinem Blog so gefällt!
Einer meiner 'Lernorte' lag übrigens ebenfalls in Herrenhausen, allerdings 15 Jahre vorher...das Institut für Botanik...
LG
Sisah

Frauke hat gesagt…

Liebe Silke
oh ich habe herzlichst gelacht bei der Vorstellung des Feuerwerks für 70 DM, damals ein Vermögen
und bestimmt auch sehr eindrucksvoll für die Nachbarschaft, und ihr seid nicht verletzt worden, ein Brandfleck ist doch da immer wieder ein Erinnerungsfleck-
und Dir nochmals Dank für dienen wunderschönen und auch persönlichen Blog mit den vielen kreativen Ideen und wunderschönen Sammlungen.
Sie sind ein so großer Schatz und einfach einmalig
DIr im Neuen Jahr alles Gute und vor allem Gesundheit , kleine Zipperlein haben wir ja alle , aber große sollen es nicht werden.
Deshalb hat man ja seinen Vorsätze wie......
alles Gute Frauke

Ele hat gesagt…

Liebe Silke,

mit Blick auf deinen Sternenzauber und Dank für deine lieben Worte im Kommentar möchte ich auch euch ein gesegntes, frohes neues Jahr wünschen!
Auch ich war ein stiller Genießer eures tollen Blog, die Bilder und Dekorationen waren eine große Freude und Quelle der Inspiration für mich.

Alles Liebe und herzliche Grüße
Gabriele

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ich sah, griff zu und sah den Stern dort nie wieder ... Aber das kommt ja häufiger bei der Saisonware vor, dass man bei Ikea nicht lange überlegen darf!

Auch zum Thema Alter hatten wir am Dienstag ein interessantes Gespräch mit unseren Nachbarn. Da sie jetzt auch schon darüber nachdenken, wie sie in 10 Jahren eventuell altersgerechter Wohnen könnten. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Konfrontation mit pflegebedürftigen Personen die Sichtweise auf das Thema ändert. Und eventuell auch den Umgang mit den unausweichlichen Altersbeschwerden erleichtert!?

Ein Festessen hat für mich schon lange nichts mehr mit Völlerei zu tun. Schweres fettiges Essen ist eigentlich nie etwas für mich gewesen. Es sind eher die teureren Zutaten und die Zeit, die man sich dafür nimmt, die ein Essen für mich zum Festessen werden lassen. Nur der Tag bot sich für uns dazu nicht an. Zumal ich gern an diesem Tag an meiner alten Familientradition des Linseneintopfes festhalte. Obwohl, was Wolfgang dann als Abendmahl mit ein paar schönen Zutaten daraus zaubert hat wenig mit der Linsenplürre meiner Kindheit zu tun ;-)

Sekt, Champagner oder Prosecco können wir nichts mehr abgewinnen. Vielleicht war es in den Anfängen unseres Berufslebens etwas zu viel ... ;-) Dann lieber einen leichten Weißwein zum Essen.

@ Carola
Auch wenn unser Tag nun ganz anders als erwartet verlief, so war er trotz der langen Wartezeit befreiend. Und ich bin froh, dass es noch 2 weitere Tage zum Verarbeiten gab, bevor nun wieder das (Alltags-)Leben beginnt ...

@ Ruth
Den Text hatte ich schon am 30. geschrieben. Vielleicht hatte ich da schon so eine unbewußte Vorahnung, dass sich mein Leben nun wieder verändern würde. Ja, das Leben prägt und erschüttert bisweilen. Und ich hatte schon vor ein paar Tagen das Gefühl, dass in der Ecke 'der Hammer' schon auf mich wartet und Pläne und Ziele durcheinander bringt ...
Aber deswegen bin ich noch lange nicht bereit meine Wünsche so sehr zu reduzieren. Notfalls verschiebe oder modifiziere ich sie den Umständen entsprechend. Auch ertappe ich mich immer häufiger dabei, dass ich mich auf das, was ich gestern noch verkündet habe, am nächsten Tag nicht mehr festgenagelt werden möchte, da neue Erkenntnisse oder Umstände meine Ziele verändert haben. Das mag nach außen extrem sprunghaft wirken, ist aber für mich ein Mittel mit dieser schnell-lebigen Zeit umzugehen.

Leider wird es wohl nie möglich sein, dass alle Lebewesen immer ein zufriedenes glückliches Leben führen. Dafür ist selbst die Natur mit fressen und gefressen werden nach unserer Vorstellung zu grausam. Und der Mensch an sich ist das größte Übel, dass der Erde passieren konnte. Schau mal zu diesem Link - der letzte Absatz mit dem bösen 'Witz': http://diekatzelaesstdasmausennicht.over-blog.de/article-das-ol-retten-53742206.html

SchneiderHein hat gesagt…

@ Brigitte
Ja, diese Tage bereits kurz vor Weihnachten waren wirklich besinnlich. Zumal ich wieder durch meinen fiesen Winterhusten überwiegend im Haus geblieben bin. Denn schon der Weg durchs kalte Treppenhaus führte trotz dicker Klamotten zu Hustenanfällen. Mir würden 3 bis 4 Wochen Nordseeklima wohl wirklich gut tun. Nur ginge es dann Allegra in der Zeit wohl richtig schlecht ...

Wer mit Katzen lebt, scheint das Leben eh' etwas gelassener und geruhsamer anzugehen ;-) Seitdem wir uns 2001 für ein Leben mit Katzen entschieden haben, war klar, dass Silvester gemütlich sein sollte. Aber eigentlich haben wir schon lange vorher lieber ein langweiliges Silvester mit Freunden und dem traditionellen Linseneintopf gefeiert.

An dicke Rauchschwaden auf der Straße rechts und links kann ich mich auch noch erinnern. Aber aus dem Alter sind die Nachbarsjungen jetzt wohl raus und außerdem sind sie ausgezogen.
Maus blieb auf dem Bett liegen und Allegra ließ sich in der Kuschelecke durchkraulen. Aber sie bleiben ja auch bei Gewitter ruhig, wenn wir nicht unruhig dabei werden!

@ Sisah
Als ich den Post schrieb, wusste ich noch nicht, wie hilfreich es wirklich für mich ist von der Beurteilung eines Jahres abzusehen. Denn dann wäre 2010 wirklich ein sehr schwieriges Jahr. Und in den letzten Jahren hielt meist das Jahresende irgendeinen 'Hammer' für mich bereit, so dass ich eher zweifelnd und mit einem unguten Gefühl in das neue Jahr blickte. Und dann hineinfeiern und darauf anstoßen? Da ist mir das Leben mit Zeiteinheiten wie kleinen und großen Projekten oder anderen Lebensabschnitten lieber, die nicht von außen bestimmt werden.

Wow, diese Gedanken zum Umgang mit der Zeit sind mir zu komplex ;-) Und auch wenn es die FH für Kunst & Design war, an der ich Innenarchitektur studiert habe, so gibt es doch gravierende Unterschiede zwischen künstlerischen und designorientiertem Denken. Es hatte wohl schon seinen tieeren Sinn, dass die Künstler in einem eigenen Gebäudetrakt untergebracht waren und es kaum Kurse gab, die Künstler & Designer gemeinsam absolvierten ....

Manchmal fällt mir die 'Verspieltheit' schwer, dann ist es wieder Zeit für eine Deko und ev. auch Blogpause. Denn wenn ich mich dann noch nicht einmal entscheiden kann, wie ich für längst vergangene Postthemen die Fotos auswählen und sortieren soll, dann wird die Bloggerei zur Quälerei. Ich war und bleibe wohl immer ein 'Saisonarbeiter' ;-)

Dass mit dem Nebenan-Zeitversetzt-Studieren weiß ich doch schon lange ;-) Dass hattest Du mal in einem Kommentar auf 'Beton+Garten' geschrieben ...

@ Frauke
Es waren nur '60,- DM' ... ;-) Ich glaube, so ein teures Feuerwerk hatten wir noch nie. Und ich vermute, wir hatten noch nicht einmal Gäste. Ob mein Großvater da seinem alten Kegelbruder mit seiner Drogerie, zu der wir extra durch die ganze Stadt mit dem Bus fuhren, nun noch einen guten Jahesabschluß bescheren wollte? Vielleicht wollte er mir auch nur ein unvergessliches Feuerwerk bieten, das es ja dann auch wurde ...

Mit kleinen Zipperlein fing mein Jahr mal wieder gut an. Gestern nahm ich mir dann wieder eine Auszeit für meine Migräne. Aber das ist nach der langen Zeit und der nachlassenden Anspannung auch kein Wunder. Manchmal ist es vielleicht sogar ganz hilfreich, wenn der Körper einen ausbremst ;-)


@ Gabriele
Tja, so ist das mit dem stillen Genuß ;-)

Herz-und-Leben hat gesagt…

@ Silke
Ja, den hätte ich wohl auch mitgenommen. Manchmal gibts da schon schöne Dinge, wie auch diese blauen facettierten Glasteller. Die über einen längeren Zeitraum erhältlich waren. Aber dann auf einmal nicht mehr, gerade als ich noch ein paar Teller hinzukaufen wollte ;-) So muß ich nun mit denen auskommen, die da sind. Leider halten sie auch nicht ewig ...

Ja, ich denke auch, wenn man mit Alter und Pflegebedürftigkeit so unmittelbar konfrontiert wird, kann man sich besser auf das eigene eventuelle Schicksal einstellen. Es gibt ja auch die Fälle, die ganz gut durchkommen und nicht unmittelbar pflegebedürftig werden. Darauf kann man nur hoffen - anderenfalls ist man gewappnet.

Nee, Völlerei gabs bei uns noch nie. Wir sind eher spartanisches Essen gewöhnt. Und mit den guten Zutaten, das kenne ich ebenso. Die Qualität ist für mich entscheidend, nicht die Quantität.
Linseneintopf - ist ja auch spannend - wie kam es mal dazu?

Ich vertrag gar keinen Alkohol mehr, stelle ich immer wieder fest, daher wird es künftig wohl ganz ohne sein, also nicht mal 1 Gläschen! ;-)

Liebe Grüße
Sara

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Du sprichst mir so aus der Seele - ganz genau so empfinde ich - fühle mich oft deplaziert in dieser kalten Welt - aber: es gibt keine andere -
- danke für den Link -
ich drück dich - Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Also, für uns ist es jetzt zum Beispiel eine Selbstverständlichkeit jede zukünftige Baumaßnahme auch unter dem Aspekt kommender 'Wehwehchen' zu planen. Denn wenn man erst in der Situation steckt, ist der Aufwand um ein vielfaches höher und dann bestimmt auch nerviger, die Umbauten dann ertragen zu müssen. Bei mir ist einfach schon absehbar, dass ich früher als meine Mutter & Großmutter Probleme mit Arthrose bekomme. Also sollte ich zukünftig einen für mich gesunden Mittelweg zwischen Bewegung und Überanstrengung finden. Da möchte ich mich ungern darauf verlassen, dass mir dann schon jemand helfen wird. Ich bevorzuge ja auch vorausschauendes Autofahren und versuche so gut wie möglich meinen Körper zu ernähren. Auch gebe ich ja nicht heute mein ganzes Geld aus, weil mir das Morgen egal ist und ich darauf hoffe, dass findet sich schon ...

Tja, der Linseneintopf ... Ich bin damit groß geworden. Aber woher es kommt? Jedenfalls muss es schon eine recht alte Tradition sein, denn 1 Linse = 1 Taler = 3 Mark = 1 1/2 Euro? Ich kenne es nur so, dass diese Tradition zwar keinen Reichtum verheißt, aber für ein gutes Durchkommen im nächsten Jahr sorgen soll - wenn der Topf an Silvester geleert wird und keine Linse im Topf, am Teller oder am Löffel zurückbleibt. Wolfgang kannte diese Tradition auch nicht. Mag aber Linsen, und lebt seitdem nicht schlecht mit diesem Aberglauben ;-)

Ich vertrage in den letzten Jahren auch weniger. Bin halt aus dem Training raus ;-) Meist habe ich bei etwas mehr Wein dann am nächsten Tag Migräne. Aber das mag dann auch die Kombination aus vielen verschiedenen Dingen sein - z.B., dass ich unter normalen Umständen dann früher schlafen gegangen wäre ...

@ Ruth
Nein, deplaziert fühle ich mich nicht. Aber ich finde es schade, dass ich durch meine Existenz einfach Schaden auf dieser Welt anrichte. Und es wohl kaum ein Eckchen auf diesem Paneten gäbe, wo das nicht der Fall wäre.
Und natürlich könnte ich mit diesem Bewußtsein noch viel mehr in meinem Leben verändern: Mehr Energie sparen z. B beim Wäschetrockner, unsere Katzen energiesparender versorgen - 400g Dosen statt 85g Beutelchen, mit dem Thema Ernährung ganz anders umgehen - mit dem Rad zum Bauern fahren und dort einkaufen, auf die Autofahrten zu meiner Mutter verzichten, und vor allem mich nicht im Internet rumtreiben und posten ...