Samstag, 11. Dezember 2010

Und plötzlich steht ein Hirsch im Wald



Das hat nun überhaut nichts mehr mit der Idee der
Tischdeko aus einem Tannenzapfen im Blumentopf
umgeben von etwas Moos
zu tun!

Da ist mir beim Durchsortieren der grünen Dekokisten
der
Metallhirsch in die Quere gekommen, und einer von
ihnen
brauchte nun plötzlich hier ein Umfeld. Außerdem
musste ich feststellen, dass mir zur Zeit eine Deko in
der Mitte der Fensterbank
mal wieder nicht gefällt.

Denn von innen betrachtet - also vom
Bettblick aus, muss
die Mitte des Gartenfensters für die kleine Maus frei bleiben.
Sonst würde sie wohl zu oft
irgendwo in der Deko sitzen!
Von links kommen dort - wie im letzten Jahr -
die Geschenke-
schlepper
am Fernseher vorbei - auf dem Weg zum Kirchen-
vorplatz
. Und auf der rechten Seite des Fensters befindet sich
die Hölle mit der Big Band und reichlich verdorrtem Material.
Sogar ein alter vertrockneter Blumenstrauß fand im Hinter-
grund noch eine Verwendungsmöglichkeit als Füllmaterial.

Ebenso erging es dem vergessenen Katzengras, das ohne
Wasserversorgung nicht überleben konnte. Aber nun bildet es
hier auf der Fensterbank zusammen mit Zapfen,
dem Moos,
das die Drosseln immer mal wieder vom Treppenhausdach
werfen
und einem abgebrochenen Holz der alten knorrigen
Fuchsien aus dem Garten meiner Mutter
eine Waldumgebung.

Wenn mir dieses 'Wegwerfmaterial' nicht zu kostbar wäre,
dann könnte ich es nun mit etwas Schneespray auch in eine
kleine Winterlandschaft verwandeln ...

Fotos: S.Schneider


Kommentare:

carola hat gesagt…

Wenn mir dieses 'Wegwerfmaterial' nicht zu kostbar wäre,
dann könnte ich es nun mit etwas Schneespray auch in eine
kleine Winterlandschaft verwandeln
************
ja, Silke so geht es mir auch mit dem wegwerfmaterial.
als die gartenfreundinnen zum basteltreffen hier waren, wurde gestaunt was ich so alles an pflanzenabfall aufgehoben habe, und nun(dann) auch noch interessant verarbeite.
die gartenbesitzerinnen zw. 300 und 3.500 m² meinten einhellig, bei ihnen würde das ohne nachzudenken auf dem kompost landen.
nunja, erstens haben sie einen kompost,
zweitens haben sie auch ein anderes verhältnis zu ihren pflanzen.
ich schleppe jede einzeln an, nach oben, besorge erde und gefäße und bevor ich sie dann achtlos wegwerfe begucke ich sie mir auf ihre weitere verwertbarkeit.
viele bleiben auch deshalb weil ich sie als pflanzstützen für andere vorsehe.
und deshalb ist das eben auch alles für mich kostbar.
schade, dass du so "weit" weg wohnst . . . ;-)

auch wenn ich selber nicht so ganz der fan von so winzigen kleinen figürchen bin, muß ich sagen sie sehen toll aus. die kleinen geschichten samt umfeld die du dazu noch schreibst, machen sie wirklich sehr begehrlich.
aber nein, ich werde nichts neues dieser art mehr anfangen zu sammeln.

ich freue mich schon auf die nächsten errungenschaften samt deko und geschichte die du zeigst.

liebe grüße aus berlin
carola

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Schön zu lesen, dass ich mit der Einstellung zwar exotisch, aber nicht allein auf der Welt bin. Obwohl natürlich die Gefahr besteht deswegen irgendwann zum Messie zu werden ...
Es gehört eben schon eine gute Portion Lager-Logistik, Zeit & Raum dazu sich diesen Luxus zu leisten! Dafür verzichte ich aber eben auch gern auf andere Dinge oder Erfahrungen, die anderen soooo wichtig sind - zum Beispiel Urlaub und Essengehen.

Ja, es ist wirklich schade, dass mit unseren Diabetikern, der Weg noch weiter geworden ist ...

Vom Erzgebirge lass lieber die empfindlichen Finger. Das Thema ist suchtgefährdend, vor allem wenn man sich über Ebay damit beschäftigt. Aber ich habe ja auch noch zusätzlich den Nachteil, dass ich in das Thema von klein auf reingewachsen bin ...