Dienstag, 28. Dezember 2010

Gern würd' ich vorm Wald stehen ...



Aber das geht wohl nur mit den Spanbäumchen ...

Ich hatte es mir so schön vorgestellt alle 11 Tannenbaumfüße
mit unterschiedlichen immergrünen Zweigen
aus dem Garten
meiner Mutter
,
unserem Wildwuchsgarten hinter dem Haus
und
unserem Vorgarten zu befüllen. Doch da hat mir das Wetter
einen dicken Strich durch meine Planung gemacht. Denn in den
Garten meiner Mutter bin ich das letzte Mal am 13. Dezember
vorgedrungen, und nur mit Mühe trotz Allwetterreifen wieder
nach Hannover gerutscht. Und unsere Gärten waren seitdem
meist so verschneit oder vereist, dass ich nicht mit schwerem
Arbeitsgerät an die gefrorenen Zweige wollte. Tja, und die
kleine Kunstgrün-Sammlung, die bis jetzt noch nicht verarbeitet
ist, die liegt in Braunschweig bei meiner Mutter auf dem Dach-
boden. Also heißt es
auch wieder in diesem Winter:
So viele Ständer und kein Baum ...

Allerdings stehen sie in diesem Jahr im Treppenhaus und lagen
am Heiligabend dort sogar noch in der Klappbox. Mir war es in
dem Raum einfach zu kalt. Und es mangelte mir auch an dem
passenden Füllmaterial. Das hat sich nun mit dem
vom Schnee
heruntergedrückten blau-grauen Ast
geändert. Die vertrockneten
braunen Bestandteile sind jetzt hier gelandet:

Dazu die bei Tauwetter schnell von den Mulchwegen
zusammen gesammelten Zapfen aus unserem 'Wald'.

Altes Deko-Trockenmaterial und bemooste Äste
sind auch oftmals als Füllmaterial hilfreich.

Und das, was bei uns immer wieder an Blättern, Moosen und
Tannennadeln durch die geöffnete Gartentür ins Haus weht,
das bildet jetzt ganz einfach den Untergrund für die Ständer.

Und wenn oben in der Fensterbank zur Kleiderkammer
der Grünling und der Zaunkönig sitzen, dann suchen sich
die beiden Goebel Buchfinken auf dem Fußboden zwischen
dem Buchenlaub vielleicht ihr Futter. Könnte ja sein, dass
da noch ein paar Bucheckern dazwischen liegen ...


Das kleine alte Goldhähnchen fügt sich harmonisch in diesen
Bodenbelag ein. Aber der Kleine hat einen ordentlichen Schlag
weg. Wie heißt es so schön: Wer liest ist im Vorteil! Gelesen
hatte ich zwar - und deswegen war das Ebay-Angebot mit den
3 Goebel-Vögeln, zu dem dieses Goldhähnchen und einer der
Buchfinken gehörte, bei mir auch nur auf 'Beobachten'. So als
Erinnerungsstütze, dass ich so ein altes Goebel-Goldhähnchen
vielleicht irgendwann einmal ganz gut für die Winterdeko ge-
brauchen könnte. Und dann kam plötzlich kurz vor Auktions-
ende die Unvernunft durch. Ohne nochmals den Text zu lesen,
bot ich mit und bekam für etwa 5,- Euro den Zuschlag für
3 beschädigte Vögel. Die waren so geschickt fotografiert, dass
ich erst beim nochmaligen Lesen des Textes wieder feststellte,
was für ein unnützes Angebot das war. Lange überlegte ich,
ob ich nicht besser den Betrag ohne Versandkosten überweisen
sollte, um aus der Nummer noch einigermaßen glimpflich heraus-
zukommen. Denn sie mir schicken zu lassen, nur um sie dann
hier gleich in den Müll zu entsorgen? Doch nach ein paar Tagen
entschied ich mich: Strafe muss sein! Und was dann sorgfältig
verpackt ankam, war wunderschön, aber ziemlich unbrauchbar.
Mit einem geschickten Bastler, der sie bestimmt reparieren
kann, war das in dem Angebot sehr wohlwollend formuliert.
Der dritte Vogel wanderte sogleich wirklich in den Müll. Dem
Buchfink fehlt zum Glück nur eine Flügelspitze, die unter dem

Dekomaterial verschwinden kann. Das Goldhähnchen ist auf
der anderen Seite flügellos und sein Schnabel ist gekürzt. Aber
sein Flügelschaden lässt sich einigermaßen wegdekorieren. Nur
die weiße Schnabelspitze fällt schon sehr auf. Doch er bleibt so
wie er ist. Damit ich mich immer mal wieder daran erinnere,
was passieren kann, wenn ich nicht aufmerksam lese ...


Bei den 9 ersteigerten Christbaumständern von Ebay
hatte ich jedoch fast immer Glück. Und ein bisschen
Rost schadet da überhaupt nicht.


Dazu nun noch die Schneemänner vom letzten Winter aus
einem Ebay-Shop. Allerdings
der Metall-Elch und die beiden
Weihnachtsmänner
können jetzt gleich bis zur nächsten Weih-
nachtszeit durchschlafen. Und das grün gefärbte Birkenreisig,
das ich mal vor ein paar Jahren bei Tedi als Osterware ge-
kauft habe, ist
in der Weihnachtszeit ebenso nützlich, wie
für die Frühlingsdeko. Wie ich mich kenne, bleibt das jetzt
bis zur Osterdeko so stehen, und wird je nach Wetter mit

Christrosen
, Priemeln oder Hyazinthen ergänzt. Dann habe ich
auch erst vor Ostern das Lagerproblem mit den Ständern ...

Fotos: SchneiderHein


Üblich ist es ja wohl, dass es einen Baumständer im Haus gibt,
und dazu ein Weihnachtsbäumchen. Dann ist der Baum vielleicht
auch so traditionell wie im Hause
'Herz und Leben' oder experi-
mentierfreudiger wie manche
dieser 14 Bäumchen und Bäume,
die in dieser Weihnachtszeit die Blogger-Zimmer erhellten. I
ch
bevorzuge seit Jahren Grünzweige, die entweder nicht nadeln,
künstlich sind und dann mit echten Materailien aus dem Garten
aufgewertet werden oder einfach draußen vor der Tür bleiben,
wie dieser Baum bei
'Cosmea 49'. Aber auch diese Überlegungen
auf 'günstig gärtnern' finde ich interessant. Für mich die ange-
nehmsten Variante. Denn mit Zweigen, die knorrig, kahl und
gut abgetrocknet sind, fühle ich mich nicht gleich nach Weih-
nachten so erdrückt von der Deko ...

Und ich gehöre dafür zu denen, die ab Anfang Januar nachts
ihren Mann dazu animieren Spazierenzugehen, um von anderen
Leuten vor die Tür geworfene Bäume Heim zu holen. Zwar nicht,
um sie in der nächsten Weihnacht ins Haus zu stellen, wie das
Vorweihnachtsbäumchen auf
'Sundayroses'. Sondern um die nadel-
losen Bäumchen dann für die nächstjährige Hofdeko verwenden zu
wollen. Nur hatte ich dabei nicht berücksichtigt, dass Nordmann-
tannen ihre Nadeln einfach nicht hergeben wollen ...

Aber am Schönsten finde ich es immer noch, wenn ein
Weihnachtsbaum nach 'getaener' Arbeit, dann so endet,

Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Wow, das sieht bestimmt toll aus mit den alten Ständern, aber da braucht man ja unglaublich viel Platz im Haus ;-) für die Lagerung ... Das sind jedenfalls schon echte Museumsstücke ... ich fand in L. ja meinen mal auf der Straße - ein glücklicher Zufall.

Ist das der unbekannte Vogel, das Goldhähnchen unten im Foto? Sieht zumindest so ähnlich aus ... Jedenfalls ärgerlich - sowas ist mir auch schon passiert - wenn man zu voreilig ist ;-)

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Für den unbekannten Goebel-Vogel habe ich noch immer keine Bezeichnung. Vielleicht irgendwann einmal. Denn, genauuso wie es für mich eine schönes Hobby ist fast täglich bei Ebay das neu eingestellte Erzgebirgs-Sortiment zu sichten, mache ich das auch mit diesen Vögeln. Da wird er schon irgendwann nochmals auftauchen und hat dann vielleicht auch ein reales Vorbild ...

Platzbedarf - geht so etwa 1,5m Breite und 50cm Tiefe nimmt die Ständer-Sammlung eben ein. Vorher war es leider eh' nur Abstellfläche, als ich mit der Deko nicht weiter kam.Aaber es gibt auch Momente, da mag ich die Fläche auch mal ganz frei!

Ja, Dein wunderschöner Baum-Ständer. Darum baue ich jetzt hier auch noch den Link ein ...