Freitag, 31. Dezember 2010

Diese Babygläschen ...



... werde ich nun doch nicht mehr verschenken.
Denn jetzt sind
solche Gläschen eine kleine Erinnerung
an meine Großmutter, die sich heute - nach 103 Jahren,
9 Monaten und 18 Tagen am frühen Morgen nun doch
ganz still und leise auf den Weg begeben hat, um
ihrem Kater zu folgen ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

mausimom's hat gesagt…

Mit dem alten Jahr ist die Großmutter gegangen.... morgen beginnt alles neu.... auch das Leben ohne sie. 103 Jahre sind eine stolze Leistung an Lebensjahren und wenn man dann noch friedlich einschlafen kann ist es ein befriedigender Abschluss.
Trotz des Verlustes wünsche ich euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich positives aber vor allem gesundes Neues Jahr!
Liebe Grüße
ute

Johanna hat gesagt…

Hallo,
so friedlich, still und leise hört sich das an. 103 Jahre sind eine lange, gesegnete Zeit. Was hat sie alles miterlebt. Ihr werdet sie vermissen und nicht nur die Gläschen werden euch erinnern. Übrigens eine schöne Verwendung, in Verbindung mit den Kerzen eine ganz stimmungsvolle Erinnerung.
Ich wünsche Dir und deinen Lieben ein Frohes Neues Jahr voll Gesundheit, Glück und Freude.
Liebe Grüße, Johanna

Meriseimorion hat gesagt…

Liebe Silke,
es tut mir leid, dass deine Großmutter diese Welt verlassen hat. Aber wie du schon sagst, ist sie ihrem Kater gefolgt, in eine andere Welt, wo die beiden vielleicht wieder fröhlich vereint sind. 103 Jahre das ist sehr viel Zeit, viel Zeit für ein erfülltes Leben.
Trotz dieser traurigen Nachrichten wünsche ich euch einen schönen neuen Lebensabschnitt, wenn ihr nicht in Jahren rechnet. Alles Gute euch.
Liebe Grüße Kerstin

Doro hat gesagt…

...Abschied und Neubeginn liegen immer beieinander-schön,dass Du so viele schöne Erinnerungen an Beide hast! Doro

Petra hat gesagt…

.....das ist traurig, aber so ein hohes Alter ist wirklich außergewöhnlich - ich denke aber auch eine Leistung der ganzen Familie und insbesondere Deiner Mutter, sie muss wahrscheinlich jetzt mit der gewonnenen Zeit erst einmal umgehen lernen.....

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ach je! Nun weiß ich gar nicht, was ich sagen soll! Es war ja ein hohes Alter - aber es tut immer weh, wenn man einen lieben Menschen gehen lassen muß. Ein Trost ist es, wenn sie einfach so weggeschlafen ist. Das, was sich jeder auch für sich wünschen mag.
Nun hingen die beiden doch eng zusammen, Kater und Großmutter (hat sie es denn noch mitbekommen, daß er nicht mehr da war?)
Die hätte ich auch aufgehoben, die Gläschen ...

Und ich kann mir auch vorstellen, daß es - trotz der vielen Mühe - jetzt für Deine Mutter nicht so einfach sein wird. Denn es war ja die Mutter! Und wenn all das, die Zeit, der ganze Aufwand, erst einmal wegfällt, kann man leicht in ein tiefes Loch fallen...
Ich wünsche Dir und Deinen Lieben, besonders auch Deiner Mutter, daß Ihr nach diesem Verlust wieder nach vorn schauen könnt, in ein weniger stressiges Leben, eine gute neue Zeit.

Ganz herzlich
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ute
Nach feiern war uns natürlich nicht zumute. Aber nun zeichnen sich bereits einige Veränderungen in unserem Leben ab. Und vieles, was wegen meiner Großmutter jahrelang verschoben wurde, kann nun in Ruhe überlegt werden, ob es sich jetzt noch lohnt es in Angriff genommen zu werden. Oder ob sich die Wünsche und Vorstellungen in der langen Zeit vielleicht doch geändert haben ...

@ Johanna
Das war es nach den letzten drei Tagen der Unruhe auch. Es verlief so friedlich, dass meine Mutter sich am frühen Morgen lange Zeit nicht sicher war, ob es nicht doch wieder nur eine ihrer total erschöpften Tiefschlafphasen war. Selbst der Pflegedienst war sich nicht ganz sicher.
Und in dieser Zeit des Wartens auf die ärztliche Bestätigung war es für mich eine Art des Abschied nehmen das Gläschen mit einem Drahtbügel zu versehen, mit Granulat zu bestücken und Mistelzweige sowie anderes Material aus unserem Treppenhaus zu verarbeiten. Dann die restlichen Gläschen so zusammenzustellen und eine Kerze anzuzünden. Leider dauerte es fast 2 Teelichte lang, bis der ärztliche Notdienst kam ...

@ Kerstin
Für meine Großmutter wurde es wirklich allerhöchste Zeit zu gehen. Schon vor Jahren hatte sie gesagt: 'Der liebe Gott hat mich wohl vergessen!'
Und auch wenn wir schon lange damit gerechnet - es ihr auch gewünscht haben, so ist der Moment, wenn es soweit ist, trotzdem ganz anders. Aber das ging uns ja auch bei unserem Kater so ...
Doch es gibt so vieles, was meine Mutter sich in den letzten Jahren deswegen versagt hat, dass nun wirklich ein neuer Lebensabschnitt beginnen kann. Nun muss nur das Wetter mitspielen, so dass wir nicht weiter nur in Haus & Garten hocken ...

@ Doro
Kurz & knapp und genau wie ich es auch sehe.

@ Petra
Ja, die Nacht zu Neujahr war erwartungsgemäß schwer. Und in dem Moment hätte ich ihr gewünscht, dass sie noch einen gesunden Kater an ihrer Seite gehabt hätte - damit das Haus nicht so leer erscheint.
Doch es gibt Nachbarn, die nun zum Kaffee einladen und viele Geschäfte, in denen ich in den letzten Jahren nur noch alleine war, um für die beiden einzukaufen.
Ich denke mir ein bisschen Leere tut gut, um sich seiner Wünsche bewusst zu werden. Aber es gibt auch vieles zum Wiederentdecken oder zum Kennenlernen. Und glücklicherweise kann ich mir meine Zeit einigermaßen frei einteilen ...

@ Sara
Ich hatte in den letzten Tagen immer mehr damit gerechnet. Irgendwann musste sie nun ja mal den Schritt wagen, nachdem sie sich schon so oft entschieden hatte und dann wohl einfach wieder zurückkehren konnte. Was sie hier noch gehalten hat? Wie oft wollte sie in den letzten Monaten nach Hause zu ihren Eltern und Geschwistern.
Da ist es schon etwas komisch, dass nun ausgerechnet ein Bereitschaftsarzt aus ihrem Heimatort den Tod bescheinigte.

Nach ihrem Kater hat sie schon länger nicht mehr gefragt. Aber zeitweilig war es ja doch erstaunlich, was sie noch mitbekam - auch aus der näheren Vergangenheit. Oder das sie plötzlich nach der Uhrzeit oder dem Datum fragte.
Es war nur für uns sehr ungewöhnlich, wie lange sich beide dagegen gesträubt haben sich aufzugeben ...

Schon vor ein paar Tagen, als ich die Gläschen im Keller verpackte, fragte ich mich, wie viele dieser Babygläser nun wohl noch hinzukommen würden.
Meist sind es ganz kleine und vollkommen unscheinbare Dinge, die mich an etwas erinnern. So habe ich damals im Geschirrschrank meiner Tante 5 kleine Edelstahl-Tabletts gefunden, die wir täglich benutzen. Und von meinem Vater haben wir einen angerosteten, aber sehr praktischen Rosenspaten aus dem Keller mitgenommen ...

Ich vermute die Tiefes des 'Lochs' hängt jetzt auch stark vom Wetter ab. Einerseits, wie oft ich mich beim Winterwetter traue zu ihr zu fahren. Und andererseits, wie oft es ihr Freude bereitet vor die Tür zu gehen. Aber wie Du schon festgestellt hast, die Natur regt sich schon. Und zum Glück motiviert der Garten dann auch die Schneeglöckchen & Winterlinge hervorzugucken ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das kenne ich auch von meiner Tante, die in der letzten Lebenszeit auch immer davon sprach "nach Hause" zu wollen.
Letztendlich liegen Leben und Sterben ja nicht in unserer Hand - aber die Seele spielt doch eine gewisse Rolle dabei, solange man nicht wirklich loslassen kann, hält es einen manchmal noch ... andere wiederum sterben viel zu früh, obwohl sie es gar nicht wollen!

Diese inneren Fragen kenne ich auch im Zusammenhang mit meiner Großmutter - wie viele Jahre es wohl noch werden, die ich für sie sorgen würde ... und dann war es irgendwann doch schon bald vorbei ...

Ja, wenn Deine Mutter sonst ein Typ ist, der rausgeht und auf Menschen zugehen kann, dann wird es sicher nicht zu arg. Es gibt ja Menschen, denen es ohnehin schwer fällt, rauszugehen ...
Wollen wir also hoffen, daß das Wetter sich hält und es nicht noch viel kälter mehr wird in diesem Jahr. Mir wäre es auch nur allzu recht. Auch da ich oft mit dem Auto unterwegs sein muß.

Oh nach den Winterlingen muß ich doch mal schauen, die ich mir letztes Jahr geholt habe. Allerdings ist bei uns alles immer um einiges später.

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Silke,
nun habe ich eine halbe Stunde lang alle Posts von dir durchgesucht und bin wieder drüber weggegangen - um nun endlich den Satz zu finden, den ich gesucht habe. Deine Oma ist also nun gegangen - wie du schreibst - heimlich - still - leise - ich habe ja deine Gedanken immer wieder gelesen,die sich um die ganze Situation drehten und habe oft gedacht, warum nur müssen Menschen bleiben, die nicht wollen und andere.....
die Entscheidung liegt nicht bei uns -
irgendwie bin ich froh für euch alle, dass es nun vorbei ist - vor allem für deine Mutter- ich kann mir natürlich vorstellen, dass das Loslassen noch einige Zeit dauern wird - bin selber so ein Mensch, der fühlt er ist zu belastet und doch immer weiter macht - es soll allen gut gehen - will immer für andere da sein - so schätze ich deine Mutter und auch dich ein. Du hast natürlich Recht, dass das Wetter eine große Rolle spielt. Grade jetzt kommt die "tote" Zeit. Trostlos, grau in grau, viel Regen....
ich bedauere auch sehr, dass Herr Katze vorher gegangen ist - er würde deiner Mutter ein Halt sein -
ja warum....? - keine Ahnung - ich frag mich oft, warum geschieht dies und das in der Welt - warum die vielen Unglücke, die vielen Ungerechtigkeiten - Verbrechen...
wo liegt der Sinn?
Oft heißt es ja, dass man den Sinn erst später erkennt und dass alles für irgend etwas gut ist. Damit habe ich so meine Probleme.
Ich wünsche deiner Mutter, dass sie nun bald ihren neuen Weg entspannt gehen kann - dass sie Freundschaften wieder aufleben lässt - neue knüpft - sich auf sich besinnt - auf ihre Bedürfnisse - genau wie du auch - ich wünsche es euch von Herzen - und der Oma wünsche ich ein Wiederfinden mit dem Katerchen - mit lieben Menschen und Tieren, die schon voraus gegangen waren - euch wünsche ich Kraft und Zuversicht - ich drück dich - (und muss ein wenig schimpfen, weil du immer wieder Sätze versteckst...) - es wäre mir wichtig gewesen, es vorher zu wissen -
das neue Jahr soll euch Frieden bringen, Gesundheit und Freude - ein neues Jahr mit neuen Möglichkeiten -
lg. Ruth

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth
Ich bin Dir fast auf den Fersen mit den Kommentaren, da Wolfgang noch nicht startklar ist ... ;-)

Ich hatte es vor ein paar Tagen schon in einer anderen Mail geschrieben: Den Sternchenpost darüber hatte ich schon morgens um 5 Uhr fertig. Ich konnte nicht mehr schlafen und mag ohnehin die morgendliche Stille & Dunkelheit nur mit den Lichterketten. Vielleicht hatte ich auch so eine Vorahnung. Denn Maus & Allegra verhielten sich am frühen Morgen auch ganz anders als sonst. Ich hatte ich diesen Post bereits kurz nach dem Anruf meiner Mutter gegen 9 Uhr gebastelt, wollte ihn aber nicht ohne die ärztliche Bestätigung veröffentlichen. Denn meine Großmutter lag schon sehr oft regungslos im Bett. Und wie wir später erfuhren, ist es auch schon häufiger vorgekommen, dass selbst Ärzte falsch lagen. Daher hätte meine Großmutter auch gar nicht viel früher abgeholt werden dürfen, um wirklich die Gewißheit zu haben. Nur an diesem speziellen Tag haben die Ärzte den zweiten Besuch einfach eingespart. Über soetwas wird aber anscheinend nicht gesprochen. Denn das erfuhren wir erst am Dienstag beim Bestatter ...
So waren es dann fast 2 Teelichter, die es dauerte, bis der Arzt den Totenschein auf 7 Uhr ausstellte (der genaue Zeitpunkt war nicht festzustellen), und ich erst dann den Post als ersten an diesem Tag veröffentlichte. Aber das fand ich auch richtig so. Denn wer nur kurz auf dem Blog reinschneit, um sich noch eine Inspiration zu holen oder einen guten Rutsch & ein frohes neues Jahr zu wünschen, um dann zu einer Feier zu entschwinden oder zumindest fröhlich zu feiern, warum soll ich denen nun einen Moment zum Innehalten verpassen? Nur da es für mich doch ein einschneidender Moment war, der auch viel mit Deko zu tun hat, wollte ich ihn hier nun doch festhalten - aber eben etwas versteckt ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth - Teil 2
So, gestern mussten wir uns nun erst um Wolfgangs Mutter kümmern. Inzwischen sind wir ja leider im Training uns mit solchen Themen zu befassen ;-)

Warum auch immer, meine Großmutter wollte nicht gehen. Zeitweilig schon, wenn sie Schmerzen hatte. Aber die waren meist nur von kurzer Dauer. Und kurz danach hieß es wieder 'Ich möchte noch etwas hierbleiben!' Wir gaben ihr schon lange eine Mittel, dass ihr die Angst vorm Sterben nehmen sollte und auch tatsächlich teilweise recht heftigen ihre Angstzustände minderte. So konnte sie mit wesentlich weniger Ruhigstellungsmitteln auskommen, als ihr der Hausarzt verordnet hatte. Aber wahrscheinlich war es wie beim Kater: Solange die Pflege & Versorgung stimmt, gibt es keinen Grund zu gehen. Auch wenn das Leben überwiegend aus Schlaf besteht. Gut, bei unserem Kater kam noch die Freude am Fressen hinzu. Und bei meiner Großmutter war es ein Stückchen Schokolade, dass glücklich machte. Sonst bereiteten ihr Essen & Trinken wenig Freude. Und es gab viele Tage an denen sie die Nahrungsaufnahme verweigerte. Aber plötzlich gab es auch wieder Tage, an denen ihr Körper das wieder aufholen wollte.
Inzwischen bin ich mir sicher, dass sowohl beim Kater als auch bei meiner Großmutter die Schmerzen zugenommen haben und ihre Zeit dann gekommen war. Bis dahin war ihr Leben trotz eingeschränkter Bewegung anscheinend noch immer lebenswert. auch wenn es uns als Außenstehendem schon lange nicht mehr so erschien ...
Daher fällt es mir auch schwer, um beide zu trauern, da sie im Großen und Ganzen ihren Weg gehen konnten - in dem Tempo, dass zu ihnen passte.
Mein Großvater hingegen ging zum Kegeln, brach zusammen und kam nicht wieder. Auch wenn es damals erste Anzeichen gab, das er seine Ernährung umstellen sollte, war uns nicht bewußt, wie schnell es plötzlich gehen könnte. Da war die Situation ganz anders, als wenn man sich allmählich darauf einstellen kann.

SchneiderHein hat gesagt…

@ Ruth - Teil 3
Ja, das Haus ist jetzt leer, aber draußen gibt es Vögel und Nachbarskatzen, die vorbeischauen, der Garten kann schon Unterstützung gebrauchen. Und viele Kontakte, die in den letzten Jahren extrem vernachlässigt wurden, können jetzt wieder aufleben. Bis jetzt gab es immer etwas zu tun oder meine Mutter wurde von den Nachbarn eingeladen.
Einen kranken Kater hätte sie in der Situation jetzt wirklich nicht mehr gebrauchen können, er wäre ja nur ein Grund gewesen weiterhin zu Hause zu bleiben. Und ich gebe zu, dass die letzte Zeit mit ihm wahrscheinlich ein gutes Training war mit diesem Tabu-Thema umgehen zu lernen. Denn auch wenn es Hospize, Pflegedienste usw. gibt, so hat meine Mutter diesbezüglich wenig Informationen & Unterstützung erhalten. Da muss man sich anscheinend ziemlich energisch darum bemühen. Insofern war das Gespräch mit der Tierheilpraktikerin der Anstoß, dass ich/wir uns näher mit dem Thema befasst haben. Ich denke mir, sonst vwären die letzten Wochen wesentlich schwieriger gewesen ...

Und auch wenn Herr Katze nun noch ein gesunder kater wäre, dann würde er dazu führen, dass meine Mutter immerdaran denkt, dass er auf sie wartet. Schließlich hatte er ja nur noch sie als Bezugsperson. Fremden gegenüber war er ja schon immer sehr scheu. Nein, so wie es kam, war es wirklich gut. Wir hatten ihn 1994 ins Haus gebracht, damit meine Großmutter etwas zum Betüddeln hatte, was jahrelang prima funktionierte. So konnte sie den Kater kontrrollieren und ließ meiner Mutter dadurch etwas mehr Freiraum. auch motivierte er sie sich noch mehr zu bewegen.
Und je mehr meine Großmutter pflegebedürftig wurde, war der Kater für meine Mutter da.
Die letzte Zeit mit ihm, als er krank wurde, war hart, aber intensiv und lenkte etwas von meiner Großmutter ab, was auch wirklich nötig war. außerdem motivierte er meine Mutter noch häufiger in den Garten zu gehen. Sonst hätte sie sich im Herbst schon viel mehr im Haus aufgehalten.
Doch, im Nachhinein hatte alles einen tieferen Sinn. Auch wenn ich meiner Mutter leichtere und lebenslustigere Jahre gewünscht hätte, aber da stand ihr wohl zum Wohle meiner großmutter & des Katers ihr Pflichtgefühl im Weg ...

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Ach ich finde es beruhigend und schön, die Dinge von dieser Seite zu sehen - es tut gut und hat natürlich mit Loslassen zu tun, wo ich mich ja sehr schwer tue - ich hoffe sehr, dass ich es noch lerne (sanft!) -
Liebe Grüße - Ruth

Herz und Leben 2 hat gesagt…

Jetzt bin ich hier wieder angelandet ... und zwar aufgrund der Babygläschen. Meine Mutter hat auch mehr und mehr Probleme mit der Nahrung ... hatte Deine Großmutter es am Magen oder konnte sie ganz allgemein nicht mehr essen? Es gibt da ja verschiedenerlei Gründen, warum alte Menschen bzw. Hochaltrige nicht mehr gut essen/vertragen können ...

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Nein Magenprobleme waren das nicht. Eher Probleme mit dem Schlucken und auch mit dem Kauen. Da ihr das Gebiss nicht mehr passte. Und immer nur Haferflocken mit Apfelmus, Grießbrei etc. Da waren die Gläschen dann eine sinnvolle Alternative. Denn alle Nahrung kleinstampfen bzw pürieren!? Außerdem gab es irgendwann kaum noch regelmäßige Essenszeiten und da war so ein Gläschen praktisch. Denn wenn sie morgens länger schlief und dafür in der Nacht Hunger hatte, war das für meine Mutter leichter ihr so ein Glas warm zu machen als frisch für sie zu kochen. Und noch ein wichtiger Aspekt: Meist schaffte sie zum Schluß mengenmäßig noch nicht einmal so ein Glas ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja ...
Und ich frag' mich jetzt, wie das mit den modernen Generationen mal so sein wird, die wir Zahnimplantate tragen . . . wenn es da mal Probleme gäbe .... sollte man enen 90 oder 100jährigen dann noch einer Zahnbehandlung unterziehen??? Da war die herausnehmbare Prothese, was das betrifft, sicher optimaler .... von der gründlichen Mundpflege ganz abgesehen ...
Das bei meiner Mutter ist aber irgendeine Erkrankung. Die Ergebnisse erfahren wir noch. Aber manchmal kommt einem eben auch das doch schon relativ hohe Alter in den Sinn, da alles nicht besser wird ... doch die Tendenz ist ja leider die, das es zum höheren Alter hin eben immer mehr bergab geht ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Das mit der Mundhygiene ist wirklich eine spannende Sache bei pflegebedürftigen Menschen. Ich habe da von einem Fall gehört, wo ein autistisches Mädchen von einer Wochenendbetreuung zurückkommt und schlecht geputzte Zähne hat, da sie nicht mitarbeitet bzw. sich die Zähne nicht immer putzen lässt. Und wenn ich mir dann dazu den Minutentakt beim Pfflegedienst fürs Zähneputzen ansehe ...

Ich hoffe, Ihr bekommt bald vernünftige Ergebnisse und entsprechende Therapievorschläge, die machbar sind. Es ist ja immer eine Gradwanderung was eventuell möglich ist, aber nicht unbedingt zur Einstellung des Betroffenen passt.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, die Mundhygiene ist ganz wichtig. Das geht hin bis zu Herzerkrankungen ... Ja, WER soll das bewerkstelligen, zumal das doch alles viel Zeit kosstet, wenn man es ordentlich machen will.
Ich hoffe, daß es nichts Ernstes ist. Mit manchen Sachen ist leider nicht zu spaßen. Aber das Ergebnis der Blutuntersuchung steht noch aus ... erfahren wir in Kürze.