Montag, 6. Dezember 2010

Die alten Watteglocken ...



Hätte ich die geerbten Glocken beim Verpacken im
Januar nicht
provisorisch im Treppenhaus aufgehängt,
wäre ich jetzt sicherlich nicht auf die Idee gekommen
diese Leichtgewichte an
die alten brüchigen Birken-
zweige
zu hängen.

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die sehen sehr schön aus! Meine Mutter muß so etwas auch noch haben, aber wohl nur noch Vereinzelte. Sie holt den ganzen Weihnachtsbaumschmuck aber nicht mehr hervor und macht sich immer nur entweder ein Winzig-Bäumchen mit einer Lichterkette und ein bißchen was oder ein paar Zweige in einer Vase.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Wenn ich mich richtig erinnere, sind das sogar Glocken aus 3 Haushalten. Denn an die kleinen beschneiten Glöckchen kann ich mich noch aus Kindertagen erinnern. Die schlummerten bis vor ein paar Jahren noch in einer Weihnachts-Kramkiste ...

Da ist meine Mutter ganz anders. Leider lohnt es sich zur Zeit wegen meiner Großmutter nicht mehr im Wohnzimmer zum Garten viel zu dekorieren, da sie sich dort kaum aufhält. Aber Wohnzimmer, Flur und Küche waren nach dem 1. Advent dekoriert. Und zur Zeit genießt sie es von Schwibbögen und Engels-Orchestern umgeben zu sein.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, so kommt das zusammen. Wir haben auch noch, wenn auch wenig, Christbaumschmuck von meiner längst verstorbenen Großmutter. Aber das meiste ruht in Kisten verpackt. Allerdings habe ich auch schon alten Christbaumschmuck zugekauft ;-) Einfach, weils den zum Schleuderpreis gibt und ich den weissen und silbernen so schön finde! Auch diese Reflex-Einstichkugeln ...

Meine Mutter ist halt lieber viel draußen und unterwegs, um fit und beweglich zu bleiben, so lange das nur möglich ist. Zuhause hält sie sich nur auf, wenn es sein muß. Und zu den notwendigen Verrichtungen, wie Essen kochen ... saubermachen ... Ich bin ja froh, daß sie es soweit wieder geschafft hat und nicht mal mehr immer den Rollator braucht.
Sie war ja schon immer der Bewegungstyp und das kommt ihr jetzt sehr zugute. Denn für ihr hohes Alter und die schwere Erkrankung, die sie letztes Jahr hatte, ist sie in einen überaus guten Zustand.

Aber so ein paar Sachen hat sie schon auch, z.B. einen größeren Papierstern, ein Adventsgesteck ... So einen Bogen hatte sie nie, ich allerdings auch nicht. Die sind ziemlich teuer und das leistet man sich nicht mal eben so für diese kurze Zeit, zumal wenn man vieles andere nötiger braucht. Und ringsumher haben ja alle solche Bögen, dort wo sie wohnt, das ist alles ein bißchen zuviel ... Aber ich schaue mir diese Schwibbögen anderswo auch gerne an. Hier draußen bei uns ist ja noch nicht alles so überladen, da wirkt das noch.

Lieber Gruß
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Schleuderpreis für alten Baumschmuck? Selbst als ich noch über Flohmärkte gegangen bin, war er schon selten & teuer.
Und im letzten Winter, als wir zum Bärenhöhlen-Geburststag das Bäumchen verschenkt hatten, musste ich wesentlich mehr für den ersteigerten Christbaumschmuck zahlen, als wenn ich im richtigen Moment bei Wiglo einfalle und Kugelkisten für 1,99 Euro kaufe ...

Sicherlich würde meine Mutter auch viel lieber mal rausgehen. Aber bei der 24 Stunden Pflege meiner Großmutter ist das zur Zeit nun mal nicht möglich. Da ist es gut, dass es Haus & Garten gibt, die zumindest für etwas Bewegung & Abwechselung sorgen. Und da sie sich im Moment fast nur im Wohnzimmer in der Nähe meiner Großmutter aufhält, ist so eine weihnachtlich anheimelnde Umgebung ein kleiner Trost - und muss den Einkaufsbummel durch die Stadt bzw. den Weihnachtsmarktbesuch schon seit 5 Jahren ersetzen ...

Da meine Mutter wegen meiner Großmutter Ende der 90er das letzte Mal im Urlaub war, sind solche Schwibbögen, die sie schon immer in allen Fenstern zur Straße gewünscht hatte, nun wirklich drin. Allerdings würde sie sie sich jetzt wohl immer noch nicht leisten wollen. Daher habe ich ihr in den vergangen Jahren diese Bögen auch gern geschenkt. Und die meisten konnte ich sogar wesentlich günstiger bei Ebay ersteigern.

Früher war es üblich, das in der Vorweihnachtszeit das Wohnzimmer zum Garten geheizt wurde - 'die gute Stube'. Dort wurde dann üppig mit Naturmaterialien und ihren naturfarbenen erzgebirgischen Holzfiguren dekoriert. Meine Mutter konnte sich schon immer dafür begeistern. Aber seitdem meine Großmutter fast ständige Betreuung benötigt, verzichtet meine Mutter nun sogar schon seit mehreren Jahren auf dieses Weihnachtszimmer mit Gartenblick. Jetzt bleibt sie in der Winterzeit sogar im Wohnraum zur Straße. Da spielt Geld dann wirklich eine untergeordnete Rolle. Zumal das Pflegegeld für die Pflegestufe 3 bei Heim-Unterbringung bestimmt nicht ausreichen würde, und meine Großmutter dort ganz bestimmt nicht die Aufmerksamkeit bekommen könnte, die ihr bis jetzt zur Verfügung stand ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Liebe Silke,

wenn man die Quellen kennt ... ich finde hier immer mal was, möchte die Quellen öffentlich aber nicht nennen, es wäre schade, wenn das zu viele kennen - dann hat unsereins das Nachsehen *lach*.
Es kommt natürlich noch drauf an, was mit "alt" definiert wird. Wir haben sogar schon welchen weiterverkauft, weil man das alles selbst ja gar nicht beherbergen kann und will. Mir würde das zuviel. Ich brauche einen einzigen Kasten, so eine Art Umzugskarton und da kommt das ganze Weihnachtszeug rein, das reicht. Weil "mehr" mich nervös macht. Mein Mann ist da sogar noch extremer - er hätte eigentlich nur gern einen Besitz, der auf einen Handkarren paßt, weil er alles andere für überflüssig hält. Freilich, mit Familie geht das schon mal gar nicht ;-)

Aber so etwas in der Art finde ich hier immer wieder - neulich erst auch Glocken

http://cgi.ebay.de/Dachbodenfund-Christbaum-Schmuck-Antik-alt-selten-14Stc-/220706346438?pt=Saisonales_Feste&hash=item33631f95c6

http://cgi.ebay.de/Weihnachtskugeln-Silber-Nusse-Glocken-Zapfen-33-Teile-/250737867085?pt=Saisonales_Feste&hash=item3a6124394d

http://cgi.ebay.de/alter-Christbaumschmuck-silberne-Glocken-Glockchen-/250738082239?pt=Saisonales_Feste&hash=item3a612781bf

Hier trenne ich mal ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das mit Deiner Mutter kann ich schon gut verstehen. Meine Cousine war jahrelang in einer ähnlichen Situation, obwohl sie raus mußte. Denn bei den zusätzlich 3 - 4 Kindern - wer sollte da einkaufen etc.? So lag ihre Mutter in der Wohnung und war zeitweilig notgedrungen allein. Für sie wars aber besser als ins Heim zu gehen. Trotzdem jammerte sie immer wieder nach ihrer Tochter, daß die "so oft" weg sei ...
Nur am Schluß mußte sie dann doch dorthin, da sie sich beim Umbetten die Knochen brach. Das konnte man, obwohl 2 Familienmitglieder Profi-Krankenpfleger waren, daheim einfach nicht mehr leisten.

Und ich kenn's von mir selber ja auch - als die Kinder geboren wurden oder letztes Jahr, als ich krank war ... da ist man tatsächlich froh, wenigstens die paar Schritte im Garten mal gehen zu können.

Im Urlaub war meine Mutter ihr ganzes Leben noch nie ;-) Das ist eine Generation, die das oft gar nicht kannte, einmal mangels Mitteln und zum anderen, weil sie das viele Arbeiten gewohnt waren und man Urlaub eben einfach nicht kannte. (Versuche gerade, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben, was nicht so einfach ist - früher habe ich immer nur mit "halbem Ohr" hingehört - die ewig gleichen alten Kamellen ;-) Wie Kinder und Jugendliche so sind ... heute bedauert man das!)

Trotzdem oder gerade deswegen verschaffte man sich genug Entspannung, auch indem man alles Überflüssige einfach weggelassen hat.
Meine Mutter kommt aus keinem so wohlhabenden Hause, da kannte man es gar nicht, großartig zu dekorieren, weil man keine Zeit dafür hatte bzw. höchstens mal ein Tannenbäumchen zu Weihnachten, das man selbst aus dem Walde holte. Auf dem Lande hatten damals nur die Großbauern geschmückte Stuben, da durfte aber keiner hinein, nur zu Sonn- und Feiertagen ;-)

Vielleicht schenke ich ihr aber auch mal so einen Bogen, denn schön findet sie die schon. Allerdings hat sie auch nicht so sehr viel Stellfläche in ihrer Wohnung und zudem eine Katze, die dann doch mal das Eine oder Andere hinunterwirft. Mietwohnungen sind da ja oft eher bescheiden ...
Und dann würde sie auch immer im Blick auf die Stromkosten sparen wollen. Denn schon mit der Heizung hat sie Probleme ...

Ja, bei uns ist es eher umgekehrt - meine Mutter ist wieder ganz gut beisammen und unsereins hat all die Wege und Mühen. Das aber auch gern. Denn eine Mutter hat man nur einmal im Leben! Und ich möchte sie auch noch lange bei uns behalten. Kann das, was Deine Mutter und Großmutter betrifft, daher sehr gut nachvollziehen. Von Pflegestufe und Geld einmal ganz abgesehen ... da liegt ohnehin vieles im Argen.

Liebe Grüße
Sara