Dienstag, 10. August 2010

Kurz fürs Foto rausgestellt ...



Am letzten Freitag erlag ich nun doch dem Charme
der großen Mohnblüten in violett und tiefem dunkelrot.
Schließlich war ich ja schon so lange vernünftig gewesen
und habe sie mehrmals wieder im Gartencenter in die
große Glasvase zurückgestellt. Aber nachdem mich in
diesem Sommer das tiefe, warme Violett fasziniert, und
ich diese Farbe nun noch nicht durch andere Farbtöne im
Treppenhaus ersetzen möchte, lohnt es sich anscheinend
doch diese Farbwelt weiter zu ergänzen. Auch wenn ich
schon reichlich Material angesammelt habe ...

Als ich nun die drei Blüten fotografieren wollte, ergaben
die vor einigen Wochen
reduzierten grünlich-grauen Vasen
von Nanu-Nana
zusammen mit den
getrockten Hortensien vom
letzten Herbst
und
den Gräsern genau das richtige Umfeld. Und
während ich noch nach der richtigen Lichtstimmung für das
Foto suchte, fiel mir ein, dass die Keramik-Vasen mit diesem
Inhalt jetzt wunderschön bei meiner Mutter
passen würden ...

Foto: S.Schneider


Kommentare:

Anke hat gesagt…

Zauberhaft, ich bin begeistert und so schön fotografiert.

Liebe Grüße
von Anke

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Liebe Silke,
die sind zum Klauen schön - wenn ich deine Posts lese wird mir immer wieder bewusst, wie wenig ich noch vor die Tür komme - all die schönen Geschäfte, die du erwähnst, habe ich lange nicht gesehen - nun mein Sohn zieht am Wochenende aus - die Ruhe wird (neben meiner hoffentlich kurzen Trauer) herrlich werden -
lg. Ruth

rebelledejour hat gesagt…

worüber Deine Mutter sich ganz bestimmt freut, eine wunderschöne Stimmung mit den Hortensien zusammen Ina

Herz-und-Leben hat gesagt…

Dem wäre ich wohl auch erlegen ;-)Das Arrangement sieht herrlich aus!

Erinnere mich noch an einen Mohnblumenstrauß, den ich mal bei K*rst*dt kaufte. Der Mohn wirkte total natürlich. Allerdings nerven mich nach einiger Zeit meist künstliche Blumen und dann gebe ich sie wieder weg. Aber 1 oder 2 Jahre hatte ich den wohl.
Und, stehn sie jetzt bei Deiner Mutter?

Lieber Gruß
Sara

Glasperlenfee hat gesagt…

Eine wunderschöne Kombination und für mich eine tolle Anregung, was ich demnächst mit meinen Hortensienblüten so alles anstellen könnte. Ganz besonders gefällt mir die Mohnblütenfarbe.

Liebe Grüße

Inge

Brigitte hat gesagt…

Wirklich schön, Silke!

Lieben Gruss, Brigitte

Maedelssachen hat gesagt…

Du hast wirklich ein Händchen und eine Blick für schöne Sachen.

glg Maria

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Ruth
Eigentlich falle ich zur Zeit auch nur noch in einem Gartencenter bei uns in der Nähe ein. Aber dort ist die Verlockung auch sehr groß. In der Stadt war ich schon lange nicht mehr - nur eben mal wieder im richtigen Moment bei Nanu-Nana, als viele zu mir bzw. zur Einrichtung meiner Mutter passende Dinge gerade rausreduziert wurden. Da hatte ich zu schleppen. Hat sich aber im Nachhinein gelohnt ;-)
Ich wünsche Dir viel Toleranz & gute Nerven fürs Wochenende!

@ Ina
Ja, sie war begeistert. Inzwischen haben die drei Vasen einen ganz anderen Platz als ursprünglich geplant, aber der ist perfekt. Vor Jahren hatte ich ihr sogar mal die passende Tischdecke & Kissen zu den Vasen besorgt - ach, eher umgekehrt! Nur die Fotos vom Dienstag gefallen mir noch nicht. Mal abwarten, wann ich dort vernünftige Lichtverhältnisse antreffe ...

@ Sara
Da ich ja leider kein Glück mit Mohn im Garten habe und echter Mohn in der Vase ja leider auch nicht sehr lange hält, finde ich gut gemachte künstliche Blüten eine herrliche Alternative. Sehr schönen weißen Mohn habe ich ja schon vor Jahren von Wolfgang bekommen, aber diese Farben zogen mich immer wieder magisch an. Und für das Drumherum bestätigt sich mal wieder, dass sich sammeln lohnt! Wenn nur nicht das Lagerproblem wäre ...
Aber ich bin über mich selbst erstaunt: Ursprünglich wollte ich meine Blumendeko im Haus alle 1 bis2 Wochen tauschen - angefangen hatte es mal mit der Schiffskellervase. Für die hätte ich wirklich genug Material. Aber so schnell sehe ich mir die Dinge gar nicht über. Also kommt es häufiger vor, dass die Sträuße schon mal 4 bis 6 Wochen bleiben. Und da ich sie sehr oft mit trockenen Zweigen, getrockneten Gräsern oder anderen natürlichen Materialien kombiniere, fällt es gar nicht auf, wenn sie etwas staubig sind - meist wirken sie in dem Rahmen sogar noch etwas natürlicher. Einfaches Staubabschütteln reichte bis jetzt aus. Und inzwischen sind die meisten Kunststoffe auch besser. Die früheren oder billigen Blumen fangen mit der Zeit an zu kleben oder riechen merkwürdig. Das sind dann Zweige, von denen ich mich auch irgendwann mal trenne. alle anderen muss ich nun mal endlich nach Farben und Jahreszeiten sortieren ...
Mal abwarten, ob der Mohn in diesem Jahr noch mal bei mir steht, denn die Vasen passen bei meiner Mutter viel zu gut!

@ Inge
Die Farbe scheint in diesem Jahr und besonders für den Herbst wirklich in zu sein. Aber ich habe ja schon lange einen Hang zu so dunklen und intensiven Farben - nicht nur im Herbst.
Hortensien sind meine liebsten Dekoblüten für den Spätsommer & Herbst. Nur, damit sie ihre schöne Farbe nicht verlieren, sollten sie möglichst lichtgeschützt stehen!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Doch, ich mag auch Kunstblumen! Zumal sie heute wirklich täuschend echt aussehen können. Nur daß es mir bei - egal welchen Blumen im Haus so geht, daß ich sie nicht jahrelang aufhebe. Bis auf seltene Ausnahmen. Von daher habe ich nicht so das Lagerproblem. Aber auch einen Schrank, der dem Deko-Gerümpel dient ;-) Wollte ich ursprünglich mal ganz vermeiden, da ich es auch gern überschaubar habe (Mein Mann ist darin noch viel extremer, er hat überhaupt nicht gern viel Dinge bzw. nur das Allernotwendigste. Das, was auf einen Handkarren paßt - für 1 Person :-)
Aber mich macht ein Zuviel, wie ich es empfinde, auch nach gewisser Zeit nervös, so daß ich deshalb so manches nach einiger Zeit wieder weggebe.

Die Deko an sich habe ich unterschiedlich lang stehen. Manche nur kurz, andere wochen- oder monatelang. Und irgendwie habe ich den Tick, daß ich Deko (wie auch Kleidung) von früher, die ich also in früheren Zeiten einmal benutzte, heute nicht mehr verwenden mag. Das empfinde ich so wie bei einer Raupe, aus der ein Schmetterling wurde. Sie kann auch nicht mehr in die Raupenhülle zurück ... fühle mich einfach, besonders was Kleidung betrifft, einfach unwohl dabei, weil "ich" das nicht mehr bin!
So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste ... ;-)
Ich glaub' für mich wäre sowas wie Deko-Sharing gut... *lach*

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Wie Du Dir sicherlich denken kannst, haben wir zu den Themen ganz unterschiedliche Meinungen. Aber dazu schreibe ich hier lieber erst in ein paar Tagen etwas. Das dauert mir im Moment zu lange ;-)

Und das Thema 'Deko-Sharing' ist ich ja verwandt mit meinem Thema 'Leihgabe' ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Leihgabe - auch nicht verkehrt. Da muß ich mal bei Dir nach dem Stichwort suchen.
Ich habe heute übrigens eine Winde am Feldrand ausgegraben für Dich. Mal schauen, ob sie im Topf was wird. Bei meiner Schwester hatte das ja geklappt.

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Oh prima! Ich hatte immer das Problem, dass ich reichlich Windenranken fand, aber meist nicht an das Wurzelgeflecht herankam, oder der Boden dann zu trocken war.

Der Post zur Küchenfensterbank meiner Mutter ist ja auch wieder ein schönes Beispiel, wie unterschiedlich wir mit Deko umgehen.
Auf die blau-weißen Gefäße, die meine Mutter da sichergestellt hatte, hätte ich gut verzichten können. Aber so, wie es da nun steht, macht es auch mir Spass. Nun muss ich nur noch meine zartrosa Winden wiederfinden, denn die passen jetzt sehr schön in ihre Dekokanne auf der Fensterbank ...
Bei der Leihgabe habe ich schon mal etwas geschrieben, aber das ist ein wirklich weites Feld, bei dem wir ganz unterschiedlicher Meinung sind.
Das liegt aber sicherlich auch an unseren Männern. Wolfgang will mir manchmal ja sogar ein paar Ladenhüter-Kunstblumen im Folgejahr nochmals schenken, da sie ihm wieder gefallen, und er den Überblick über meinen Deko-Fundus verloren hat. Und obwohl ich ihm dann sage, dass ich sie schon besitze, ist er der Meinung es könnten dann ruhig noch ein paar mehr davon sein ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, das mit den Wurzeln ist eine Kunst ;-) Jetzt war wohl ein passender Augenblick und der Boden nicht ganz so hart nach all dem Regen. Ich nehme dann auch so einen Unkrautstecher mit, dann gehts.

Ist eine weiß-rosa Winde (so windmühlenartig) - ich hoffe ja, daß ich meine eigene Winde noch finde, die ist rein-weiss.

Naja, wär auch langweilig, wenn wir alle ganu das Gleiche tun würden. Von dieser Spannung leben wir schließlich und es wird nie langweilig.

Und ganz sicher liegt es mit an den Männern, jedenfalls bei mir war das schon so. Aber auch an der Endlichkeit des Lebens ... nicht, daß ich da schon angelangt wäre *lach* - aber mir ist es letztes Jahr einmal mehr bewusst geworden. Man kann nichts "mitnehmen" und für mich ist es besser, rauszugehen, als zu viel drinnen herumzupusseln. Denn das erhält mich gesund und gerade daran hatte es davor die Jahre leider gefehlt. Das merkt man manchmal leider erst etwas spät, wenn es fast schon zu spät ist. Daher halte ich mich jetzt weitgehend dran. Und mein Mann ist halt Minimalist, schon immer gewesen. Nur das Notwendigste ... da habe ich sicher ein bißchen was übernommen, denn ganz so wollte ich nie sein :-)

Hi hi, ist ja lustig, das mit dem Nochmals Schenken, dazu könnte ich auch noch was sagen ... aber lieber nicht hier im Internet ... Aber da sagst Du was ganz Entscheidendes - die Wahrnehmung von uns Menschen ist recht unterschiedlich und wo der Eine noch weiß, was und wo er es hat, weiß es ein anderer lange nicht mehr. Mich würds auch erschlagen, wenn ich für meine "Verhältnisse" zu viel hätte, egal ob von Deko oder anderen Dingen. Bücher sind so ein Beispiel. Ich liebe sie wohl und hätte am liebsten in einer Bibliothek gewohnt. Aber irgendwann wurde es mir zuviel und ich hab etliche aussortiert. Alles, was man doch nicht mehr anschaut ... mein Mann sagt immer, alles was man 1 Jahr lang nicht angefaßt hat ... ist gar nicht so verkehrt ... Aber die Dinge, an denen ich hänge, die gebe ich natürlich nicht weg, egal, wer was sagt.

Ich muß jetzt aber schnell los auf eine Festivität, Ciao
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Das meine ich auch, dass gerade die Individualität von Personen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen das Leben bereichert. Wenn alle die gleichen Ziele und Vorstellungen hätten dann gäbe es nichts, über das man sich noch austauschen könnte. Dann ginge es nur darum klar definierte Ziele zu erreichen und erlerntes weiterzuvererben ohne sich weiterzuentwickeln - höchstens aus einem bestimmten Mangel heraus.

Ich habe eben mal etwas mehr Zeit mit dem neuen Post vom 1.Juli 2010 zugebracht. Alle Bilder für die Links, die ich dafür im Kopf habe, die habe ich zwar nicht gefunden - vielleicht auch noch gar nicht veröffentlicht. Aber er zeigt genau das, was mich an Deko reizt: Die gleichen Materialien mit ein paar neuen Akzenten immer wieder anders in Szene zu setzen ev. auch zu perfektionieren und teilweise auch an verschiedenen Orten zu verwenden. Ich bin bestimmt nicht der Typ, der jedes Jahr eine Deko nach dem gleichen Schema wieder aufbaut. Obwohl es da natürlich immer Ähnlichkeiten durch bestimmte Vorlieben gibt. So wie im Katzenfenster ...

Ähnlich perfektionistisch handhabe ich das auch mit Kleidung. Da ich eigentlich schon die letzten 20 Jahre die Tendenz hatte mich weniger von Modetrends und deren Farben beeinfussen zu lassen. Und da ich je nach Figur bestimmte Rocklängen und Schnitte bevorzuge, die eher klassisch & zeitlos sind, mag ich mich von vielem noch immer nicht trennen. Lediglich bei meinem perfekt dazu abgestimmten Schuhtick sollte ich nun vernünftig sein und ausmisten. Denn meine Füße wollen sich nicht mehr meiner Schuh-Sammlung anpassen ... Früher träumte ich immer von einer riesigen Kleiderkammer, in der alles wohlgeordnet nach Farben sortiert verstaut werden konnte.
Heutzutage wäre es eher ein gut organisiertes Deko-Geschirrlager, was mein Herz höher schlagen lassen würde.
Seitdem wir hier wohnen, verspüre ich immer weniger Lust raus zu gehen, um meine Kleidung auszuführen und dabei neue dazu passende Teile zu finden.
Allerdings freuen sich Wolfgang und ich jetzt, wenn wir wieder ein Stück für unsere Bärenwelten finden - wie eben den Koffer ... Und der Vorteil bei unseren Bären ist, die wachsen nicht aus ihrer Kleidung raus! Manchmal dauert es schon 2-5 Jahre, bis so ein Bären-Outfit zusammengesammelt ist. Daher hätten wir jetzt auch gern einen Extraraum als Bären-Kleiderkammer und für all' die Accessoires, damit für solche Foto-Shootings alles gleich problemlos zusammengestellt werden könnte. Im tiefsten Innersten könnten wir wohl auch Stylisten sein ;-)
Allerdings ist es bei uns eher Mittel zum Zweck und nicht Berufung.
Aber auch da haben wir im Moment noch nicht die erhoffte Ordnung drin, da uns etwas Stauraum im Haus fehlt. Und vorallem bleibt uns kaum Zeit zum straffen Durchorgaisieren. Aber Arbeit geht nun mal vor. Und Bärenwelten und andere Themen sind eben nur ein prima Hobby zum Abschalten vom teilweise ganz schön harten Alltag.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann gut durchstrukturierte Lagerräume für unsere Hobbies haben, die das restliche Wohnen nicht behindern. Im Moment müssten wir dafür allerdings unsere Haus-Mitbewohnerin vor die Tür setzen, was wir zuz Zeit noch nicht wollen!

Herz-und-Leben hat gesagt…

Das denke ich auch. Ich find es auch bei anderen, wie bei Dir, wunderschön! Kannte mal jemand, die ihr Zuhause wie ein Museum gestaltet hatten. Wäre mir persönlich viel zu viel gewesen (dazu noch auf relativ kleinem Raum!) - diese Putzarbeit, denn die Sachen stauben ja auch ein, wenn sie offen herumstehen. Aber es sah herrlich aus, und wenn man dort zu Gast war, war es einfach bezaubernd und man mochte kaum gehen ... Und es wäre bei uns als Familie mit 3 Kindern auch gar nicht denkbar gewesen. Wenn man Kinder hat, hat man, sofern man nicht gerade sehr betucht ist, daß man ständiges Hauspersonal beschäftigen kann, weder Zeit noch Möglichkeit sich sehr viel mit Dekoration zu beschäftigen, diese zu beschaffen, also kaufen und zu verwalten. Meist ist man, wenn man wirklich Zeit hat, auch viel zu müde oder hat noch andere Interessen und eine Mutter, die Erwerbsarbeit nachgehen muß, sowieso. Sicher hängt all das noch von den sonstigen Umständen ab, wie ob man noch Verwandte zu betreuen hat oder was an Gründen da sein kann ... Früher hatte ich deshalb hauptsächlich nur eine Jahreszeitenkommode, die entsprechend dekoriert wurde.

Zu der Kleidung: Ist ja interessant, das Sortieren nach Farben - darauf wäre ich sicher nie gekommen. Ja, so ein Lager ... das läßt sich auch nicht überall verwirklichen. Wenn ich hier an uns denke ... wüßte ich nicht, wo man so etwas unterbringen könnte und das Haus hat doch schon 7 Zimmer ... aber davon eben auch 3 "Kinder"zimmer ;-)
Mit Modetrends hatte ich es in der Hinsicht auch noch nie so, außer, mir gefiel etwas wirklich und dann trug ich es allerdings auch mal etwas länger, auch dann, wenn es nicht mehr "in" war ;-)
Stylisten ... ja, warum nicht! Wem das liegt - ich glaube, so etwas hat man im Gespür und diese Begabungen sind auch angeboren. Zumindest die Voraussetzungen dafür. Das kann man an so vielem erkennen und wenn man Kinder hat, weiß man auch, wie sehr sie sich da manchmal unterscheiden. Ich z.B. habe nicht DIE Feinmotorik, die meine Schwester besitzt, daher fällt bei mir immer alles ein wenig gröber aus, was ich so handarbeite *lach*

Ich trage ja fast nur Hosen und mit zunehmendem Alter gab es da teilweise auch Veränderungen mit einem Hin und Her ;-) Das hat sich aber gottlob eingependelt. Ach ja, und die Schuhe ... was hatte ich manche Modelle doch gern (auch Schuhtick ;-) natürlich im Rahmen, denn die Kinder gehen immer vor! Aber heute kann ich vieles leider auch nicht mehr tragen ...
Bei mir hat sich das Rausgehen seit letztem Jahr gerade wieder verändert zum am liebsten den ganzen Tag draußen sein - aber nicht nur im Garten sondern in der freien Natur. Mein Mann hat es damit auch nicht so sehr - obwohl es ihm gut täte ...

Ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ... ich wünsch' es Dir jedenfalls - und so einfach ist es sicherlich auch nicht, eine Mitbewohnerin auszuladen ...

Deinen Post vom 1. Juli habe ich jetzt gefunden. Finde ich auch total spannend, immer mal was Älteres, das doch neu ist, hier zu finden.

Liebe Sonntagsgrüße
Sara

SchneiderHein 2 hat gesagt…

@ Sara
Mir ist schon klar, dass ich insofern einen ganz besonderen Luxus habe, der sich Zeit nennt. Bzw. den Luxus mir ab und an für diese Dinge eine Auszeit nehmen zu können.
Mit Kindern und/oder Beruf sieht das ganz anders aus. Im Nachhinein bewundere ich meine Mutter, wie sie noch nach einer normalen Arbeitswoche (teilweise sogar mit Überstunden) am Abend oder am Wochenende noch Lust zum Basteln und Handarbeiten fand. Bei mir passierte diesbezüglich kaum noch etwas als ich gearbeitet hatte. Da war ich schon froh, wenn der Haushalt, etwas Verwaltung und mein weißer Vorgarten in Braunschweig noch funktionierten, da Wolfgang schon immer Workaholic war.

Ich vermute, dass was Dir im Moment am draußen in der Natur rumlaufen Glück und Entspannung bringt, dass ist für mich zur Zeit in Haus & Garten rumpusseln.
Ich kann Dich gut verstehen, denn als ich noch meinen recht stressigen Messejob mit 400 Überstunden im Jahr und (Zwangsurlaub zum Abbummeln der restlichen Überstunden) hatte, da gab es nach der Arbeit bald darauf auch nichts Wichtigeres als rauszukommen. Allerdings legten wir zu der Zeit noch den Garten an. Aber das war ja damals noch richtiges Arbeiten in der Natur, wo ich mich prima austoben konnte. Keine Ahnung wieviele Kilometer ich da in den 3 Wochen auf Amrum geschafft habe. Meist war ich dann von morgens um 9 oder 10 Uhr bis abends um 8 oder 10 Uhr am Strand. Immer am Wasser lang, um Holz und anderes Strandgut zu suchen. Durch die Natur zu laufen, dafür brauche ich ein Ziel - wie zum Beispiel bestimmte Wildblumen zu suchen und mit dem mitgeführten Werkzeug auszubuddeln. Nur da jahrelange Erfahrungen ja leider nun gezeigt haben, dass die meisten meiner Wunschpflanzen bei uns kümmern und von den Schnecken verspeist werden, habe ich die Lust daran verloren. Nur ziellos rumlaufen auf den immer gleichen Wegen, die zu Fuß zu schaffen sind, das wäre mir zu langweilig. Und deswegen extra ins Auto zu setzen, reizt mich auch nicht.
Außerdem sind es zwar keine Kinder die meine häusliche Anwesenheit erfordern, aber Allegra tut es gut, wenn die Gartentür möglichst oft auf ist. Und Mausleidet fürchterlich, wenn sie zu lange im Haus eingesperrt ist. Da reichen schon die 2 'Muttertage' pro Woche und noch die Zeiten für Besorgungen etc.

Mit dem sauberen Haushalt ist das auch so eine Sache. Wir hatten diese Räume eigentlich als Ferienhaus und zum Feiern geplant. Daher ist alles recht robust und pflegeleicht - weniger repräsentativ und empfindlich. Unser Lieblingsbeispielt ist Ernie aus der Seamstraße, der spontan mit seinen Freunden in die Wohnung kommt und eine Party steigen lässt. Bert hat nur noch Stress, dass etwas kaputt geht, schmutzig wird etc. 'Passt auf den Teewagen auf!' Soetwas wollten wir nie haben. Im Prinzip leben wir oftmals noch immer wie kleine Kinder, die vergessen sich vor der Haustür die Schuhe abzutreten oder am Besten sogar auszuziehen. Das macht auch das Leben mit Maus & Allegra recht entspannt. Ich hatte nie den Anspruch eine perfekte Hausfrau zu sein. Da würde ich bei 'meinem großen Jungen' auch nur gegen Windmühlen kämpfen und daran verzweifeln ;-)

Nee, auch wenn mehr Platz zum Verstauen schön wäre, es ist meist ganz angenehm so fast WG-mäßig zu leben. Jeder hat zwar seine Räume - auch Küche & Bad sind getrennt. Aber wir leben nicht richtig räumlich getrennt, so dass es bei Bedarf reichlich Flurkommunikation gibt.

So, mal schauen, ob ich nun noch an ein paar alten Posts arbeite oder mich mal richtiger Arbeit widme - davon steht heute eigentlich noch einiges auf dem Programm ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ach doch, gebastelt habe auch ich zuweilen sehr gern. Man vergißt ja so vieles ... aber eben auch sporadisch. Zu manchen Zeiten ging es gar nicht, z.B. im Sommer. Aber die Winterabende sind ja doch lang. Obwohl unsereins da früh oft auch schon ziemlich müde war. Aber auch da gabs Phasen ...

Ja und das kenne ich natürlich auch, als ich die erste Zeit einer Erwerbsarbeit nachging, hatte ich abends auch nicht mehr allzu viel Lust für drinnen - aber damals war man halt auch noch recht jung und ist dann am Abend eher ausgegangen, als zuhause herumzupusseln ;-) Da spielte sich alles sonstige Leben draußen oder woanders ab. Workaholic bin/war aber eher ich, mein Mann ist keiner. Der nimmts gelassen. ;-)
Und so wird das wohl sein, wie Du das beschreibst - ich kenne solche Haus-Phasen ja auch, wo ich ganz gern drinnen war. Aber ich denke auch, daß sich das vielleicht die Waage halten sollte und wenn es zu einseitig wird auf lange Sicht, vielleicht nicht so gut ist. So war es jedenfalls bei mir.

Das mit dem Ziel geht mir auch so. Einfach so planlos - das mache ich schon mal, aber in Gegenden, die ich noch nicht kenne. Weil es da dann möglicherweise etwas zu entdecken gibt. Ansonsten nehme ich mir durchaus auch was vor, lasse mich aber auch gern überraschen.

Mit Katzen hat man auch sein Tun. Ich sehe das ja bei meiner Mutter und dann Du noch mit Deinen Muttertagen, das beansprucht auch einiges an Zeit, zumal mit den doch relativ langen Fahrten (ist ja nicht mal so eben um die Ecke, wie fast bei uns) Aber auch da braucht alles seine Zeit. Man muß oder will sich ja auch individuell ein wenig drauf einstellen und jeder alte Mensch ist da wieder anders ...
Und mit dem repräsentativen Haushalt - sowas hatten wir auch nie! Und wollten es auch nie. Wir kennen Leute, bei denen die Kinder nie das Wohnzimmer benutzen durften, deswegen! Was für ein Leben! Was sollen die Kinder später mal denken ...
Ich mag es eh nicht, wenn die Leute zu dekadent werden mit ihrem Besitzdenken - dieses oder jenes hat man zu haben, zu tun - sonst ist man in den Kreisen nicht angesagt ;-) Wäre mir viel zu langweilig ...

WG-mäßig, das kenne auch ich ... und mag ich auch ... habe immer von einer Großfamilie geträumt unter einem Dach ... zur Zeit haben wir das ja auch fast noch ... aber manches kommt eben doch anders, als man denkt ...

Ich hatte heute eigentlich auch was anderes - draußen - vor, aber der viele Regen den ganzen Tag hat mir da einen Strich durch gemacht.

Dann wünsche ich Dir frohes Schaffen.