Montag, 13. Juli 2009

Wie auf einem Inselspaziergang ...



... über meine Lieblingsinsel Amrum, kam ich mir vor,
als ich gegen Mittag den Gartentisch umdekorierte.
Zuerst musste das ganze angesammelte maritime Deko-
Material der vergangenen Jahre mal gesichtet und
sortiert werden. Es war gar nicht so einfach aus dem
reichhaltigen Fundus nur ein paar Teile für diesen Tisch
auszuwählen. Nun ist er doch viel voller als erwartet
geworden, aber dafür hat er jetzt auch eine gute Fern-
wirkung. Denn schließlich können wir direkt vom Bett aus
auf diesen Tisch sehen. Hier noch ein Rückblick auf den
blühenden Wicken-Tisch Ende Juni. Aber jetzt haben
bei uns maritime Zeiten begonnen:

Ganz im Vordergrund etwas alte Wickenranke
aus der vergangen Tischdeko, Raffia-Bast und
ein Wellhorn-Schneckenhaus.

Der Bleiwurz im Topf ist zwar nicht maritim, blüht aber
herrlich Blau und seine Blatt-Färbung erinnert etwas an die
kleinen Sträucher, die überall in den Dünen am Wegesrand
zu finden sind. Das Blau von dem Henkel-Topf ist eine
Jugendsünde von mir. Es gab mal eine Zeit, da musste
alles in diesem Blau gestrichen werden. Aber hier passt
diese schräge Farbe erstaunlich gut.

Die kleine Metall-Möwe ist nun vom Hochbecken auf
den Gartentisch übergesiedelt. Die morsche Holzkiste
hatte meine Mutter ausgemustert
und ihr Füllmaterial
war Ostern schon mal im Einsatz
. Die blaue Keramik-
Schale haben wir hier im Haus im Keller vorgefunden.
Jetzt ist sie fester Bestandteil der maritimen Deko.
Obwohl zu Ostern würde sie auch prima passen ...

Schalen der Auster finden sich am Strand,
Steine und abgebrochene Äste im
Kiefernwäldchen hinter den Dünen.

Eine etwas gewagte Kombination in der Schale:
Ein künstlicher
Sukkulenten-Kranz, den es mal kurz
vor der Weihnachtsdeko im Wiglo-Wunderland
für 1,- Euro gab und ein blau-grüner Seestern auf
vertrockneter Gartendeko.

Hier passen nun die Plastikflaschen von Lidl.
Die Banderole mit der 25 Cent-Pfandgutschein-Folie
habe ich vorsichtig abgelöst, damit ich die Wasser-
Flaschen nach der Sommer-Deko zurückbringen kann.
Aber ich glaube, ich bin so fasziniert von der Farbigkeit,
dass ich sie als günstiges Deko-Material behalten werde.
Wer weiß, ob es diese Farben im nächsten Jahr wieder
bekommen kann.

Hinter dem 'Flaschenkorb' versammeln sich ein
ausgeblichenes Reisigbündel und vertrocknetes
Gartenmaterial. Damit es nicht zu grau-braun-
vertrocknet aussieht, kommen noch ein paar
frische Gräser und blau-grüne Kieferspitzen hinzu.

Diesen ehemals blauen Rattan-Kugeln sieht man
ihren Außeneinsatz schon an. Aber der blaue
Tampen vom Strand bringt hier Farbe ins Bild.

Jetzt kommen auch die kleinen Fisch-Windlichtgläser
im Einweckglas und der graue Dekokies zum Einsatz!

Und der blau-grüne Vogel kommt aus seinem
überwucherten Versteck an der Teichmauer
hervor. Hier vor dem Bleiwurz hat er einen
prima Ausblick.

Fotos: S.Schneider



Kommentare:

Frauke hat gesagt…

auf der Insle Amrum habe ich mal zu Ostern die tollsten Strandhäuser aus Strangut geknipst und sie meiner Tochter, Architektin, geschickt,
es war einfach traumhaft wie kreativ die Hauser waren
und natürlich viele viele Muscheln, Schneckenhäuser und Austern gesammelt, später schmückte es eine Hochzeit in Süddeutschland
wie wenig Deko so viel zaubert auf deinem Tisch
Frauke

SchneiderHein hat gesagt…

@ Frauke
Und ich habe so manchen Sommer von 1974 bis 2003 solche Hütten oder große Windschutz-Gebilde aus Treibholz am Wittdüner Kniep gebaut. Allerdings werden dort diese Hütten nach dem Urlaub zerlegt und im Sand vergraben, da dieser Teil des Strandes spätestens im Herbst häufiger total überspült wird. Im nächsten Jahr wird das Holz wieder ausgebuddelt und für die Urlaubszeit eine neue Behausung aufgebaut. Die Hütten zwischen dem Nebeler und Norddorfer Strand stehen da geschützter und bleiben das ganze Jahr über stehen. Obwohl mir Pancho's Hütte doch etwas zu viel Strandgut verwertet. Allerdings, da hatte Kyrill ja wohl auch einigen Schaden angerichtet, so dass sich das Meer einiges zurückgeholt hatte.
Das ist wirklich eine schöne Tradition, die es wohl in den 60-70er Jahren noch auf einigen Nordsee-Inseln gab, aber jetzt nur noch auf Amrum geduldet wird. Da kann so ein normaler Strandkorb einfach nicht mithalten ...

Ich glaube, dieser Jäger- & Sammler-Instinkt ist bei mir so tief verankert, dass ich dort nicht ohne irgendwelches Material einzusammeln den Strand verlassen könnte;-)

Die maritime Hochzeitsdeko in Süddeutschland würde mich ja mal interessieren! Ich finde es ja zeitweilig auch komisch, dass ich hier mitten im staubtrockenen Hannover meine Sehnsucht nach dem Meer so austobe. Aber andererseits habe ich vor ein paar Tagen hier wahrscheinlich einen Austernfischer gehört. Und in Braunschweig brütet schon ein Vogelpaar auf einem Flachdach. Das Meer kommt also näher ...

Kleine-creative-Welt hat gesagt…

Du bist ein Verwandlungskünstler -
und du weckst Sehnsüchte - du steckst voller superschöner Ideen - wow -
liebe Grüße - Ruth