Dienstag, 14. Juli 2009

Dieses Buch ist Schuld ...



... dass ich mitten in Niedersachsen Haus & Hof im Sommer
immer mal wieder maritim dekorieren möchte.

Zwar hatte ich schon als Kind einmal einen maritimen Spielkeller
mit Muscheln, Netzen, Fischerkugeln und allerlei Strandfunden,
so dass das Auto nach jedem Seeurlaub übervoll war. In dem
Kellerraum gab es auch eine seegrüne Wand, die von meinen
Schulfreunden und mir an mehreren Nachmittagen mit zahlreichen
phantsievollen Fischen bemalt wurde. Aber dieser maritime Raum
war mir nach einigen Jahren dann doch zu viel und vor allem viel
zu kindlich. Die Vorliebe für den asiatischen Flair und die Kultur
des Teetrinkens löste die kleine maritime Welt Ende der 70er ab.
Ich schaffte es sogar einen Teil des Deko-Materials zu verkaufen.
Aber schon bald sammelten sich wieder neue Strandfunde an,
die später jedoch nicht mehr so viel Fläche einnahmen.

Doch dann kam dieses Buch: Im Jahr 1998 erschienen und
seitdem ein ständiger Sommer-Begleiter, wenn mich die
Sehnsucht nach dem Meer packt:

Mit wunderschönen Küsten-Impressionen und ...

... stimmungsvollen Bildern von Meeres-Patina.

So ein wackeliges Hängeregal, allerdings nur mit einem Boden,
hatte ich 1974 schon in einem Pensionszimmer auf Amrum!

Zwar entstanden am Strand nicht solche perfekten Möbel.
Aber Strandsessel, Regale, Tische, Bänke und sogar ein langes
Thekenbrett gab es in den
Behausungen aus Treibholz auch.

So einen Fußboden hatte ich mir seitdem für den ebenerdigen
Teil unseres Hauses gewünscht. Aber die Betonplatten waren
leider schon viel zu kompliziert im Haus zu verlegen. Es hätte
wahrscheinlich Wochen gedauert so einen Bodenbelag auf
einer Fläche von ca. 30qm zu erstellen.

Aber diese Kerzen ließen sich für das maritime Weihnachten 2000
ganz leicht vorbereiten. Obwohl der Kellner in Hannover nach dem
Muschel-Essen nicht schlecht staunte, als ich ihn bat mir die leeren
Schalen einzupacken ...

Fotos vom Buch mit Beiwerk: S.Schneider


Wer sich nun auch für dieses alte, aber immer noch schöne Buch
begeistern kann, wird
hier noch antiquarisch fündig.

Wohnen wie am Meer
Andrea Spencer
Fotografie von Spike Powell
DuMont Buchverlag, Köln 1998
ISBN 3-7701-4402-3



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

na da bin ich ja sehr gespannt was da noch alles schönes zum gucken kommt . . .
hier sieht es so aus als wenn gleich das meer von oben auf uns herabregenen wird . . . rote warnstufe . . .
aber bei über 80% luftfeuchtigkeit und über 30° ist daszunächst einmal einfach nur schööön - *ich glaube ich stelle mich in den garten und laß mich einregnen*

sehnsucht nach pazifischem ozean, meeresrauschen, absolut leckeren riesengarnelen ( mexikanische) - oder wahlweise in Norge in "Verdens Ende" (südnorwegen)
fangfrische krabben zum selberpuhlen, mit den möwen drumherum - ach jaaaa, könnte ich auch mal wieder vertragen . . .

aber katerking müßte dann einsam zuhause sitzen . . . und das geht natürlich gar nicht.

träumen wir uns also das meer herbei.
liebe grüße
carola & katerking

Lis hat gesagt…

Der maritime Stil ist zwar wunderschön, würde aber bei mir passen wie die Faust auf's Auge! Kommt wohl auch daher, dass wir zur nächsten Küste eine halbe Ewigkeit fahren müssen und immer wenn ich "da oben" war, hatten wir schlechtes Wetter.

LG Lis

SchneiderHein hat gesagt…

@ Carola
Inzwischen ist das Treppenhaus nun auch ganz anders maritim abgefertigt. Aber bis ich den Raum posten werde, vergehen noch ein paar Tage.
Leider regnet es heute, also wird Wolfgang auch an diesem Wochenende nicht seine Bären fotografieren und die Deko-Fläche im Katzenfenster bleibt noch besetzt ...
Aber wenn ich noch Lust zu mehr maritimen Gedöns habe, dann könnte ich mir ja auch noch die Nische im Gemeinschaftsflur und die Fensterbank in der Kleiderkammer vornehmen. Das Material muss ich mir allerdings erst vom Dachboden bei meiner Mutter holen. Aber der Sommer ist ja hoffentlich noch jung!

Vor den Unwetter-Wahrnungen hatte ich dieses Mal mehr Angst: Gerade fertig mit der Außendeko und dann fegt der Sturm und Starkregen alles davon. Aber Glück gehabt, außer Wahrnug, Donnergrollen und dunklem Himmel war hier nix. Nur ein leichter ergiebiger Regen, so dass ich mal weniger gießen muss.

Ach ja Sehnsucht nach dem Meer! Aber wenn hier gemäßigter Wind weht, die Wolkengebilde vorüberziehen und etwas Zeit zum Genießen bleibt, dann geht es noch ohne Meer. Aber fehlen tut es mir schon.

Doch da geht es uns ähnlich wie Dir ohne Maus und Allegra fehlt etwas. Und als Wolfgang im Sommer 2003 2x wegen seinem Job mitten im Urlaub zurückfahren musste, bin ich wegen der beiden Katzenmädchen gern mitgekommen. Seitdem sie da sind, sind 3 Wochen Urlaub einfach viel zu lang!

@ Lis
Stimmt, ich erinnere mich, dass ich diese Erfahrung von Dir schon mal irgendwo gelesen habe.
So geht es mir mit den Bergen und auch mit dem Harz: Als Kind musste ich mit überwiegend alten Leuten im Bus in die Berge fahren. Mir war heiß, die Fahrt war zu lang und mir war fast immer schlecht. Auch der typische Schulausflug fand im Harz statt - langweiliges Wandern! Der Schock sitzt immer noch tief ;-)
Da kam ich mit dem 'charakterbildenden' schlechten Wetter, wie es Wolfgang so schön nennt, schon viel besser klar. Außerdem kann sich das Weter zumindest auf den Inseln ja auch alle 6 Stunden mit den Gezeiten ändern!